Jan Cvitkovič (1966) ist ein slowenischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2011 den Filmpreis des Landes Tirol beim 21. Internationalen FILMFestival Innsbruck für sein Werk „Archeo“. Polonica Petek Zelenik (1970, Freiburg, Deutschland) diplomierte 1994 an der Akadmie der bildenden Künste in Ljubljana. 2009 machte sie ihren Magister des Kunststudiums (Malerei) bei Prof. Metka Krašovec. Seit 1999 stellt sie sich und ihr Werk bei Gruppen- und Einzelausstellungen sowohl in Slowenien als auch im Ausland vor. Curator. Alenka Pirman (1964 in Ljubljana) arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Autorin in Ljubljana. Sie war Chefredakteurin der Magazine für Kunst und Kultur Likovne besede und M’zin (1991–92), künstlerische Leiterin der Galerie Škuc (1990–96), stellvertretende Vorsitzende des Soros-Zentrums für zeitgenössische Kunst – Ljubljana (1997–99), Vizepräsidentin des Vorstands des Internationalen Netzwerks für zeitgenössische Kunst (ICAN, 1998–99) und Mitbegründerin des World of Art Ausbildungsprogramms für Kuratoren der zeitgenössischen Kunst (1996–98). Sie konzipierte Artservis.org, ein Online-Dienst für Künstler und Produzenten, und arbeitete als dessen Chefredakteurin (2001–04). 2009 konzipierte sie die Informationsarchitektur von Culture.si, das Internetportal des slowenischen Kulturministeriums, und arbeitete dort als Redakteurin. Ihre künstlerische Arbeit war in den 90er Jahren vor allem mit drei fiktiven Instituten verbunden: mit dem SK8 Museum (1991–93), dem RIGUSRS – Research Institute for Geo Art Statistics of the Republic of Slovenia (1997; mit Vuk Ćosić und Irena Wölle) und dem Domestic Research Institute (1994–98). Danach arbeitete sie mit Künstlerkollektiven/Plattformen wie Luther Lissett/01.org (1998) und Bughouse aus London (2002–03) zusammen. Sie realisierte etliche methodologische Ausstellungsprojekte wie beispielsweise Arcticae horulae, (1991–98), The Case. Art and Criminality, (Polizeimuseum 2005; mit Biserka Debeljak) und Jelenometry (2007). Sie ist Gründungsmitglied der Domestic Research Society (2004), wo sie kollaborative Forschungs-, Ausstellungs- und internetbasierte Projekte entwickelt (The Cabinet, 2005–2010; Unleashed Tongue, 2004–; Indija.si, 2007–; Word for Word, Without Words, 2010; Hard Facts, seit 2012). Sie lebt und arbeitet in Ljubljana. DIY-Geschichte Wir alle kennen das: Bei einem offiziellen Ereignis nehmen wir zufällig oder absichtlich einen Gegenstand mit und bewahren ihn zuhause auf, obwohl wir keiner Samellleidenschaft frönen. Vielleicht helfen uns diese Gegenstände, mit der Durchgängigkeit unseres Lebens zurechtzukommen und wir wollen wissen, wie wir mit ihrer Hilfe die aufgezwungene Geschichte umgehen können. Hard Facts ist ein neues Forschungsprojekt der Domestic Research Society Ljubljana in Zusammenarbeit mit Nemanja Cvijanović und Juan de Nieves. Es wird mitfinanziert von der European Cultural Foundation. In Residence
Artist-in-residence
Drago Jančar
Schriftsteller
Anja Golob
Schriftstellerin, Lyrikerin
Mirana Likar Bajželj
Schriftstellerin, Lyrikerin
Zoran Srdić
Bildende Kunst
Goran Medjugorac
Bildende Kunst
Jasna Vombek
Literaturkritikerin
Katja Oblak
Bildende Kunst
Bisherige Gäste
Dejan Sluga
Fotografiekustos
Jan Cvitkovič
Polonica Petek Zelenik
Vasja Nagy
Alenka Pirman
HARD FACTS
Wien - Ljubljana - Madrid - Rijeka
September 2012 - Mai 2013
Der Klub slowenischer Studentinnen und Studenten in Wien feiert im Jahr 2013 sein 90-jähriges Bestehen, im Zuge dessen zu einem dreitägigen Festival geladen wird.
Programm:
23.05. - 18:00 - ERÖFFNUNG
★ Präsentation der Austellung und Festschrift ★ Gespräch mit ehemaligen Klubmitgliedern ★ Live: Delta Concept & Zbor KSŠŠD/Klubchor
24.05. - 19:00 - KULTUR
★ Theater: "Odhajati" - Theatergruppe Šchok aus Sittersdorf (Tanztheater zur Poesie von Maja Haderlap) ★ Lesung: Goran Vojnović - "Jugoslavija, moja dežela"
25.05. - 20:00 - YUGO PARTY
★ Film: "Izlet" - Regie: Nejc Gazvoda ★ Live: Ost in Translation ★ Jugoslawisches Buffet und Cocktails
Die Burgschauspielerin Corinna Kirchhoff lädt die österreichische Autorin Maja Haderlap zu einer Lesung aus ihren Werken ein, musikalische Begleitung von Maja Osojnik mit dem Gitarristen Michael Bruckner-Weinhuber.
Maja Haderlap bemüht sich seit Jahren, die Geschichte des Verlustes der slowenischen Sprache in Kärnten literarisch aufzuarbeiten. In ihrem vielfach ausgezeichneten Roman „Engel des Vergessens“, mit dem sie u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 gewann, erzählt sie in eindringlichen und sinnlichen Bildern von der Suche nach Verortung und Identität.
An diesem Abend wird sie von der in Wien lebenden slowenischen Musikerin Maja Osojnik und dem Gitarristen Michael Bruckner-Weinhuber begleitet. Maja Osojnik singt eigene Lieder und Gedichte der Autorin, die sie speziell für diesen Abend vertont hat.
http://www.burgtheater.at/Content.Node2/home/spielplan/event_detailansicht.at.php?eventid=960558785
"In broken.heart.collector sich fünf der speziellsten Vertreter unausgesteckter Pfade die Klinke in die Hand, hat sich gefunden, was zusammen gehört: Vokalkünstlerin und Bassflötistin Maja Osojnik, die von Black-Metal-Gegrowle bis zu slowenischen Volksliedern sämtliche Stücke beherrscht und wegen dieser Spannbreite auch in einer Vielzahl verschiedenster Combos aktiv ist (rdeča raketa, maja osojnik band, frufru, subshrubs); Bassklarinettistin Susanna Gartmayer, ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, bekannt aus Gruppen wie Möström, dem Gemüseorchester und der hiesigen Improvisationsszene mit all ihren verschiedenen Gesichtern; und dann wären da noch Bulbul, die das klassische Rock-Line-Up (Bass, Gitarre, Schlagzeug) seit Jahren dazu verwenden, um es bis über die Grenzen hinaus zu treten und sowohl konzeptuelle Umweltgeräuschplatten wie auch die cleversten Schweinerockknaller hochgehen zu lassen, die im Bereich des Unmöglichen liegen. …
Man kann broken.heart.collector vertrauen. Von ihnen lässt man sich gerne das Herz herausreißen – auch wenn man nicht erraten würde, wohin es kommt …"
Programm:
17 h: Einfü̈hrende Worte: Bezirksvorsteherin Dr.in Ilse Pfeffer, Sabine Gehmayr, Gb*9/17/18
16 – 21 h: Fischheuriger von Biofisch, dazu Glam‘n Liquor by Andrea, DJ Costa Caspari, Tag-Tool-Performance von Mathias Gassner; 20 h: Konzert *broken*heart*collector 20 Uhr: *broken*heart*collector
Zwei slowenische Fotokünstlerkollektive, The Angry Bat und Photon Associaton Gallery, gastieren mit Ausstellungen beim ersten ViennaPhotoBookFestival.
Anzenberger Gallery und OstLicht. Galerie für Fotografie präsentieren das erste Wiener Festival rund ums Fotobuch.
Das ViennaPhotoBookFestival findet am 8. und 9. Juni 2013 in den Ausstellungsräumen der beiden Galerien auf dem Gelände der ehemaligen Ankerbrotfabrik in Wien statt. An den zwei ereignisreichen Tagen können die Festivalgäste Vorträge von Fotbuchexperten besuchen, Fotobuchkünstler treffen und auf über 600 m² Marktfläche Fotobücher kaufen und tauschen.
Vorträge von Gerry Badger, Michaela Bosáková, Cristina de Middel, Anastasia Khoroshilova, Martin Parr, Andrew Phelps, Agnieszka Rayss, Christoph Schaden, Markus Schaden und Hannes Wanderer.
Fotobuchmarkt mit Verlegern, Händlern und Antiquaren / Vorträge / Podiumsdiskussionen / Signierstunden / Künstlertische / Drinks & Food & Music / Freier Eintritt
Öffnungszeiten:
Samstag, 8. Juni 2013: 10 bis 20 Uhr, anschließend Party Sonntag, 9. Juni 2013: 10 bis 18 Uhr
A circular sequencing of performances, readings, screenings, food / drinks, and narratives Come have drinks and food at the bar! In the company of Nika Autor, Michael Baers, Anette Baldauf, Mareike Bernien, Giulia Cilla, Ingrid Cogne, Eva Egermann, Yasmine Eid-Sabbagh, Till Gathmann, Moira Hille, Ana Hoffner, Hanna Husberg, Annette Krauss, Renate Lorenz, Xiaoyan Men, Mamamon Thai Kitchen, Elske Rosenfeld, Anna Tzini, and their guests Jelena Petrovic, Maiko Tanaka and Serena Lee. Produced by: PhD in Practice, Academy of Fine Arts, Vienna. The different interventions try to raise questions of how to engage with time and the untimely in order to unfold the use of the temporal in memory, history and politics. Interventions into hegemonic time patterns are rehearsed through dislocating, shifting, metamorphosing, and re-framing. An asynchronous evening with a lipstick, medial references to the Omarska camp, 108 colored plastic bottles, a Sojourner Truth speech, and a fictive band, reconsiders past moments for a future use and to produce discontinuous temporalities. A reading consists of a brief excerpt from a much longer work, an oral history of the exhibition, Picasso in Palestine, which took place in Ramallah in June, 2011. * A multi-video installation on the deconstruction of objects related to the spactio-temporal closet and the extent of the performatives surrounding them. * Photographs that capture the desire of the photographer as well as the position of village women who provide the central core of Chinese culture. * A performance lecture assembles bodily movements and gestures taken from footage of the end of a strike in 1968, the revolution in East Germany in 1989, and from Tahrir 2011/12, to configure the three different historical instances as a recurrent and physically constituted revolutionary outside to the political status quo. * A short performance works with the physical proximity between performer and audience in an enclosed space in relation to the postures of bodies in recent assemblies or occupations in streets and squares - an attempt to re-open a political space through physical shifts and mimesis. * From the context of a black box (stage) to the situation of a table, a performance will be restaged. The piece is a diptych composed by a choreographic proposal and a booklet. * Studying divergent transcriptions and witness reports of Sojourner Truth's speech “Ain’t I a woman”, delivered in 1851, the Read-in collective invites to experiment with techniques of (re/dis)locating text, learning by heart and listening intonationally. * An experiment of extending photography to challenge the archive as a solution for storing the visual memory of Burj al-Shamali refugee camp. This experiment is based on a long-term stay and research in the camp, southeast of Tyre, Lebanon. * A performance of artistic research principles crossing questions of the document, the subject-object relation, and transference in reflection on the historicity of the letterform V, the 8th of May, hence remembering loss and betrayal. * The video "After the Transformation" documents the voice coaching of a transgendered voice and unfolds questions of physical and political transformations through queer memory. * A short video is showing some sequences of a rehearsal situation. friendly musicians (from the groups "plaided", "the bad weed" and "the golden sikhs") meet unprepaired in a rehearsing room. an experimental set up with different artefacts, posters, materials and an undefined outcome. * Three headphones placed on a sofa diffuse a narration on human meteorologies, a transparent miniature standing on the backside of a vinyl lays on a table. Videos are screened on four monitors. * Video fragments are engaged in questions that marked ex-yugoslav space. * A short video showing the Punta Carretas prison in Montevideo, Uruguay, which, in 1971, first gave rise to one of the biggest break outs in history, and then after the dictatorship, the prison was recycled as a shopping centre. Within an instance in history, this work attempts to tackle the indissoluble and conflictual fictions between a disciplined, absent-minded time and an over present past that resists to fade out. Wenn die fünf KünstlerInnen des neu gegründeten und in Wien ansässigen Kollektivs ihre eigenen Hintergründe und Ausdrucksformen zusammenbringen, lassen sie aus den verschiedenen Quellen, sich verändernden Beats, Tempi, Kostümen, aus Raum, Zeit, Körpern und Atmosphären eine ganz eigene choreografische Sprache entstehen, die sich die jeweilige Situation zu eigen macht: gleich einer Infektion, einer Verteilung von Energie, einem ansteckenden Feuer, das sich über die Bühne hin zum Publikum verteilt und sich in den Live- Mix-Sounds und Visuals wiederfindet. Glitschig ist Teil einer länger angelegten Performance- und Recherche-Serie, in der sich Performance und Choreografie mit urbanen Kulturen und popkulturellen Sprachen vermischen. Anschließende FEEDBACK-Abschlussparty by Victoria de Milq & Guests VON UND MIT: Tomate Van Monte (Multimedia-Künstler), Milan Loviska (Performer, Choreograf), Otto Krause aka OOK (Kostüm- und Bühnenbildner), Sebastijan Geč (Performer, Choreograf), Irene Deros aka Discós (Performerin) “Hör mir bitte mal zu, ich kann mir nicht helfen, aber ich bin wirklich der Meinung, dass wir so nicht mehr weitermachen können. Ich halte es für sehr P roblematisch, sollten wir nicht bald auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Warum müssen wir jedesma L wieder von vorne beginnen? W Arum halten wir so sehr am immer gleichen S Y stem fest, ohne jeglichen G rund? Sind wir nur zum Zwecke des Zus A mmenseins zusamMen? Schätzen wir das “Wir” so sehr, dass wir völlig übersehen, wie unproduktiv so ein Verhalten sein kann? Denkst du, dass wir noch irgend E ine Chance haben, oder heißt es für uns: “Game OVER”? Bitte, antworte mir so schnell wie möglich! VON UND MIT: Sebastijan Geč (Performer, Choreograf), Otto Krause (Kostüm- und Bühnenbildner), Milan Loviška (Performer, Choreograf) Maja Osojniks Maja's Musik Markt' fusioniert heuer mit dem Viennese Soulfood-Festival, das Ende April drei Tage lang im Wiener Brut stattfindet. Musik, Diskussionen, Kultur und noch viel mehr - all das erwartet die Besucher bei dieser außerordentlichen Veranstaltung. Im Rahmen von "Kunst im Turm" spielt die mittlerweile äußerst beliebte und bekannte Band rund um Maja Osojnik in den Räumlichkeiten der Vienna Insurance Group auf. Herzlich eingeladen! VON UND MIT: Maja Osojnik (Gesang), Michael Bruckner-Weinhuber (Gitarre), Philipp Jagschitz (Akkordeon, Klavier), Bernd Satzinger (Kontrabass), Mathias Koch (Schlagzeug) Das Duo Dos à Dos (Robert Corazza, Klarinette und Thomas List, Blockflöte) spielt Werke von Angélica Castelló flor y cronopio (UA), Katharina Klement waldareale (UA), Giacinto Scelsi Ko-Lho I, Hans-Jürg Meier presso il passo di cristallina, Maja Osojnik pas de deux Das und viel mehr wollte ich dir schon seit langem sagen (UA) und Vinko Globokar dos à dos. Die Besetzung Blockflöte/Klarinette ist neu und ungewöhnlich. Es gibt de facto kein Repertoire dafür, aber das Entdecken und Ausloten der klanglichen Gemeinsamkeiten und auch Gegensätze ist äußerst reizvoll. Am Beginn der Zusammenarbeit von Dos à Dos standen Werke in offener Besetzung bzw. für zwei Blockflöten, oder für Klarinette mit anderen Instrumenten. Einen ersten Schritt zur Entstehung eines Originalrepertoires bilden die drei Auftragswerke dieses Programms (der drei Komponistinnen Angélica Castelló, Katharina Klement und Maja Osojnik), denen noch viele weitere folgen sollen. Die slowenische Künstlerin Polona Petek, die bereits im Jahre 2011 im Rahmen des Artist-in-Residence-Programms in Wien weilte, stellt nun ihr Werk erstmals dem österreichischen Publikum vor. Polona Peteks Bilder erwecken im Betrachter ein Gefühl der Anspannung und eine damit verbundene Erwartung, der dem Verstand auferlegt, was die Emotion nicht zu erreichen vermag - Synthese und Beruhigung. Doch auch das Denken befindet sich in einer Zwickmühle: Woraus entsteht diese Anspannung? Sie selbst sagt, dass der "Prozess des Denkens und Malens jene Verbindung ist, die zum Gleichgewicht führt", jedoch ist dieses Gleichgewicht nicht statisch. Es regt uns zum Beobachten an und zwingt uns zum Nachdenken. Die meisten gegenwärtigen Kunstwerke versuchen auf jede erdenkliche Art und Weise der Entwicklung der modernen Technologie zu folgen, stellen oft jedoch nur eine schlechte Kopie der Wirklichkeit dar. Gerade in diesem Licht aber sind Polona Peteks eine erfrischende Ausnahme, regen sie uns doch äußerst subtil zum Nachdenken über die grundlegenden Gegensätze der Gegenwart an. (Ernest Ženko) www.polona-petek.si Unter dem Leitthema „collective“ beauftragte sound:frame dieses Jahr verschiedene Wiener KünstlerInnen, gemeinsam eine multimediale Installation für den Ausstellungsraum im MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst zu schaffen. Die Installation bietet Besuchern drei Sequenzen einer räumlich verteilten, synchronisierten Videoinstallation, man bewegt sich innerhalb der arrangierten Objekte im Raum. Eine Klanglandschaft bestimmt den Grundrhythmus der Ausstellung. Die multidisziplinäre Installation setzt dabei beteiligte Elemente und Medien, aber auch inhaltlich unterschiedliche Referenzräume und Disziplinen, in Beziehung zueinander. Christliche Ikonografie wird mit Wabenstrukturen, Stammesriten und anderem gemixt. Creative Direction: depart (Leonhard Lass & Gregor Ladenhauf ) Architektur & Installationen: Gerald Moser & Christina Simmel Foto & Video-Shooting: Andreas Waldschütz & Team Kostüm: Lisi Lang & Team Performance: Sebastijan Geč & Team Eine Kooperation von sound:frame und MAK Eva Petrič erfreut die Wiener Kunstfreunde im April mit einer neuen Ausstellung. Die Vernissage findet am 4. April um 19 Uhr und wird mit der Ansprache von Mag. Nina Katschnig (Museum Gugging) eröffnet. Weitere Details zum Projekt: “Each and everyone, existing on the surface of our planet, has a shadow,” explains Eva Petrič, multimedia artist from Slovenia living and working in Vienna, prior to her exhibition prepared especially for Stilwerk Vienna under the title Shadow Refinery. “We are producing shadows even when we are underground if we are close to source of light. Although shadows belong to everyone, our eyes tend not to notice them. Why then are they here, amongst us? According to Rudolf Arnheim, the role of shadows is to accentuate for us all that, which exists in the reality among us, and which we need to notice. Shadows thus help us to see,” says Eva Petric who will focus here at Stilwerk especially on the absence of shadows that she noticed at the Design Tower. “Namely, every aspect of home, from garden to bathroom is taken care of. But what about shadows?” asks the young artist. In her forthcoming exhibition at the Stilwerk in Vienna in April Eva Petric will focus thus on shadows and how they define our environment – from architecture to home to our psyche. Her installations of analog photographs on transparent plexi glass will stem from her project Gr@y Matter – language of shadows in which she investigates communication abilities of shadows and for which she received the prestigious Vordemberge-Gildewart Grant in 2010, awarded to only one young artist in Europe each year. Yet here at Stilwerk she will show also the other pole of her photographic work, her colored staged photographs created in a performative way, to accentuate the search for ephemeral, the other, for shadows… Eva Petrič, born 1983 in Slovenia, graduated cum laude in Psychology and Visual Art in 2008, Webster University Vienna, and completed her MFA degree in 2010 in New Media at the Transart Institute New York/Berlin (mentors Martina Corgnati, Italy, and Lucien Clergue, France, current president of the French Academy of Arts). Currently she lives in Vienna, engaged in photography, video, performance and creative writing. This year she has been nominated to represent Slovenia at the Venice Art Biennale 2013. She was awarded the Vordemberge-Gildewart Foundation Grant for 2010 and the 2010 Grant of the Ministry for Culture of the Republic of Slovenia. For her video Army of me she received the Čižek award and the recognition as the best short digital video in Slovenia in 2006. Her work was selected as "Art critics' choice" for February 2008 by the Association of the Slovenian Art Critics, and for the International Print Center New York (IPCNY) 2011 Summer exhibition, as well as for the Beijing Internatonal Art Biennale 2012 in Beijing, China. She was finalist for the Pfann Ohman Preis 2011 and Hubert Sielecki Video Preis 2011. As part of Z+E+M art collective she was finalist in 2009 International open call of ID Consonni, for public art intervention in Sondika, Spain. She exhibited in Slovenia, Austria, Italy, Germany, Macedonia, Argentina, China, Philippines and USA. She is the author of two novels, published in five languages and a collection of poetry, published in two languages, illustrated with her photographs. “Each media creates a unique atmosphere that differs from others, despite their common aim – to communicate. Photography, equalizing past and future into present, as of now defines me best,” says Eva Petrič on her work in photography. “I am interested in creating spaces and so I strive to make photographs, be these in the form of images or installations, that are by themselves powerful enough to change the space around them in such a way that they suck viewers in. From the existing spaces I am challenged to develop new space(s). I take the space and develop it further, by extending it, changing it, adapting it to an already existing space, out of which or inside of which potential exists for even many more spaces. I am interested in the phenomena of exponenting - on how may exponents I can reduce a certain existing physical space and/or transform it into many more." "One of the hottest 10 new guitarists in the world." (Guitar Player, June 2008) "Salamon is no longer an up-and-comer: he deserves to be considered in the same breath as contemporary guitar innovators like Kurt Rosenwinkel, Ben Monder and Adam Rogers." (ALLABOUTJAZZ, John Kelman, 2010) Die Ausstellung Silent Revolutions ist eine Auswahl der Designproduktion, die während der ersten zwei dynamischen Jahrzehnte des Bestehens des jungen europäischen Staates entstand. Der Titel der Ausstellung – Silent Revolutions – erzählt von einem Staat mit außerordentlicher Designgeschichte, der sich (noch) nicht als richtungsweisende Designgroßmacht in einem breiteren europäischen Raum etablieren konnte. Die „Stille“ in dieser Geschichte ist die wesentliche Triebkraft des Ausstellungskonzepts, in dem die Spannbreite der jüngsten Designbeispiele im Dialog mit fünf historischen, ikonischen Designgegenständen steht. Die anderen Elemente – der Begriff der „Revolution“ – hingegen erzählen davon, wie einige vorgestellte Fabrikate und Beispiele mit ihren verblüffenden, gewagten Innovationen neue und einzigartige Maßstäbe in der Welt setzten. Die Ausstellung konzentriert sich nicht ausschließlich auf die Erstklassigkeit der einzelnen Produkte, sondern auch auf ihre Rolle im breiteren Kontext des modernen Designs in Slowenien. Dieser Kontext veränderte sich stark mit der Unabhängigkeitserklärung Sloweniens 1991 und dem plötzlichen Sprung zur Marktwirtschaft sowie allem, was dies mit sich brachte. Darum stellt die Ausstellung nicht nur außerordentliche Fabrikate und Designer vor, sondern auch die Kunden, Hersteller und Unternehmer, die bei der Realisierung dieser Projekte eine Schlüsselrolle spielten. Besonderes Augenmerk wird auf innovative Zugänge, außerordentliche Strategien, inspirierende Visionen und eine neue Betrachtungsweise von Design auf der höchst wandelbaren Wirtschaftslandkarte von heute gelegt. Mit dieser Auswahl stehen bedeutende Produkte großer Unternehmen im Scheinwerferlicht, die ihre eigenen Markennamen entwickelt haben sowie spezielle Gegenstände aus Sonderserien, die ausschließlich von Designern hergestellt wurden. Die Ausstellung als Ganzes weist auf den außerordentlichen und vielfältigen Geist dieses Zeitraums hin. Trotz verschiedener paralleler Zugänge im slowenischen Design werden klare, individuelle Kapitel einer mehrschichtigen Geschichte sichtbar. Diese wichtigen, dynamischen Unterschiede werden als Triebkraft und gemeinsamer Nenner des modernen Designs in Slowenien hervorgehoben und akzentuiert. Beim heurigen Figurentheater in Wels sind auch Theatergruppen aus Slowenien zu Gast, die nächsten Auffühhrungen gibt es am Mittwoch, den 13. März zu sehen: Little Night Tales (Matija Solce) Abschlussperformance der Fekete Seretlek Music Group Goran Stefanovski gilt als einer der besten Schriftsteller aus dem ehemaligen Jugoslawien. Sein Stück spielt auf Homers Epos an und schildert zugleich auch den Zerfall seines Heimatlandes. Dieser Odysseus begibt sich auf keine Irrfahrten, sondern versucht in die Heimat zurückzukehren. Dabei erfährt er die Bedeutung familiärer Bindungen, von Treue und von Würde. Doch nicht nur der außergewöhnliche Text, sondern auch die Schauspieler machen das Stück zu einem besonderen Theatererlebnis. Zum ersten Mal ist eine Koproduktion von sechs verschiedenen Theatergruppen und einem Festival aus Ex-Jugoslawien zu sehen: Theatergruppe von Rade Šerbedžija, „Teater Ulysses“ von den Brioni, „Gavella“ aus Zagreb, „Slovensko narodno gledališče“ aus Maribor, „Atelje 212“ aus Belgrad, „Srpsko narodno pozorište“ aus Novi Sad, „Sterijino pozorje“ aus Novi Sad und das „Teatar na navigatorot“ aus Skopje. Es spielen: Ozran Grabarić, Anita Mančić, Branko Jordan, Nataša Matjašec Rošker, Svetozar Cvetković, Boris Isaković, Jasna Đuričić, Dijana Vidušin, Franjo Dijak, Nikola Ristanovski Regie: Aleksander Popovski In Originalsprache mit deutschen Untertiteln. Die slowenischen Musiker Maja Osojnik und Matija Schellander waren mit ihrer Formation Rdeča Raketba beim Eröffnungsabend von „Der Hundsturm bellt!“ zu Gast, um dem Publikum ihr Schaffen und Können näherzubringen. http://www.hundsturm.org/aushecken-vernetzen-realisieren-eroffnungsabend/ Y [:why] is a three-piece band from the northeastern part of Slovenia, who formed in 2004. Their style of music is hard to categorize and describe – it incorporates elements of math and post rock, metal, psychedelia and ambiental into their sound.
In past 7 years Y played a lot of live shows, toured Slovenia a couple of times, toured ex-Yugoslavia with The Canyon Observer, played in the well known club Porgy & Bess in Vienna, an open air concert at the event: Simulation of the Future Traffic, their range of different stages spreads from jazz clubs to the festival of nature and music in the Triglav National Park.
During this time they released the EP »Germ« for the label God Bless This Mess Records and collaborated with the young electronic artist Neuf Meuf. Last year they released their first official album »Blessing Alarm«, also for God Bless This Mess records. Die Stimmen von Propella tönen, flüstern, sprech-singen im Chor zu Bass, Gitarre und – neuerdings – zu Schlagwerk.
Die Drumbeats vom Laptop sind verschwunden.
Die Musik des weiblichen Trios ist eine Mischung aus Rock, Indie und Pop mit einer Prise Punk. Rau, roh und sensibel.
„I can dance“ singen Babl Raketa und Nadine Abado im Song "Dancer", nach dem auch die erste EP benannt ist, die 2010 veröffentlicht wurde.
Mit Heike Mangold am Schlagzeug stimmt der Titel noch immer. We can dance!
Eintritt: 6,- Der slowenische Akkordeonist Bratko Bibič mit dem Ziehharmonischen Orchester Wien aus bei der Eröffnungsgala des 14. Internationalen Akkordeon Festivals im Kuppelsaal der TU Wien auf. Bibič ist seit dein Achtzigerjahren ein Fixstern am slowenischen bzw. damaligen jugoslawischen Volksmusikhimmel und kann mit seinen Formationen als auch als Solokünstler Erfolge auf der ganzen Welt verbuchen. MOBILIS-Saxophonquartett sind vier junge SaxophonistInnen, die sich bemühen dem klassischen Saxophon in Österreich einen neuen Stellenwert zu sichern: Michael Krenn (Sopransaxophon, Österreich), Janez Uršej (Altsaxophon, Slowenien), Yukiko Iwata (Tenorsaxophon, Japan), Goran Jurković (Baritonsaxophon, Kroatien). Im 2011 wurde MOBILIS-Saxophonquartett mit dem Preis "Bank Austria ARTIST OF THE YEAR" ausgezeichnet. Die internationale Besetzung des MOBILIS-Saxophonquartetts mit unterschiedlichen kulturellen Einflüssen spiegelt sich auch in einem breitgefächerten Repertoire wieder. Dieses umfasst frühe Originalliteratur bis hin zu modernen zeitgenössischen Werken. Auch ausgewählte Transkriptionen verschiedener Epochen werden in Konzertprogramme eingebunden. Das Quartett möchte versuchen auch Kompositionen aus der jüngeren Vergangenheit einem offenen Publikum näherzubringen. Auch die direkte Zusammenarbeit mit KomponistInnen nimmt einen wichtigen Platz in der Arbeit des Quartetts ein. Im Musikverein werden Werke von Domenico Scarlatti, Jun Nagao, Steven Verhelst, Karlheinz Essl, Boris Papandopulo, Robert Planel und Astor Piazzolla zu hören. Slowenien ist eines der wenigen Länder, in denen der Kultur ein eigener Staatsfeiertaf gewidmet ist, und zwar am 8. Feber, dem Todestag des slowenischen Dichters France Prešeren. Um ihn auch mit den sogenannten „Exil-Slowenen“ gebührend zu begehen, besuchte der slowenische Präsident Borut Pahor am 6. Feber die Botschaft in Wien. Im Rahmen dieses offizielen Empfangs trat auch die junge Musikformation John Cage FOUR5 auf, die aus jungen slowenischen Musikern besteht, die in Österreich leben und schaffen. Die Gruppe spielt Variationen der Werke von John Cage. Während des Abends standen die Musiker nicht konstant auf einem Platz, wie man es üblicherweise gewohnt ist, sondern platzierten sich zufällig in den vielen Räumen der Botschaft, um die Besucher jederzeit und allernorts in den Genuss ihres Schaffens zu bringen. Anlässlich des slowenischen Kulturtags am 8. Februar laden SKICA und das Slowenische Wissenschaftsinstitut SZI zur Akademie. Nach der Begrüßung von Univ. Doz. Dr. Vincenc Rajšp, Direktor des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien, hält die slowenische Journalistin der Tageszeitung Delo Jasna Kontler Salamon ein Referat mit dem Titel „Alle Talente sind gleichwertig“. Eröffnung der Ausstellung der slowenischen Malers Jože Tisnikar (1928-1998). Über den Künstler und seine Werke spricht Katarina Hergold Germ, Kuratorin der Galerie der bildende Kunst in Slovenj Gradec. Musikalische Umrahmung: Musica cubicularis (Barbara Tišler – Sopran, Domen Marinčič – Viola da gamba, Tomaž Sevšek – Chemballo) Die Bilder des slowenischen Künstlers Jože Tisnikar beunruhigen jeden, der seinem künstlerischen Schaffen begegnet. Seine Lebensgeschichte, die vor allem durch seine Arbeit in der traumatischen Umgebung einer Krankenhausprosektur geprägt war, bestimmte auch sein künstlerisches Schaffen und die Auswahl der Motive. In seinen Bildern spiegelt sich der ewige Kreislauf von Leben und Tod, die im Betrachter ein Bewusstsein für die Vergänglichkeit und Fragilität der menschlichen Existenz auslösen. Tisnikar entwickelte einen einzigartigen figuralen Ausdruck, stilistisch wird er im dunklen Modernismus angesiedelt. Seine Arbeiten, die aus der erschütternden Erfahrung einer alltäglichen Begegnung mit dem Tod hervorgegangen sind und die uns mit ihrer unfassbaren Ausdruckskraft mit der Vergänglichkeit konfrontieren, erinnern aber auch an die Kostbarkeit jedes Augenblicks, der uns gegeben ist. Das Ensemble musica cubicularis wurde 2004 gegründet. Der Programmschwerpunkt des Ensembles liegt bei Musik des 17. Jahrhunderts und die Musiker nehmen in ihre Konzertprogramme regelmäßig weniger bekannte und unveröffentlichte Werke auf. Die Besetzung und Größe des Ensembles wird dem jeweiligen Programm angepasst. Das Ensemble arbeitete bisher mit Sängern, Violinisten, Zinkenisten, Posaunisten, Blockflötisten, Lautenisten und einem Jazz-Saxophonisten zusammen. Es gab zahlreiche Konzerte in Slowenien, Italien, Deutschland und Spanien, u.a. bei Festivals wie Festival Radovljica, SEVIQC Brežice, Festival der Mittelalter- und Renaissancemusik Ljubljana, Münsterland Festival, Musica Cortese, Festival Toscano di Musica Antica, Nei Suoni dei Luoghi und REMA Showcase. Barbara Tišler studierte Gesang an der Universität Mozarteum Salzburg bei Elisabeth Wilke und Breda Zakotnik. 2002 gewann sie den 1. Preis beim IV. Internationalen Johann Heinrich Schmelzer-Wettbewerb in Melk und wurde Preisträgerin des XIII. Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerbs in Leipzig. Sie ist als Solistin mit Ensembles aufgetreten wie dem Clemencic Consort, der Batzdorfer Hofkapelle, der Akademie für Alte Musik Berlin, der Capella Coloniensis und der Musica Antiqua Köln. Žiga Faganel studierte Violine bei Alice Schoenfeld an der Thornton School of Music der südkalifornischen Universität in Los Angeles. Er wirkte als Konzertmeister in slowenischen und internationalen Jugenorchestern und ist seit 2009 Mitglied des Orchester der Slowenischen Philharmonie. 2008 nahm er mit Domen Marinčič und Tomaž Sevšek eine CD mit Violinsonaten von Giuseppe Tartini auf. Er spielt eine Barockvioline eines süddeutschen Meisters aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Domen Marinčič studierte Viola da Gamba bei Philippe Pierlot an der Hochschule für Musik Trossingen. Zudem erwarb er ein Cembalodiplom und absolvierte ein Aufbaustudium im Generalbass. 1997 gewann er den höchsten Preis beim 1. Internationalen Bach-Abel Wettbewerb in Köthen. Er spielte einige Jahre im Ricercar Consort und tritt als Mitglied des Ensemble Phoenix Munich in ganz Europa auf. Er wirkte bei CD-Produktionen für Labels wie Aeolus, Ricercar, Oehms Classics und Harmonia Mundi France mit. Tomaž Sevšek studierte Orgel bei Zsigmond Szathmáry und Cembalo bei Robert Hill an der Hochschule für Musik Freiburg. Ein Jahr lang studierte er im Rahmen eines Austauschstudiums Orgel bei David Higgs und Cembalo bei Arthur Haas an der Eastman School of Music in Rochester, New York. Er konzertiert als Solist im In- und Ausland (Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Spanien, USA) und spielt als Cembalist regelmäßig mit dem Streichorchester der Slowenischen Philharmonie. „Das Gesetz steht über und allen. Der Schluckauf – über jedem Gesetz.“ Wie kann der Einzelne in einem System bestehen, das im Begriff ist, sich aufzulösen? Nach dem Poem von Venedikt Erofeef. Am 23. Jänner um 20 Uhr findet die Premiere des Theaterstücks „Moskau – Petuški“ statt, für welches die slowenische Musikerin Maja Osojnik die Musik beigetragen hat. Weitere Vorstellungen: 25. und 26. Jänner um jeweils 20 Uhr. Regie: Hannan Ishay / Komposition: Maja Osojnik / Schauspiel: Nenad Smigoc / Dramaturgie: Felix Dietlinger / Produktion: Laura Tille / Kostüm: Anna Granat / Graphik: Felix Theile Band: Maja Osojnik - Stimme, Paetzoldbassblockflöte, Electronics / Raumschiff Engelmayr - E-Gitarre, Electronics / Matija Schellander - Kontrabass, Modular Synthesizer / Bernhard Breuer - Schlagzeug / Tontechnik - Alfred Reiter Eintritt: 15/12 Euro Skizzenbuch
Shifts in Time: Performing the Chronic
Mumok Kino, Museum Moderner Kunst, Museumsquartier, 1070 Wien
Victoria de Milq: Glitschig
Tanzquartier Wien, Museumsplatz 1, 1070 Wien
After this, therefore because of this (Uraufführung)
Tanzquartier Wien, Museumsquartier, 1070 Wien
Maja's Musik Markt beim Viennese Soulfood-Festival
BRUT Künstlerhaus, Karlsplatz 5, 1010 Wien
Maja Osojnik Band bei "Kunst im Turm"
Vienna Insurance Group, Schottenring 30, 1010 Wien
Dos à Dos spielen Maja Osojnik
Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien
Polona Peteks Kunst in Wien
Slowenisches Wissenschaftsinstitut, Seilerstätte 2, 1020 Wien
Ausstellung "The House of Drift" / sound:frame
MAK, Österreichisches Museum für Kunst/Gegenwartskunst, Weiskirchnerstraße 3, 1010 Wien
Eva Petrič: Shadow Refinery
stilwerk im Designtower, Praterstraße 1, 1020 Wien
SAMO ŠALAMON mit PAUL McCANDLESS & ZLATKO KAUCIC
Porgy&Bess, Riemergasse 11, 1010 Wien Links
Silent Revolutions. Gegenwärtiges Design in Slowenien.
designforum Wien, Museumsquartier, 1070 Wien
SilentRevolutions Press Release (PDF, 997kB) ![]()
Design in Slowenien (PDF, 4.2 MB) Links
Slowenische Künstler beim Internationalen Figurentheaterfestival Wels
Stadttheater Wels, Kaiser-Josef-Platz 50, 4600 Wels
"Odisej" von Goran Stefanovski
Theater Akzent, Theresianumgasse 18, 1040 Wien
Rdeča Raketa @ Der Hundsturm bellt!
Hundsturm, Margaretenstraße 166, 1050 Wien
LIVE: Y [:why] + Propella
Shelter, Wallensteinplatz 8, 1200 Wien, Wien Links
Bratko Bibič zu Gast beim Akkordeon Festival
Kuppelsaal der TU Wien, Karlsplatz 13, 1040 Wien
MOBILIS-SAXOPHONQUARTETT
Musikverein, Gläserner Saal/Magna Auditorium, Musikvereinsplatz 1, Wien Links
Empfang zum slowenischen Kulturfeiertag
Botschaft der Republik Slowenien, Kolingasse 12, 1090 Wien, Wien
Akademie zum slowenischen Kulturtag
Slowenisches Wissenschaftinstitut, Seilerstätte 1, 1010 Wien, Wien Links
Premiere „Moskau - Petuški“
Palais Kabelwerk, Oswaldgasse 35a, 1120 Wien
Janez Janša wird in seinem Vortrag über die Publikumsreaktionen und -interaktionen sprechen, die seine Installation Wailing Wall im öffentlichen Raum ausgelöst hat. Außerdem geht es um künstlerische Ansätze, die sich mit dem Thema „Wachstum“ beschäftigen.
Warum schämen wir uns, wenn uns jemand weinen sieht? Was ist das für eine Kultur, die uns dazu zwingt, unsere Emotionen zu verstecken? Wieso weinen Politiker und Stars nur dann in der Öffentlichkeit, wenn es Ihnen von ihren PR-Beratern zugetragen wurde? Wieso wird die Kunst immer kühler, spektakulärer und geht an die Gefühle des Betrachters mit kontrollierten Tricks heran, die auf ebendiese Gefühle auf stereotype Art und Weise einwirken? Und warum vermeidet es die moderne Kunst, sich mit den intimsten Emotionen des Betrachters auseinanderzusetzen?
http://www.maska.si/index.php?id=154&tx_ttnews[tt_news]=524&cHash=3b6a4e8c0c61915d3193842bf36cdf76
In broken.heart.collector geben sich fünf der speziellsten Vertreter unausgesteckter Pfade die Klinke in die Hand, hat sich gefunden, was zusammen gehört: Vokalkünstlerin und Bassflötistin Maja Osojnik, die von Black-Metal-Gegrowle bis zu slowenischen Volksliedern sämtliche Stücke beherrscht und wegen dieser Spannbreite auch in einer Vielzahl verschiedenster Combos aktiv ist (rdeča raketa, maja osojnik band, frufru, subshrubs); Bassklarinettistin Susanna Gartmayer, ebenfalls kein unbeschriebenes Blatt, bekannt aus Gruppen wie Möström, dem Gemüseorchester und der hiesigen Improvisationsszene mit all ihren verschiedenen Gesichtern; und dann wären da noch Bulbul, die das klassische Rock-Line-Up (Bass, Gitarre, Schlagzeug) seit Jahren dazu verwenden, um es bis über die Grenzen hinaus zu treten und sowohl konzeptuelle Umweltgeräuschplatten wie auch die cleversten Schweinerockknaller hochgehen zu lassen, die im Bereich des Unmöglichen liegen. Ab 24 Uhr DJ-Line mit DJ Engelmayer & Kern
http://brokenheartcollector.klingt.org
AK 10,- / VVK 8,- Jugendinfo
Im Zuge des Musikalischen Adventkalenders tritt Maja Osojnik mit ihren Musikern in Wien bei den Breitenseer Lichtspielen auf. Drei versierte MusikerInnen und kreative Freigeister zwischen und über den Stühlen, Stilen und Genres, die auch bei der Maja Osojnik Band gemeinsam spielen, nehmen sich als Trio noch mehr Raum für Improvisation und freie Materialerweiterung ihres Lied- und Geräuschguts zu Liebe und Tod. "Der letzte Zugvogel hebt seine Flügel, zum Himmel den Blick, ein Schwung und zwei und drei, die Sonne wandelt ihn zu Gold" (Maja Osojnik). Maja Osojnik: Stimme, Recorders, Electronic Devices Michael Bruckner-Weinhuber: Dobro, Devices Mathias Koch: Schlagzeug
While the death of Yugoslavia was part suicide and part murder, it was to a great degree the lack of (economic) solidarity that broke the country part. The northern republic of Slovenia, for example, began to fear that its financial contributions to the former Yugoslavia’s shared public funds were being squandered by less developed republics and corrupt government spending. Is something similar happening in Europe today? If so, can we draw some lessons from the past that might help the future of the common European project? PARTICIPANTS: Aleš Debeljak (Professor of Cultural Studies, University of Ljubljana), Anton Pelinka (Professor of Political Science, Central European University, Budapest, IFK_Guest of the Director) Podium in Englischer Sprache
Aleš Debeljak (1961) diplomierte in Komparatistik in Ljubljana und doktorierte an der Maxwell School of Citizenship an der Syracuse University in New York. Er veröffentlichte u. a. acht Gedichtbände, zwölf Essaybände, übersetzte Gedichte von Johny Ashbery und redigierte mehrere Anthologien. Für seine Arbeit empfing er mehrere nationale als auch internatipnale Preise, seine Bücher wurden in 19 Sprachen übersetzt, auf Deutsch sind die Werke „Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies“ (Wieser, 2004) sowie „Untergang der Idole“ (Wieser, 1994) erhältlich.
Eine Kooperation des IFK mit SKICA
Der slowenische Autor Aleš Šteger (1973) wird am Dienstag, den 11. Dezember, aus seinem neuen Gedichtband "Buch der Körper" (Schöffling & Co) lesen. Šteger ist Verfasser von Lyrik, Prosa und Essays, außerdem Übersetzer aus dem Deutschen, Englischen und Spanischen. Zuletzt in deutscher Sprache erschienen: »Kaschmir« (2001); »Buch der Dinge« (2006); »Der Handschuh: Albert oder die höchste Form der Hinrichtung« (2011).
Die fragilen, schlichten Abbildungen des Malers Žiga Okorn, die mittels Erdpigmenten und einigen Wassertropfen zu Papier oder auf die Leinwand gebracht werden, öffnen Perspektiven, die wir nach innen hin zwar leben, allerdings zu wenig auch nach außen hin verwirklichen. Es sind die Einberufungen unserer empfindlichen, jedoch starken Zustände, eine Verbindung von Körper und Verstand, Hand und Geist, Kopf und Herz. Das künstlerische Fundament der Abbildung, dem weder die östliche noch westliche Kultur fremd sind, wird in einer Sprache angesprochen, das - weil es der Kunstfertigkeit vertraut und die Tradition kennt - Raum für Phantasie und Einfallsreichtum des Betrachters schafft.
„Abbild deiner Offenheit“ ist eine Kunstaktion von Žiga Okorn, mit der er anlässlich seiner Soloausstellung in der ProduzentInnen Galerie Schleifmühlgasse 12-14 im Dezember 2012 die Stadt Wien und deren Institutionen (Bezirksvorstehung 1040, Akademie der Wissenschaften und Dorotheum Wien) mit dem Kunstraum verbindet. Durch das Aufhängen eines der Bilder des Künstlers wird der Arbeitsraum verändert und der gewohnte Blick des Arbeitnehmers irritiert. Die Texte beziehen sich auf den Menschen und seine Arbeit, auf die Verbindung zwischen dem Gebäude, in dem der Arbeitsplatz situiert ist und dem Mitarbeiter, der diesen Platz einnimmt, zwischen Initiative des Einzelnen und der Gemeinschaft. Diese Künstlerische Intervention kann dem Arbeitnehmer durch ein Kunstwerk das Leben verschönern, verändern, verstören.... auf jeden Fall wird es die Gewohnheit unterbrechen und neue Inputs geben oder kreative Impulse setzen.
Die Ausstellung ist von 7. bis 31. Dezember, jeweils Donnerstag und Freitag von 14-19 sowie Samstag von 10-15 Uhr zu besichtigen.
http://12-14.org/2012-Ziga-LiebegegenAngst/
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Iolanta (Konzertante Aufführung in russischer Sprache)
Das Orchester der Slowenischen Nationalphilharmonie sowie der Slowenische Kammerchor gastieren im Konzerthaus Wien und untermalen Tschaikowskys „Iolanta“ mit ihren Klängen. Tschaikowskys märchenhafte Oper um das Schicksal einer blinden Prinzessin, die durch die Kraft der Liebe ihr Augenlicht zurückgewinnt, ist in Russland bis heute ungeheuer beliebt. Anna Netrebko, in Salzburg 2011 als „Idealbesetzung“ von Kritik und Publikum umjubelt, hat sich dieses Werk für ihren Auftritt im Wiener Konzerthaus gewünscht. In der Tenorrolle des Count Vaudemont steht Sergey Skorokhodov an ihrer Seite. Gemeinsam waren beide schon in Donizettis „Lucia di Lammermoor“ zu erleben. Das exquisite SolistInnenensemble ergänzen der junge amerikanische Bariton Lucas Meachem und der aus der Wiener Staatsoper bekannte Bass Vitalij Kowaljow, der neben Anna Netrebko und Rolando Villazón den Colline in „La Bohème“ gesungen hat.
Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Abonnementbestellung finden Sie auf http://www.greatvoices.at
Veranstalter Universal Music Arts & Entertainment (UMAE)
Bei der diesjährigen Buch Wien stellte sich auch die slowenische Illustrationskunst vor. Organisiert von SKICA waren gleich zwei Ausstellungen einer zu besichtigen. Die übersichtliche Ausstellung slowenischer Kinderbuchillustration stellte Arbeiten slowenischer Illustratoren vor, die zwischen 1954 und 2011 entstanden sind. Die Ausstellung wurde vom Verlag Mladinska knjiga zur Verfügung gestellt, die Auswahl der Arbeiten traf Pavel Učakar. Außerdem stellten sich der Wiener Öffentlichkeit auch die Preisträger der diesjährigen 10. Slowenischen Biennale der Illustration vor, diese Ausstellung ist noch bis Ende Jänner im Cankar Haus in Ljubljana zu besichtigen.
Ungeachtet der sprachlichen Einschränkungen des Marktes verfügt Slowenien über eine reichhaltige Tradition der Buchillustration. Bei der Ausstellung in Wien wurden die Arbeiten der wichtigsten slowenischen Illustratoren vorgestellt, von Tone Kralj und seiner Darstellung des Martin Krpan bis hin zu den Dinosauriern von Lila Prap.
Sprache ist nicht einfach nur zur Kommunikation da, „jede Sprache birgt in sich die kulturellen Erfahrungen ihrer Gruppe,“ wie es Maja Haderlap präzise formuliert hat. Um diesen Schatz zu bewahren, ist es besonders für kleinere Sprachen wichtig, Originalliteratur zu fördern. In Slowenien – mit knapp 2 Millionen Einwohnern – erscheinen jeden Tag 15,4 Bücher, 10,7 davon sind slowenische Originalausgaben.
Das erste slowenische Kinderbilderbuch erschien vor 101 Jahren, seitdem erscheinen regelmäßig sowohl slowenische Bilderbücher als auch zahlreiche Übersetzungen der Juwelen der Weltkinderliteratur. Der wichtigste Meilenstein jedoch ist das Jahr 1953: Damals wurde die Bilderbuchreihe „Čebelica“ (Die Biene) gegründet, die heutzutage noch immer für die beliebtesten Neuerscheinungen sorgt. Auch in Slowenien hat das Bilderbuch seinen größten Erfolg nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht. Zu diesem Erfolg haben besonders drei Faktoren beigetragen: die wachsende Natalität, relative soziale Sicherheit und die Überzeugung, dass ein Buch der beste Erzieher ist.
In den 50er Jahren illustrierten die besten und berühmtesten Künstler auch Kinderbücher und führten so hohe künstlerische Standards ein, die noch bis heute gelten. Damals wurde das Bilderbuch auch zu einem „Monolithen aus Text und Illustration“, also zu einer untrennbaren Einheit. Das goldene Zeitalter waren die 70er mit zahlreichen Klassikern, die die heutige Generation von IllustratorInnen stark geprägt hat. In den 80er Jahren gelang mit den Autorenbilderbüchern ein Trend, den Lila Prap in den letzten Jahren mit großem - auch internationalem - Erfolg weiterentwickelt hat. Ihr perfektionistischer Minimalismus ist gleichzeitig auch eine klare Antwort auf den zum Luxus neigenden, fast kitschigen, oft in 3D dargestellten Stil der letzten zwei Jahrzehnte.
Und was bringt die Ära der Digitalisierung? „Die Kindheit, die ich in Bilder übersetze, ist meine Kindheit. Trotzdem sollte man einiges aktualisieren, ich kann z. B. keine flachen Schultaschen oder antiken Plattenspieler mehr zeichnen“, sagt – nach 50 Jahren und fast 200 Bilderbüchern – eine der berühmtesten slowenischen Illustratorinnen, Jelka Reichmann, bekannt durch ihre sanfte Idealisierung der Welt. Bilderbücher bergen auch eine gewisse Nostalgie in sich: Eltern kaufen Bücher, die sie als Kinder selber gerne gelesen haben. Und so dreht sich die Welt weiter, mit oder ohne Digitalisierung.
Beim Benefizkonzert der Initiative Minderheiten spielt diesmal auch die slowenische Maja Osojnik Band auf, weitere Künstler sind EsRaP, Mika Vember & Martti Winkler und Moša Šišic & the Gipsy Express sowie 2 DJs auf 2 Floors: mäxmara & vina yun & sissyboy (CLUB FIORUCCI per strada). Karten sind im Vorverkauf bei der Jugendinfo Soundbase um 7 Euro zu erstehen, die Abendkassa beträgt eine Spende von 9 Euro, wobei höhere Spenden gern willkommen sind.
In Anlehnung an das jährlich stattfindende Festival „New Adits“ – Festival für Gegenwärtige Musik in Kärnten, findet nun eine neue Vernetzung/Grabung in Wien statt. Es werden Momentaufnahmen wie auch Kompositionen der Künstlerinnen & Künstler zu hören sein.
Elena Kakaliagou (GR) Horn, Stimme
Petr Vrba (CZ) Trompete, Klarinette, Lautsprecher
Maja Osojnik (SLO) Elektronik, Subbassblockflöte
Igor Gross (A) Schlagwerk
Matthias Erian (A) Elektronik
Thomas Stempkowski (A) Kontrabass
Ingrid Schmoliner (A) Klavier, Stimme
Eine Geschichte über die schönste Sache der Welt erzählt mit Flirren, Knarren, Knacken, Johlen, Jammern, Knirschen und Jauchzen
Das Stück basiert auf einem alten Inuit-Märchen, in dem sich ein einsamer Fischer in eine Seehundfrau verliebt. Allerdings muss er sie gemeinsam mit ihrem (Seehund-)Fell nach sieben Jahren wieder freigeben. Aus ihrer Liebe entsteht ein Sohn namens Oruk. Als es ihr jedoch mit den Jahren zunehmend schlechter geht, will der Mann den eigentlichen Grund dafür nicht wahrhaben und verschweigt seinem Sohn zunächst die Herkunft seiner Mutter. Eine Geschichte über Kindsein, Beziehungen und die zerstörerische und leidenschaftliche Kraft der Sinnlichkeit.
In unserer Inszenierung erzählen zwei Schauspieler, eine Sängerin und drei MusikerInnen die zeitlose Geschichte über Liebe, Verlust und Identitätskonstruktionen. Sie arbeitet mit einfachen, sinnlichen Mitteln und stützt sich auf das räumliche Klangkonzept sowie die enge Verstrickung von Musik, Stimme und Tanz. Klang ist tragendes Element der Inszenierung. Geräusche, Stimmen und Musik spinnen sich stetig weiter und konstruieren den Bogen. Lieder, Sprechgesänge, Sounddesign-Elemente, ein flirrender Klangteppich und knarrende Eisschollen erzählen die Geschichte einer zerbrechlichen Liebe für Klein und Groß.
KünstlerInnen-Gespräche
An zwei Nachmittagen besteht die Möglichkeit, mehr über den Werdegang der Produktion sowie persönliche Herausforderungen und künstlerische Entscheidungen zu erfahren, Fragen zu stellen oder Feedback zur Vorstellung zu geben: Do. 15. Nov. 18:15 Markus Hirsch, Institut für Musikpädagogik Wien, im Gespräch mit dem Komponisten Jesse Broekman. Fr. 16. Nov. 18:15 Sabine Muhar, Schauspielerin und Lehrbeauftragte an der Konservatorium Wien Privatuniversität, im Gespräch mit der Regisseurin Sara Ostertag.
Das Stück "Köter, Muschi und Schwuchtel" ist das erste Theaterstück, das Gregor Fon geschrieben hat. Er portraitiert das Treffen dreier alter Klassenkollegen, die sich an einem Punkt ihres Lebens wieder treffen, an dem sie alle Illusionen verloren haben. Sie haben sich Jahre nicht gesehen und dann vereinbaren der Polizist Vlado, der Fernsehmoderator Drago und der Handwerker Darko ein Wiedersehen in einer schäbigen Bar, um ihre alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Die Nacht, in der sie sich nur betrinken wollen, wird zu der Nacht, die ihr Leben für immer verändert. Die Produktion ist wegen ihres großen Erfolges bereits seit Mai 2010 am Spielplan des Stadttheaters Ljubljana.
Regie: Primož Ekart
Dramaturgie: Eva Mahkovic
Bühnenbild: Tomaž Štrucl za Estrihe in Omete
Kostüm: Elena Fajt
Fotos vom Stück: Peter Uhan
Koproduzent: Imaginarni
Es spielen: Sebastian Cavazza, Gašper Tič, Gregor Gruden, Petra Veber Rojnik / Mirjam Korbar Žlajpah
Das Stück wird auf Slowenisch mit deutschen Untertiteln gespielt .
Stellen Sie sich vor, ein König bleibt aus Angst vor seinen Rebellen einfach auf seinem Thron sitzen. Tag für Tag, sogar in der Nacht und sein einziger Kontakt zur Außenwelt sind die Töne, die verschiedensten Töne aus allen Teilen seines Palastes: die Schritte der Diener, das Getuschel vor den Türen, Fanfaren, Straßenlärm, aufgebrachte Stimmen von Demonstrante … Doch plötzlich trägt der Wind die singende Stimme einer Frau durch das offene Fenster. Es ist eine Stimme von einzigartiger Schönheit, rein und unersetzlich. Für den König ist es die Stimme der Freiheit. Peter Kus ist mittlerweile ein Highlight auf allen internationalen Festivals.
Alter: ab 7 Jahren
Spieldauer: 45 Minuten
Sprache: Deutsch
Figurenart: Objekte
€ 10,00 für Erwachsene (Kinder die Hälfte)
Regie: Peter Kus
Ausstattung: Gregor Lorenci
Musik: Peter Kus
Auch heuer findet vom 20. Oktober bis 3. Dezember erneut das Festival Bock auf Kultur statt, bei dem in verschiedenen Locations zahlreiche nationale wie auch internationale Künstler ihr Können unter Beweis stellen werden, darunter auch die 1997 gegründete slowenische Band Elvis Jackson. Die fünf Musiker spielen am 26. Oktober im Rahmen von Bock auf Kultur im legendären Wiener U4 eines ihrer Konzerte. Die Band, die binnen kürzester Zeit auch über die Grenzen Sloweniens hinaus Bekanntheit erlangte, veröffentlichte bisher vier Alben (zuletzt 2009 „Against the Gravity“) und hat sich musikalisch dem Ska-Punk verschrieben, jedoch sind in ihrer Musik auch Reggae- und Metal-Elemente zu finden.
Das The Bring In Take Out Living Archive (LA) nimmt kontinuierlich künstlerische, kreative und forschungsrelevante Mittel auf und erzeugt mit diesen einen interaktiven Raum, der aus einer zeitgenössischen Kunstausstellung, einem Ausstellungslabor und einem öffentlichen Archiv besteht.
Das Konzept – es bezieht sich auf den (post)jugoslawischen Raum und darüber hinaus – ist durch die feministischen Strategien des Schaffens und Sensibilisierens einer Öffentlichkeit, sowie der Erstellung und Weiterentwicklung eines transformativen Archivs durch Kunst, Theorie und Praxis motiviert. Alle LA-Ausgaben werden von einem Ausstellungslabor im Kontext einer interaktiven zeitgenössischen Kunstausstellung produziert, die rund um auftretende gesellschaftliche Themen konzipiert ist. Zum Ausstellungslabor gehören „Arbeitsstationen“ wie das Audio/Video Booth, wo live Künstlergespräche, Diskussionen und Interviews dokumentiert und präsentiert werden; das Perpetuum Mobile – einer kontinuierlich wachsenden Videokunst-Kompilierung, sowie einer Dokumentation von Werken anderer Kunstmedien; der Readingroom, wo der LA-Fragebogen über Feminismus und Kunst ausgefüllt und diskutiert wird, und Bücherpräsentationen stattfinden.
In Wien materialisiert sich The Bring In Take Out Living Archive durch Aktivitäten in der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) und im Open Space/Open Systems, Zentrum für Kunstprojekte (OS). In der VBKÖ wird eine kollaborative Installation gezeigt, die auf dem LA Fragebogen basiert und sich aus den Ergebnissen des LA Reading Room-Workshop generiert, sowie Dokumentation des LA Audio/Video Booth und des LA Perpetuum Mobile und Blic Jackpot Newspaper, eine Installation von Borjana Mrdja. Im Open Systems werden die Arbeiten der Künstlerinnen Andreja Kulunčić (Zagreb), Meta Grgurevič und Urša Vidic (Ljubljana), Borjana Mrdja (Banja Luka) und weitere LA-„Arbeitsstationen“, die Perpetuum Mobile Videokompilierung und andere Elemente des LA AusstellungsLABs präsentiert.
http://bringintakeout.wordpress.com
In Zusammenarbeit mit: WIEN WOCHE OPEN SYSTEMS, ZENTRUM FÜR KUNSTPROJEKTE CRVENA Association for Culture and Art, Sarajevo MINA Institute for Socially Engaged Art and Theory, Ljubljana
Unterstützt von: BMUKK Wien Kultur
Die junge slowenische Ausnahmekünstlerin Eva Petrič gastiert bis zum 17. November mit ihrer Ausstellung Let Me See Your Face in der Galarie Peithner-Lichtenfels, die Vernissage findet am 11. Oktober um 19:00 Uhr statt.
Let me see your face
The face is the part of oneself which one reveals to the world at large, whether we like it or not. The face is the ego laid bare. The face is brutal when it comes to truth. It shows our truth whether we want it or not, whether we are aware of it or not. The face is a paradox: it is the only part that we reveal all the time, yet we cannot see what we reveal. Nobody has ever had direct sight of his or her face, it can only be seen with the help of a mirror or a photograph. Faces are not for their owners, but for others. To understand a face requires deliberation, patience, respect and with them, love. To study a face without loving it is to debase it, to destroy it, to murder it and to subject it to vivisection.
EVA PETRIČ (from the exhibition statement)
Lesung von Srdjan Tešin: Durch Wüste und Staub (Drava, 2012) In seinem äußerst turbulenten Abenteuerroman Durch Wüste und Staub (Drava,2012) stellt der serbische Autor und Journalist Srdjan Tešin (geb. 1971)einer durch politische und soziale Umbrüche verwüsteten Wirklichkeit einepoetische Reise in 49 Etappen entgegen – vom bosnischen Sarajevo über Budapest und Wien nach Afrika. Tešin ist zudem einer der Teilnehmer der Wiener Soundspaziergänge, die zur Lesefestwoche 2012 mit „visiting Museumsquartier“ in die nächste Runde gehen. Gemeinsam mit anderen mittel- und südosteuropäischen AutorInnen ist Tešin in diesen intermedialen Grenzgang eingebunden.
Vorstellung der Wiener Soundspaziergänge und des Bandes Mit allen Wassern. Donaukanalisierungen (hg. von Elena Messner und Eva Schörkhuber, Sonderzahl, 2012). Der Donaukanal – städtebauliche Maßnahme, Zweckarchitektur, dessen ursprüngliche Funktion als Transportweg im Lauf der Zeit verloren gegangen ist. In den letzten Jahren wurde die scheinbar zwecklose Schneise in der urbanen Landschaft zum trendigen Treffpunkt. Abseits der chicen Neunützung nahm eine Gruppe junger AutorInnen aus Österreich, Serbien und Kroatien den Donaukanal als Ausgangspunkt unterschiedlicher Übersetzungen: von einem Ufer auf das andere, von einer Sprache und Kultur in die nächste, vom Gesprochenen ins Geschriebene, vom Gehörten ins Gelesene.
Durch den Abend führen die Herausgeberinnen Elena Messner und Eva Schörkhuber im Dialog mit Srdan Tešin und den Autorinnen Ursula Knoll und Antonia Rahofer.
Danach sorgen die SKUG-DJs David Višnjić und Simon Olipitz musikalisch für die richtige Stimmung.
http://www.textfeldsuedost.com/veranstaltungen/buch-und-projektvorstellung-literaturhaus-2012
Vier slowenische Autorinnen und Autoren stellen sich dem österreichischen Publikum mit einer Auswahl ihres Werks vor und bieten somit einen Einblick in die junge zeitgenössische Literatur aus Slowenien. Die Texte werden sowohl auf Slowenisch als auch auf Deutsch in der Übersetzung von Metka Wakounig bzw. Urška P. Černe und Uljana Wolf vorgestellt.
Im Anschluss an die Lesungen moderiert Erwin Köstler (Übersetzer und Herausgeber der deutschprachigen Ivan Cankar-Werkausgabe) ein Gespräch mit den vier AutorInnen und der Übersetzerin, Publizistin und Kulturvermittlerin Urška P. Černe (geb. 1971 in Maribor) über Einflüsse, Strömungen und Tendenzen in der zeitgenössischen slowenischen Literatur.
Anja Golob, geb. 1976, studierte Philosophie und Komparatistik; Autorin, Journalistin, (Tanz-)Dramaturgin; 2010 erschien der viel gelobte erste Gedichtband V roki (In der Hand).
Jure Jakob, geb. 1977 in Celje, studierte Komparatistik; lebt als freier Kulturarbeiter in Ljubljana; veröffentlichte die Lyrikbände: Tri postaje (2003), Budnost (2006), Zapuš eni kraji (2010).
Vesna Lemaić, geb. 1981, in der autonomen Kulturzone Metelkova in Ljubljana aktiv; leitet Trash-Writing-Workshops; Debütierte mit dem prämierten Kurzprosaband Popularne zgodbe (2008).
Klemen Pisk, geb. 1973, Autor, Übersetzer, Sänger der Band Žabjak bend; machte mit dem Lyrikband Labas vakaras (1998) auf sich aufmerksam, 2008 erschien der Kurzprosaband Pihalec.
Im Literaturhaus stellten sich am 4. Oktober vier junge slowenische Schriftschaffende dem Wiener Lesepublikum vor: Anja Golob, Jure Jakob, Vesna Lemaić sowie Klemen Pisk. Sie lasen Auszüge aus ihrem Werk, wobei die deutschen Übersetzungen (von Metka Wakounig, Urška P. Černe und Uljana Wolf) auch diesmal – wie bereits beim Literaturabend im April – auf die Wand projiziert wurden, um auch Nicht-Slowenischsprechenden den Zugang zu den Texten zu ermöglichen.
Der Abend fand seine Fortsetzung in einem Gespräch mit den vier AutorInnen, moderiert von Erwin Köstler, bekannt vor allem als Übersetzer der Werke Ivan Cankars. An der Diskussion beteiligte sich auch die slowenische Publizistin und Übersetzerin Urška P. Černe (u. a. slowenische Übersetzungen von Wolf Haas und Elfriede Jelinek), die dem Publikum die Situation auf dem Gebiet der literarischen Übersetzung näherbrachte, wobei auch kritische Fragen aufgeworfen wurden, die Černe jedoch gekonnt zu beantworten wusste. Gemeinsam mit Klemen Pisk, der ebenfalls als Übersetzer tätig ist, skizzierte sie die Entwicklung der literarischen Übersetzung der letzten Jahre und betonte vor allem Übersetzungen in und aus sogenannten kleinen Sprachen.
Da es ein besonderes Anliegen ist, slowenische Literatur im deutschen Sprachraum zu fördern und den Bekanntheitsgrad zu steigern, plant SKICA auch im nächsten Jahr weitere Literaturabende dieser Art. Denn nur, weil ein Land und seine Sprache »klein« sind, bedeutet dies bei Weitem nicht, dass das auch für seine Kreativität gilt.
Am 3. Oktober fand im Architekturzentrum Wien die Vernissage zur Ausstellung »Niko Kralj: Der König der Stühle. Über die Selbstverständlichkeit einer slowenischen Designerlegende« statt. Die Ausstellung selbst ist bis zum 14. Oktober geöffnet.
Es handelt sich um die erste eigenständige Ausstellung Kraljs im Ausland und fußt auf jener Ausstellung, die im Museum für Architektur und Design Ljubljana (MAO) von Barbara Predan und Špela Šubič gestaltet wurde. Parallel zur Ausstellung wurden auch eine Broschüre sowie eine spezielle »Zeitung« zum Thema slowenisches Design herausgebracht.
Der Direktor des Architekturzentrums Wien, Dietmar Steiner, widmete seine Begrüßungsworte auch seiner persönlichen Entdeckung von Niko Kralj. Dem vollen Auditorium erklärte er, dass er erst beim Anblick der ausgestellten Stühle feststellte, dass die Mechanismen, die er selbst bereits seit Jahren kennt, eigentlich Niko Kralj als Erster verwendete.
Nach den Begrüßungsworten des MAO-Direktors Matevž Čelik, der auch die Industriedesign-Biennale in Ljubljana vorstellte, sprach auch der österreichische Designer und Professor an der Hochschule Kiel, Thomas Feichtner, über die Relevanz von Niko Kralj. Seinen kurzen Vortrag zum Thema »Design als Teil der kulturellen Identität« widmete Feichtner der Begründung, weshalb Niko Kralj weiterhin modern und aktuell ist. Wenn man über Kralj sagt, er habe bereits vor dem Plastik-Zeitalter designt, so könne man heute behaupten, dass wir uns im Post-Plastik-Zeitalter befinden, so Feichtner. Kraljs Erfahrungen und Zugänge zur Holzbearbeitung sind heute von unschätzbarem Wert sowie eine gute Schule für junge Designer. Feichtner strich auch den Ausnahmecharakter von Kraljs Bewusstsein für die Bedeutung von gesellschaftlicher und ökologischer Verantwortung hervor. Die Geschichte von Design werde gänzlich neu geschrieben, so Feichtner, und die Globalisation sei eine unglaubliche Chance für alle Designer. Design stellt sich als Alternative zu vorgeschriebenen und etablierten Gesellschaftsmodellen da, und in diesem Sinne hat Kralj Design bereits früh erkannt.
Die Ausstellung von Niko Kraljs Stühlen ist Teil der Vienna Design Week (VDW), deren Programmpartner heuer auch SKICA ist. Die VDW verbindet Designer, Hersteller und Konsumenten und wird zu einem immer wichtigeren Networking-Treffpunkt auf dem Gebiet der sogenannten Kreativindustrie. Die Kralj-Ausstellung ist somit wohl auch eine inhaltliche Einführung in eine dauerhafte Anwesenheit des slowenischen Industriedesigns bei der VDW.
Eine SKICA Produktion im Rahmen der Vienna Design Week 2012 und in Kooperation mit dem Museum für Architektur und Design in Ljubljana
Eröffnung am 3. Oktober um 19 Uhr.
Es sprechen:
Dietmar Steiner, Direktor des Architekturzentrums Wien
Matevž Čelik, Direktor des Museums für Architektur und Design, Ljubljana
Vortrag „Design als Teil kultureller Identität“: Thomas Feichtner, Professor für Industriedesign an der Muthesius Kunsthochschule Kiel
Durch die Ausstellung führen die Autorinnen Barbara Predan und Špela Šubic. (Auf Englisch!)
»Der Designer versucht bewusst, die Entwicklungen in der Natur nachzuahmen, wo alles abstirbt, was unnötig wird, und wo nichts ohne Grund entsteht. Die synthetische Morphologie und die Methode des Entdeckens von Naturphänomenen, die das Resultat von Gegensätzen sind, helfen dem Designer, auf kürzestem Wege technische Vervollkommnungen und neue Formen zu erreichen, die keine Vorbilder in der Vergangenheit haben.«
Niko Kralj ist eine Legende auf dem Gebiet des slowenischen Industriedesigns. Eigentlich ist er sogar mehr als das: In der Schule, in Wartezimmer, im Kino … überall saßen wir auf seinen Stühlen. Seine Produkte wurden zu selbstverständlichen Begleitern des privaten und öffentlichen Alltags in Slowenien. So selbstverständlich, dass wir sie sehr oft auch einfach übersahen. Niko Kralj (geb. 1920) erlebte somit seine erste Ausstellung erst letztes Jahr im Museum für Architektur und Design Ljubljana. Im Rahmen der Vienna Design Week ist in Wien ein bedeutendes Segment seiner Arbeit zu besichtigen: Stühle.
»Ich bin mit nichts vollends zufrieden, ich könnte all meine Erzeugnisse weiter entwickeln, Perfektion ist unerreichbar und ich kann mich ihr nur annähern. Alles ist Bewegung, wie in der Natur,« sagte Kralj. Von diesem Blickpunkt aus betrachtet verstehen wir die Evolution des Stuhls Rex umso besser. Jenes Stuhls, den Kralj vier Jahre lang intensiv weiterentwickelte und von dem er mehr als 16 Varianten und Verbesserungen herstellte. Rex war und ist das Synonym für den Klappstuhl.
Wenn Thonet seinen berühmtesten Stuhl Nr. 14 aus sechs gebogenen Holzteilen, zehn Schrauben und neun Muttern hergestellt hat, dann hat Kralj die Herausforderung noch gesteigert. Er fertigte den Stuhl Lupina aus drei (verdoppelten) Teilen und zehn Schrauben an und erhielt dabei sowohl Spitzenqualität als auch Sitzkomfort.
Slowenien stellt sich diesmal zum ersten Mal auf der Vienna Design Week vor. Die Entscheidung für Niko Kralj ist nicht zufällig, sondern konzeptuell. Die Ausstellung seiner Stühle möchte zumindest segmentär den historischen Rahmen des slowenischen Industriedesigns abbilden. Um nämlich das moderne slowenische Industriedesign zu verstehen, muss man die Verhältnisse kennen, aus denen es erwuchs, vor allem den Aufstieg des Industriedesigns in der zweiten Hälfte der 1950er sowie der frühen 1960er Jahre. Die Ausstellung möchte so jene Grundpfeiler vorstellen, an denen zeitgenössische slowenische Designer nicht vorbei konnten und können.
„Niko Kralj: Der König der Stühle“ ist eine thematisierte und fokussierte Ausstellung, die in SKICA Produktion im Rahmen der Vienna Design Week 2012 und in Kooperation mit dem Museum für Architektur und Design in Ljubljana entstand. Eine umfassende Retrospektive von Niko Kraljs Werken wurde vom 15. Dezember 2011 bis 4. März 2012 in MAO in Ljubljana ausgestellt.
http://www.viennadesignweek.at
http://www.thomasfeichtner.com
Niko Kralj Pressetext (PDF, 44kb)
Im Rahmen des Tags des Kaffees veranstaltet der Verband EUNIC Wien Am 1. Oktober in Zusammenarbeit mit Wiener Traditionskaffeehäusern unter dem Ehrenschutz von Vizekanzler Außenminister Dr. Michael Spindelegger eine Reihe von Lesungen rund um den weltweit beliebtesten und bekanntesten Muntermacher.
Mehrere europäische Länder stellen in Zusammenarbeit mit bekannten österreichischen Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur literarische Texte vor, die sich mit dem Thema Kaffee beschäftigen. Die Lesungen finden in den Cafés BRÄUNERHOF, HUMMEL, KORB, LANDTMANN, MUSEUM, PRÜCKEL, SCHWARZENBERG, SPERL und WEIMAR statt.
Auch Slowenien ist mit dabei, Schauspielerin Mercedes Echerer wird im Café Prückel Texte der slowenischen Schriftsteller Ivan Cankar („Die Schale Kaffee“, aus dem Slowenischen von Erwin Köstler) sowie Tadej Golob (Auszug aus dem Roman „Schweinsfüße“, aus dem Slowenischen von Metka Wakounig) lesen.
Der Eintritt ist frei.
http://www.eunic-online.eu/category/tags/vienna
Am 1. Oktober begann die EUNIC Week, die Woche der in Wien tätigen europäischen Kulturinstitute. Die Kulturzentren organisierten die EUNIC Week mit der Intention, die Wiener Öffentlichkeit auf die Existenz dieses Netzwerks sowie das reichhaltige kulturelle Angebot aufmerksam zu machen.
Die Woche wurde mit einer Literaturabendreihe eröffnet, die am Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober in neun Wiener Traditionskaffeehäusern stattfans. Slowenien stellte sein literarisches Schaffen gemeinsam mit der Slowakei im Café Prückel vor; die Schauspielerin Mercedes Echerer, die auch durch die Ö1-Radiosendung Café Sonntag führt, las aus dem Werk dreier äußerst verschiedener Autoren, darunter die Slowenen Ivan Cankar und Tadej Golob. Auch die junge slowakische Autorin Monika Kompaníková,Anasoft litera-Preisträgerin 2011, nahm am Literaturabend teil und gab einen Auszug aus einer speziell für diesen Anlass verfassten Kurzgeschichte zum Besten.
Das meiste Publikumslob aber konnte die Kurzgeschichte »Eine Schale Kaffee« von Ivan Cankar (»Skodelica kave«, in deutscher Übersetzung von Erwin Köstler) einheimsen. Die äußerst emotionale, jedoch trotzdem sachliche Geschichte war für viele Zuhörer der erste Kontakt mit dem wohl bekanntesten slowenischen Schriftsteller, sein Stil hinterließ auch diesmal großen Eindruck, von dem die slowenische Literatur sich nur erhoffen kann, dass er auch bleibend sein möge.
Eunic Week Programm (PDF, 7,5mb)
Haben Sie jemals an einer öffentlichen Veranstaltung teilgenommen, die Sie beeindruckte und die Ihnen wichtig erschien, sodass Sie davon ein kleines “Souvenir” nach Hause brachten? Dieses Souvenir würde auch bei einer Übersiedlung mitgenommen werden …
In der Gesprächsrunde geht es um die Möglichkeiten und Formen der Recherche und der öffentlichen Präsentation von privaten Objekten. Können wir dabei über “DIY-Geschichte”, ein alternatives Ranking von Ereignissen, das sich von der Festschreibung durch Medien, Politik und Geschichte deutlich unterscheidet, sprechen? “Hard Facts” wird von “Domestic Research Society” (Ljubljana) in Kooperation mit “SIZ Association” (Rijeka), and “PENSART” (Madrid) 2012 und 2013 realisiert, das Projekt leitet Alenka Pirman, zur Zeit Artist in Residence in Wien. Der runde Tisch in Wien ist der Kick-off des Projekts. Alenka Pirman, Nemanja Cvijanović (KünstlerInnen), Jani Pirnat und Juan de Nieves (Kuratoren und Kunsthistoriker) laden Sie herzlich ein, am Gespräch teilzunehmen!
Das Gespräch findet auf Englisch statt, jedoch besteht die Möglichkeit, zu übersetzen. Es werden Getränke und Snacks angeboten. Der Eintritt ist frei. Eine Veranstaltung von: “Domestic Research Society“
Hosted by Soho in Ottakring
Recherche und Entwicklung von “Hard Facts” wird mit Mitteln des Europäischen Kulturfonds ermöglicht.
Heuer stellen sich auf der VIENNAFAIR unter 122 österreichischen und internationalen Galerien aus 26 Ländern auch zwei Galerien aus Slowenien vor: P74 Gallery (Ljubljana) und Galerija Gregor Podnar (Ljubljana, Berlin).
Galerija P74 Established in 1997 by internationally recognised Slovene artist Tadej Pogačar, the P74 Center and Gallery is an open platform for presentation, promotion and education of contemporary visual, new media and time-based arts. Since 1999 it operates under the P.A.R.A.S.I.T.E. Institute. The centre fosters knowledge, encourages the exchange of new ideas, and promotes innovative and challenging models in contemporary art and culture. This mission is achieved by P74's programme of solo and group exhibitions as well by other national and international visual arts, new media arts, and experimental music projects (for example, Sound Explicit). Artists' books: In 2003 the P.A.R.A.S.I.T.E. Institute started a public artist's book competition for artists of all nationalities living and working in Slovenia. Two years later, the organisation began producing and publishing artists' books. Since then, the venue has become the home of its growing Artist's Book Collection. In 2010, in collaboration with the UNESCO project World Book Capital Ljubljana 2010, P.A.R.A.S.I.T.E. Institute organised Blind Date Convention: The First International Festival of the Artist's Book which including exhibitions, retrospectives, symposia, and even a book fair. The Blind Date series of events has been dedicated to artists' books: in 2011 P74 organised the exhibition of books published by Lubok Verlag, Leipzig. Exhibitions: Since the beginning the P74 Center and Gallery has featured projects by emerging Slovene artists featuring solo or group shows. Some of the artists that have started here are Sašo Vrabič and Žiga Kariž as well as Tanja Lažetić, Dejan Habicht, Miha Knific, Nika Zupančič, Tobias Putrih, Metka Zupanič, Lada Cerar, Vesna Bukovec, Jure Engelsberger, and Tomaž Tomažin. Each year one of the solo exhibitions is dedicated to the winner of the OHO Group Award. In recent years the P74 Center and Gallery increasingly cooperates with guest curators to include work of Slovene artists within an international context.
Galerija Gregor Podnar Since its establishment in Slovenia in 2003 the Gregor Podnar Gallery has been one of the most internationally vivid Slovene commercial galleries. A frequent attendee of international art fairs like Art Basel, Art Basel Miami Beach, Frieze Art Fair London, Fiac Paris, etc., the gallery has brought not only Slovene artists to greater international recognition but artists from the greater Central and Eastern European region as well. In 2007 Gregor Podnar opened a branch in Berlin (Galerienhaus Lindenstrasse 34-35). The gallery presents internationally well-known and established artists mostly from Eastern European centres, as well as young emerging artists from a wider context. These include Attila Csörgő, Vadim Fishkin, Alexander Gutke, Irwin, Magnus Larsson, Yuri Leiderman, Dan Perjovschi, Goran Petercol, Tobias Putrih, Nika Špan and Goran Trbuljak. Since 2008 he presents also Ariel Schlesinger, a young Israel artist who lives and works in Berlin, and since 2009 he represents another young Polish artist, Marzena Nowak, as well. Podnar works also with the following artists: Primož Bizjak, Tomaž Gregorič, Miha Knific, Bogoslav Kalaš, Antal Lakner, Kazimir Malevič, Andrei Monastyrsky, Tadej Pogačar, Christine Rebet, Guia Rigvava, Giovanni Morbin, and Mladen Stropnik. Since 2005 Galerija Gregor Podnar has been publishing monographies, books about specific projects, and special editions by individual artists (Nika Špan, Vadim Fishkin, Tobias Putrih, and Attila Csörgő).
Die slowenische Künstlerin präsentiert im MUSA ihr neuestes Projekt Andante.
Weitere Informationen:
Beim dritten Wiener Open-Air-Filmfestival espressofilm war diesmal auch das slowenische Pendant Animateka zu Gast. Dieses internationale Animationsfilmfestival findet seit 2004 jährlich im Dezember statt, der Schwerpunkt liegt dabei auf Kurzanimationsfilmen aus Ost- und Südeuropa. Animateka findet sowohl in Ljubljana als auch in Maribor statt, hat Wettbewerbscharakter und stellt die Rolle des Autors in den Vordergrund.
Gezeigt wurden insgesamt sieben Kurzfilme mit einer Gesamtdauer von 73 Minuten, wobei verschiedene Themenbereiche abgedeckt wurden, sei es nun das gebrochene Herz und die Heilung ebenjenes (Liebeskrank), eine verpatzte Opernkarriere (Krokodill), ein Familienurlaub (Miramare) oder die Flucht der Waldtiere zu Beginn der Jagdsaison (The last Bus). Das Publikum, das das Open-Air-Kino bis auf den letzten Platz ausfüllte, goutierte die Vorführung mit begeistertem Applaus.
Im Anschluss an die Filme folgte ein Gespräch mit Igor Prassel von Animateka sowie der Regisseurin des slowakischen Films „Four“, Ivana Šebestova. Prassel stellte Animateka kurz vor und betonte dabei, dass der Fokus des Festivals aus Südosteuropa liege, da man sich nicht immer nur auf „die Großen“ wie Frankreich, USA oder UK konzentrieren sondern auch zeigen will, dass auch die kleinen, in diesem Metier oft unbeachteten Länder große Talente hervorbringen. Auch sei ihm die Förderung von Animationsfilmen ein persönliches Anliegen, schließlich lassen diese Kurzfilme einen nicht mehr los und schaffen es mit unterschiedlichsten technischen Mitteln, Geschichten zu erzählen, in diesem konkreten Fall binnen kürzester Zeit. Mehr als auf technische Details solle man sich auf das Geschichtenerzählen konzentrieren, darauf, dass das Publikum innerhalb weniger Minuten völlig eingenommen wird, dass es eine emotionale Beziehung zu den Figuren aufbaut, so Prassel. Bedauernswert empfindet er dabei, dass Kurzfilme nicht, wie Filme in Normallänge, im Kino gezeigt werden, sondern auf andere Arten und Weisen öffentlich auf sich aufmerksam machen müssen – hierbei seien Filmfestivals die beste Möglichkeit, sich einer breiteren Masse vorzustellen.
Ivana Šebestova erzählte, wie sie eher zufällig in die Welt des Animationsfilms schlitterte, diese jedoch nicht mehr verlassen wollte, sobald sie sie betreten hatte, da das Ganze „wie Magie“ für sie sei. Sie zeigte sich ebenfalls begeistert von der Tatsache, durch rein visuelle Mittel Geschichten zu erzählen, wobei die Figuren bei der Entwicklung eines Film sehr wohl ihren eigenen Charakter entwickeln und ihren Kopf durchsetzen können, indem sie nicht so reagieren, wie man es von ihnen erwartet oder will. Šebestova erzählte von der Entstehungsgeschichte von „Four“, wie viel Persönliches, Historisches und Psychologisches ihr zugrunde liegt und wie viel von ihr, Šebestova, selbst in die Geschichte eingeflochten wurde. Sie betonte, dass die Figuren wegen der recht komplizierten Story absichtloch simpel gestrickt seien, um das Publikum binnen weniger Minuten nicht zu überfordern oder unnötig zu verwirren.
Alles in allem traf Igor Prassel wohl den Nagel auf den Kopf, als er in einem fast schon beiläufig geäußerten Satz sagte: „Animation is like poetry.“
Die junge slowenische Künstlerin und Schriftstellerin Eva Petrič, die bereits seit mehreren Jahren in Wien lebt und arbeitet, lädt zur Finissage ihrer Ausstellung Missing Lullaby in den Räumlichkeiten der Lukas Feichtner Galerie Wien. Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Juni zu besichtigen. Im folgende Statement beschreibt Eva Petrič die Intention und Hintergründe ihrer Kunst mit eigenen Worten:
Blanco Castilla Marta Susana, Campero juan Carlos, Delgada Margarita, Escalda Jose Maria, Fernandez Gonzalez Juan Alejandro, Garcia Conti Jesus Jose, Hernandez Rodriguez Jorge, Ibalo Antonio Alberto. What can we do with the names of those missing? Forget them? Cut them out? Tear them? Erase them? Engrave them? Underline them? Replicate them? Sell them? Exchange them? Deny them? Cover them? Steal them? Burry them? Save them? Share them.
Missing Lullaby is an object of research, of reflection echoing all those who have been robbed of their bodies for political reasons and all those who have been robbed of their voices. Inspired by the recently established memorial wall in Parque de Memoria in Buenos Aires, where the 30.000 names of the missing people have apperared only recently after having been denied their existence for over thirty years, it chooses to focus specifically on the bodies and voices robbed during the so called "dirty war" that took place in Argentina between the years 1976-1983. Missing Lullaby is the auditory reflection of this wall. Its materialization into sound with focus on human voice is the reaction to the fact that not only the voices of the victims but also of other people were silenced for decades and still continue to be in other situations in other parts of the world.
By materializing the wall through sound, the Missing Lullaby returns voices to the actual names of the victims, returns their presence – creates a space for them, brings them into the space of the gallery. Voice is presence and this presence we need to share, is the main intention of the Missing Lullaby. For this purpose a full scoped and multilayered environment is created with thoughtful addition of other sounds, making the Missing Lullaby to act as a catalyst for emotions set forth in listeners. Thus this sound interpretation of the memorial wall audio-ports the Parque de Memoria Wall from the visual material environment enabled by the three channel video installation On the other side of the telephone book also into that of a complex emotional environment, with emotions piling into a hematoma and finally bursting out from under the skin in the hema-toma installation.
My skin, the skin of a box without skin, floating* … 32 collars, six generations, 172 napkins, 12 pillows, 25 souvenirs, thousands of hours, miles of thread, traces of names, memories, voices, smells, sounds, emotions...
My skin, your skin is so much more then just the membrane separating me from you. Its lines connect, intersect, dissect… – you never know how, with what with whom you are connected - … We are existing in a tightly interrelated network of many voices and bodies – multidimensional multifunctional with our ability to remember and imagine, going beyond linear space and time. My skin, your skin is trans-generational, containing not only veins of hope, happiness, love, softness of its touch… but also of disappointments, grieving, dread, agony, anger… exploding where they should not, resulting in hema-toma…
By definition, a hematoma is a collection of blood outside of a blood vessel. It occurs because the wall of a blood vessel has been damaged and blood has leaked into tissues where it does not belong…
…like my hema-toma. We can have hema-toma on our body – our skin, but also WE can ourselves be hema-toma, not by blood causing them but instead when emotional barriers break and emotions explode …be this in a person or in a society, in a group or alone …be this in Birmingham, London, New York or Berlin last year, or Tunis, Cairo, Sana, Bahrain, Bengazi, Homs, Tripoli and other places with pressure still expanding their hema-toma…
Through my hema-toma hungry fescoes appear, disappear and then again reappear in the unique rhythm set forth by Missing Lullaby, calling to all those who are – or that are no longer - here in body… questioning not only what we see and what is looking at us, but also all that is sounded for us. All that spreads, sedates, meditates, hesitates underneath our skin and was thought of as non-existent now pulls at our attention, like a muse, biting hard and holding its grip loyally on us till we give into and acknowledge it. It is like a Hema-toma, growing, spreading, aching, swelling, until we cut it and drain it - offer our attention to it, the potential to reverse the whole process.
“Raw Matters“ veranstaltet in regelmäßigen Abständen ungeschliffene Tanz- und Performance-Abende im Schikaneder Kino Wien. Misa Kelly, Direktorin von “ArtBark“ hatte die Vision, einen Raum zu schaffen, in welchem sich lokale Tanz und Theater KünstlerInnen präsentieren und über ihre Arbeiten austauschen können.
Was klein geplant war, entwickelte sich 2011 zu einem internationalen Event, dem “ADAPT Tanz und Theater Festival“ in Santa Barbara, Kalifornien. Misa Kelly und ihrem Partner Stephen Kelly ist es ein Anliegen, sich zu vernetzen und KünstlerInnen zusammenzubringen. Nicht zufällig entdecken sie in Wien den Verein “Raw Matters“, welcher hier das Ziel verfolgt, Tanz und Performanceschaffenden eine Performanceplattform zu bieten. “Raw Matters“ schafft somit einen Rahmen, welcher KünstlerInnen in einem wertfreien Ambiente Platz zum Scheitern, Gelingen und zum Ausprobieren gibt. Das Zusammentreffen dieser beiden Initiativen findet im Juni 2012 unter dem Titel “Raw Matters–ADAPT Special“ in Wien statt und ist ein zweitägiges Festival, bei dem KünstlerInnen fertiges und ungeschliffenes auf die Bühne bringen und einen Einblick in aktuelle Schaffensprozesse aus Wien und Kalifornien präsentieren, darunter auch die Slowenin Mojca Majcen, Ballerina und zeitgenössische Tänzerin. Sie ist Preisträgerin vieler Tanzwettbewerbe zwischen Tokyo und Belgrad, von Venedig über Chile nach Bejing tanzte sie in mehr als 30 internationalen Festivals. Im letzten Jahr wurde sie mit dem artistic achievement award der Stadt Celje ausgezeichnet und vom Slowenischen Publikum zur herausragendsten Tänzerin gewählt.
Als Folge der Finanzkrise werden europaweit die Kulturausgaben gekürzt und neue Finanzierungsquellen gesucht. Im Raum stehen dabei Crowdfundingmodelle, die die RezipientInnen einbeziehen, die Frage nach Stiftungen bis hin zur steuerlichen Erleichterungen. Die meisten Ansätze klingen vielversprechend, sind jedoch im Detail genau zu hinterfragen – in Bezug auf ihre ökonomische Effektivität und demokratiepolitischen Implikationen.
Andrej Srakar, Universität Ljubljana Paul Stepan, eurozine, FOKUS Moderation: Therese Kaufmann, Europäisches Institut für progressive Kulturpolitiken
In Kooperation mit der IG Kultur Österreich.
In Zusammenarbeit mit der IG Kultur Österreich veranstaltete SKICA eine Debatte über Mittel und Wege zur Finanzierung von Kunst und Kultur in Zeiten der Wirtschaftskrise.
Die Krise ist auch im Kulturbereich zu spüren, jedoch am Kunstmarkt nicht zu bemerken, weswegen Überlegungen, wie mehr private Finanzmittel anlocken, durchaus verständlich sind. Die Hauptfrage lautet hierbei, ob private Mittel öffentliche überhaupt ersetzen können. Darüber diskutieren im Depot Dr. Andrej Srakar von der Wirtschaftsuniversität Ljubljana und Vorsitzender des Vereins Asocijacija sowie Dr. Paul Stepan von der Universität für Musik und darstellenden Kunst Wien, Direktor des europäischen Webportals „Eurozine“ und Gründungsmitglieds des Vereins „fokus“ unter der Leitung von Therese Kaufmann vom Europäischen Institut für progressive Kulturpolitiken.
Den Ausgangspunkt der Debatte stellte eine für das Europäische Parlament vorbereitete Studie über Initiativen privater Investitionen in der Kultur dar, bei der Dr. Srakar als Co-Autor fungierte. Eines der Erkenntnisse dieser Studie lautet, dass private Mittel öffentliche nicht ersetzen können, dass aber diverse Möglichkeiten der Ergänzung möglich und effizient sind. Dr. Stepan betonte Steuererleichterungen als Investitionsmotivation und wies darauf hin, dass es hierbei um einen besonderen Fall geht, da die Mittel zwar privat sind, da sich ihnen der Staat – der sie zwar in Form von Steuern benötigt – aber entsagt, sind diese Mittel indirekt auch staatlich. Darum muss dafür nach mehr Transparenz verlangt werden. Er unterstrich auch, dass Kulturfinanzierung aus öffentlichen Mittel in Österreich weiterhin funktioniert und dass die Wirtschaftslage gute Kulturpolitik nicht behindert.
Beide Diskutanten erwähnten, dass man sowohl öffentliche als auch private Mittel aufmerksam beobachten und ihre Kombination überlegt verwenden müsse. Dr. Stepan verwies auf die Filmindustrie, wo mehrere Mittel zur Produktion kommerzieller Filme mehr öffentliche Mittel zur Produktion experimenteller und Kunstfilme bedeuten können. Beim sogenannten Crowd-Funding, das auch die Endverbraucher inkludiert, mahnte er zur Vorsicht. Seine Projektideen ins Internet zu stellen und auf der Couch sitzend auf das Geld zu warten, sei „fast wie im Himmel“, meinte er und betonte, dass diese Art der Geldbeschaffung die Kulturpolitik nicht ersetzen kann und darf.
Zum Schluss betonte Dr. Stepan, dass in Slowenien und Österreich ein offensichtlicher gemeinsamer und allgemeiner Druck besteht, „alles haben zu müssen“: von einem funktionierenden Kunstmarkt bis hin zu internationeln Festivals und Messen. Wir würden uns viel leichter tun, wenn wir diesen Druck ignorieren und unsere Bemühungen auf überlegte Kulturpolitiken lenken und Künstler dabei unterstützen würden, sich international zu etablieren.
Gespräch, visuelle Präsentation und Diskussion über den Schnittpunkt von Wissenschaft und Visual Art – auf Englisch!
Was geschieht, wenn Neurologie und Visual Arts aufeinandertreffen? Wie haben Einblicke in das menschliche Gehirn unser Verständnis von der Beschaffung des Menschen verändert und welchen Einfluss haben sie auf den künstlerischen Ausdruck?
Im ersten Teil dieser Vorlesung führt der Neurologe Prof. Dr. Zvezdan Pirtošek von der Medizinischen Fakultät Ljubljana durch die Geschichte der Gehirnuntersuchung. Der zweite Teil verdeutlicht Schönheit und Zerfall künstlerischer Arbeit bei Hirnschäden. Die zweite Vortragende, Visual Artist Prf. Dr. Uršula Berlot der Kunst- und Designakadamie Ljubljana, präsentiert einige ihrer Installationen, die auf Röntgenaufnahmen ihres Gehirns basieren und den Gebrauch verschiedener visueller Medien, medizinischer Technologien und lichtempfindlicher Materialien kombinieren. Ihre Installationen behandeln Wahrnehmungsforschung und das Untersuchen verschiedener Bewusstseinszustände durch Aufzeichnungen und Visualisierungen mentaler (zerebraler) Räume. Der Kunsthistoriker Prof. Dr. Raphael Rosenberg vom Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien rundet den Abend mit dem Gespräch „The moving eye of the Beholder: Art literature versus empirical data“ ab, indem er die Bewegungen von Augen während der Betrachtung von Kunst mit Daten aus seinem „Eye-Tracker“-Labor miteinander vergleicht.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit SKICA, der Universität Ljubljana und der Cognitive Science Research Platform der Universität Wien statt.
Zum slowenischen Nationalfeiertag fand in den Räumlichkeiten des Kunstgeschichteinstituts Wien ein Vortragsabend über die Verbindung von Wissenschaft und Kunst statt. Unter dem Titel „Images of the Brain“ gab es drei Vorträge zu hören, die aus verschiedenen Blickpunkten Antworten auf dieselbe Fragen zu finden versuchten: Was geschieht in unseren Köpfen, wenn wir Kunst betrachten? Wie haben Einblicke ins Gehirn unser Verständnis über den Menschen verändert und welchen Einfluss haben sie auf das kreative Schaffen?
Die Veranstaltung, durch die Dr. Urban Kordeš von der Pädagogischen Fakultät Ljubljana führte, ist das Resultat enger Zusammenarbeit der Universitäten Wien und Ljubljana, vor allem des Diplomstudiums Kognitionswissenschaft, das im Rahmen des mitteleuropäischen Studienprogramms durchgeführt wird.
Eingangs betonte Dr. Stanislav Pejovnik, Rektor der Universität Ljubljana, die Bedeutung der Kooperation verschiedener Fachgebiete und multidisziplinärer Studien für ein besseres gegenseitiges Verständnis sowohl im Sinne unterschiedlicher terminologischer Auffassungen als auch der Bewertung von Leistungen der einzelnen Wissenschaftszweige. Die Kognitionswissenschaft fördert und pflegt den Dialog zwischen den Fachgebieten, was zweifellos von großer Bedeutung ist. Prof. Dr. Markus Peschl, Programmdirketor Mei:CogSci (Middle European Interdisciplinary Cognitive Science Joint Masters Programm), stellte neben dem Studium auch die Cognitive Science Research Platform vor, die von der Uni Wien geschaffen wurde. Der „Cross-talk“ zwischen den unterschiedlichen Disziplinen der Kognitionswissenschaft wurde vom Neurologen Dr. Zvezdan Pirtošek (Medizinische Universität Ljubljana) eröffnet, indem er die Geschichte der Hirnforschung skizzierte und auch Fragen nach künstlerischer Arbeit bei Hirnschäden anschnitt. Visual Artist und Vortragende an der Kunstuni Ljubljana, Dr. Urša Berlot, stellte im Anschluss ihr künstlerisches Opus vor, in welchem sie Röntgenaufnahmen vom Gehirn verwendet und sie mit diversen visuellen Medien, medizinischer Technologie und lichtempfindlichen Materialen kombiniert. Die Installationen untersuchen die Wahrnehmung und offenbaren durch das Filmen und die Visualisierung mentaler (zerebraler) Räume die verschiedenen Bewusstseinszustände. Der Kunsthistoriker Dr. Raphael Rosenberg erläuterte schließlich sein laufendes Forschungsprojekt, in dem untersucht wird, wie sich Augen während der Betrachtung von Kunst bewegen. In einem speziellen Labor für „Eye-Tracking“ werden die Augenbewegungen der Probanden gemessen, während diese sich Werke alter und moderner Künstler ansehen. Die Daten werden analysiert und mit früheren Vorstellungen über diese Bewegungen verglichen, die sich in unseren Köpfen seit Jahrhunderten festgesetzt haben.
In der lebhaften Diskussion im vollen Hörsaal kam eine breite Palette von Fragen, Bedenken und Anregungen auf, die meisten konzentrierten sich auf die Analyse der Kunstbetrachtung: von methodoloischen und technischen Fragen über Gedanken zur Unterscheidung von konzentrierter Beobachtung und Träumerei bis hin zur Problematisierung der Unterscheidung zwischen Kunstbetrachtung am Projektor und der Gegenüberstellung mit dem Original.
Anlässlich des slowenischen Nationalfeiertags am 25. Juni laden SKICA und das Slowenische Wissenschaftsinstitut SZI zur Akademie.
Begrüßung: Univ. Doz. Dr. Vincenc Rajšp, Direktor des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien und Ana Novak, Leiterin SKICA Festansprache: Univ. Prof. Dr. Jože Trontelj, Präsident der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste
Kurzreferate: Dr. Karin Kneissl, Nahost-Expertin, ehem. Slowenien-Korrespondentin zum Thema Kleinstaaten im Wettbewerb: Eigenständige Wissenschaft und Kunst versus EU-Konformismus. "Es waren die vielen kleinen Souveräne innerhalb des Heiligen Römischen Reiches, die höfische Theater, Hochschulen und Salons im 18. Jahrhundert förderten. Gegenwärtig setzen wir das Erbe dieser Vielfalt aufs Spiel. Im Namen harmonisierter Standards verkürzt sich das Bildungsangebot europäischer Universitäten, denn Lehrprogramme sollen quasi austauschbar werden. Umso wichtiger sind daher Initiativen kleiner Forschungseinrichtungen, die ihren eigenen Weg gehen. Andernfalls setzt sich der Eintopf des Mittelmaßes durch."
sowie
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Ludwig Karničar, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien zum Thema Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Slowenischen Wissenschaftsinstitut in Wien
Eröffnung der Ausstellung: Silvester Plotajs-Sicoe – HAPPY PAINTINGS In Zusammenarbeit mit Galerija ZALA aus Ljubljana
Anschließend Buffet mit slowenischen Spezialitäten.
Anlässlich des slowenischen Nationalfeiertags am 25. Juni luden SKICA und das Slowenische Wissenschaftsinstitut SZI zur Akademie.
Die Begrüßung wurde von Univ. Doz. Dr. Vincenc Rajšp, Direktor des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien, und Ana Novak, Leiterin von SKICA, vorgenommen, anschließend folgte eine Festansprache von Univ. Prof. Dr. Jože Trontelj, Präsident der Slowenischen Akademie der Wissenschaften und Künste. Dr. Karin Kneissl, Nahost-Expertin und ehem. Slowenien-Korrespondentin, hielt ein Kurzreferat zum Thema Kleinstaaten im Wettbewerb, ihr folgte Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Ludwig Karničar, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates des Slowenischen Wissenschaftsinstituts in Wien, der zum Thema Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Slowenischen Wissenschaftsinstitut in Wien referierte.
Im Zuge der Veranstaltung wurde auch Silvester Plotajs Sicoes Ausstellung HAPPY PAINTINGS eröffnet, die noch bis zum 14. September in den Räumlichkeiten des SZI zu besichtigen ist (Kooperaton mit Galerija ZALA Ljubljana).
Silvester Plotajs Sicoe malt schon seit mehreren Jahren in strahlenden, reinen Farben. In seinen Arbeiten vor 2002 sind noch dumpfe Töne erkennbar, sie erinnern dabei an einen akademisch herben Ausdruck, den wir aus unserem Umfeld sehr gut kennen und der oftmals Wirkung zeigt, als wolle er sagen: „Jetzt mal im Ernst!“
In der letzten Phase wurden die Farben mediterraner, offener und erscheinen in reinen Kontrasten. Doch es wäre zu oberflächlich, die Lebensfreude ausschließlich der Farbauswahl zuzuschreiben. Es hat eher den Anschein, als wären die Farben nur den Emotionen, Gedanken und der Stimmung des Künstlers gefolgt, der schon in seinen früheren Phasen seine Liebe zu lebenslustigem und ausgelassenem Humor unter Beweis stellt. Mit Satire, die niemals dumpf, ironisch ist, verflicht er seine intime Welt mit der Außenwelt. Diese Außenwelt sind nicht nur konzeptuelle Verbindungen, die mit Worten und Bildtiteln Ideen, Gestalten und Geschichten miteinander kombinieren, die der Künstler erlebt hat. Diese Welt sind vor allem die Betrachter, für die die Bilder gedacht sind, und zwar mit Gestalten und Geschichten, die wir gemein haben. Die Titel, die Sicoe konsequent auf das Bild schreibt, wiederholen oft das Offensichtlichste, was der Betrachter jedoch auf der Suche nach einem tieferen Sinn übersehen könnte. In anderen Fällen fasst er mit Titeln eine Idee in Worte, die als zufällige Assoziation während des kreativen Prozesses auftauchte. Tautologien beenden somit das Vortäuschen und theoretisches Gelaber um den heißen Brei. Wir haben das Kind beim Namen genannt und dabei zumindest gelächelt. Doch das bedeutet nicht, dass die Reise hier endet. Wenn wir erkennen, wo wir stehen, sind wir erst am Anfang und machen uns entspannt und offen für Überraschungen und Improvisationen auf den Weg. Die geistigen Welten, die wir auf dieser Reise besuchen und entdecken, sind keine vorhersehbaren autoritären Systeme von Kontrolle und Abstinenz, sondern befreite Sprünge ins Unbekannte. Und für Bruchlandungen ist, im Stil indianischer Schamanen, Lachen die beste Medizin.
Die Darstellung von Körpern in Sicoes Bildern ist äußerst ungewöhnlich. Schon mit der hypnotischen Verwendung von Farben entfernt er sich vom irdischen Realismus und nähert sich der Traumwelt sowie der Zeit der Mythen. Ohne surrealistisches Interesse verbinden sich die Gegenstände (Körper) aus dem wahren Leben des Künstlern mit einem imaginären Raum. Die Perspektive, die wir vom klassizistischen Hinblick kennen, spielt hier keine Rolle. Alles ist hart und zugleich formbar. Die Drehungen der Körper und der Blick darauf sind von kindlicher Einfachheit und echter Wahrhaftigkeit, der Raum auf dieselbe Weise undefinierbar und zugleich gegenwärtig und bewohnbar. Dichte und Undurchsichtigkeit der Farbschichten vermag den Eindruck von Fixiertheit zu vermitteln, das Gefühl, dass den Bildern keine Bewegung inne ist. Doch das ist nur die kindliche Einfachheit der Darstellung des Lebensprozesses, den der Betrachter selbst erleben, selbst untersuchen muss. Die Dynamik versteckt sich in den Wegen, die die symbolische Gestalt bereitstellt. Wie auch der Tanz des Schamanen nur die Tür zur Welt der geistigen Suche öffnet, zeigt sich auch in Sicoes Bildern nur ein angehaltener Augenblick, der paradoxal – weil er aus der Gefangenschaft der Zeit ausbricht – Raum schafft für die Verdoppelung des Betrachters in einer neu kreierten Welt.
Vasja Nagy
Im Rahmen des Artist in Residence-Programms des österreichischen Kulturministeriums stellte sich als erste slowenische Teilnehmerin die junge Künstlerin Nina Mršnik der Wiener Öffentlichkeit vor.
Fünf Kunstschaffende aus verschiedenen Ecken der Welt präsentierten in der Ausstellung „The Woods“ ihre Arbeiten, die sie während ihres dreimonatigen Aufenthalts im Schloss Laudon geschaffen haben. Nina Mršnik zeigte die Fortführung ihres Projekts „I hate Chairs!“: mit einem Stuhl auf einem Stück Rundholz im Schlosswald sowie einem auf einer Treppe am Donaukanal. Die armenische Künstlerin der Welt präsentierte ihre großformatigen Ölbilder von Wiener Landschaften in düsteren, doch leuchtenden Farben. Die deutsche Fotografin Bärbel Praun dokumentierte und inszenierte das Leben ihrer vier Mitbewohner mit scharfem Blick. Sie verband die Künstlerporträts mit einer Installation mit Fotos von aus Ästen gebauten Unterschlupfen im Schlosswald. Die chinesischen Künstler Li Juan und Li Yuanhao differieren sowohl in Technik als auch Material: Man sieht einerseits abstrakte, nahezu durchsichtige Tuschezeichungen auf Papier, andererseits einen goldenen, metallenen, dreidimensionalen und mit einer Lichtquelle versehenen Körper.
Die Ausstellung ist vom 19. bis 22. Juni sowie 25. und 29. Juni 2012 von 10:00 bis 17:00 Uhr im Ausstellungsraum des BMUKK, Concordiaplatz 2, 1010 Wien zu besichtigen.
http://thisisalovemessage.tumblr.com
Im Rahmen des Artist in Residence-Programms des österreichischen Kulturministeriums stellte sich als erste slowenische Teilnehmerin die junge Künstlerin Nina Mršnik der Wiener Öffentlichkeit vor.
Fünf Kunstschaffende aus verschiedenen Ecken der Welt präsentierten in der Ausstellung „The Woods“ ihre Arbeiten, die sie während ihres dreimonatigen Aufenthalts im Schloss Laudon geschaffen haben. Nina Mršnik zeigte die Fortführung ihres Projekts „I hate Chairs!“: mit einem Stuhl auf einem Stück Rundholz im Schlosswald sowie einem auf einer Treppe am Donaukanal. Die armenische Künstlerin der Welt präsentierte ihre großformatigen Ölbilder von Wiener Landschaften in düsteren, doch leuchtenden Farben. Die deutsche Fotografin Bärbel Praun dokumentierte und inszenierte das Leben ihrer vier Mitbewohner mit scharfem Blick. Sie verband die Künstlerporträts mit einer Installation mit Fotos von aus Ästen gebauten Unterschlupfen im Schlosswald. Die chinesischen Künstler Li Juan und Li Yuanhao differieren sowohl in Technik als auch Material: Man sieht einerseits abstrakte, nahezu durchsichtige Tuschezeichungen auf Papier, andererseits einen goldenen, metallenen, dreidimensionalen und mit einer Lichtquelle versehenen Körper.
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Die 1982 im slowenischen Koper geborene Nina Mršnik stellt am 18. Juni im Zuge des vom österreichischen Kulturministeriums organisierten und geförderten Artist-in-Residence-Programms ihr I hate chairs!-Projekt in den Ausstellungsräumen des BMUKK am Concordiaplatz in Wien vor. Das Projekt ist eine persönliche Antwort auf Fragen zu Design und die Rolle der Künstlerin selbst als Designerin in der Gesellschaft. Während ihrer Tätigkeit als Artist in Residence begann Nina Mršnik mit einer Serie von Illustrationen, die sie der Öffentlichkeit in ihrem Blog zur Verfügung stellt.
In I hate chairs! zeigt Nina Mršnik zehn Porträts (Acryl auf Papier) und zwei Stühle und zeichnet auch für den Innenraum sowie das Graphic Design der Ausstellung verantwortlich. Die Künstlerin hat auch einen Katalog mit Texten und Porträts, die ihren Aufenthalt in Wien behandeln, zusammengestellt. Gemeinsam mit Nina Mršnik werden auch Mary Moon (Armenien), Li Juan und Li Yuanho (China) sowie Bärbel Praun (Deutschland) ihre eigenen Werke vorstellen.
Nina Mršnik studierte Product Design am Royal College of Art in London, wo sie 2008 ihren Masterabschluss machte. Bevor sie 2010 nach Slowenien zurückkehrte und dort Grupa ins Leben rief, eine Gruppe von freiwilligen Designern, Architekten und Kunstschaffenden, bereiste sie die Welt und war bei zahlreichen Projekten tätig, darunter für Jurgen Bey. Sie ist Teil des wandernden Lehrkollektivs The Mobile Workshop Group.
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Diese Veranstaltungsreihe gibt einen vertieften Einblick in die Probleme des bestehenden Lebensmittel-und Agrarsystems, diskutiert aktuelle Hindernisse und Herausforderungen und stellt mögliche Alternativen und Handlungsmöglichkeiten vor. Dabei werden ReferentInnen verschiedenster wissenschaftlicher Disziplinen und politischer Initiativen zu Wort kommen, darunter am Dienstag, den 5. Juni, auch Dr. Marta Gregorčič, Leiterin des slowenischen Projekts Urban Furrows. Mit dem Ziel, das Stadtbild von Maribor, das Zusammenleben und die Stadt-Land-Beziehung zu verändern, verdeutlicht es den gesamtgesellschaftlichen Anspruch von Ernährungssouveränität. Die sieben Teilprojekte beinhalten die nachhaltige Nahversorgung mit Lebensmitteln, die Errichtung von Gemeinschaftsgärten und einer Saatgutbank, die Zusammenarbeit mit Roma-Gemeinden und MigrantInnen, die Errichtung eines sozio-kulturellen Zentrums zur „Alternativen und Autonomen Produktion“ und die aktive Promotion von Fahrradverkehr. Neben Dr. Gregorčič werden auch Mateja Koler, Leiterin der Saatgutbank, und Matej Zonta, Leiter der Gemeinschaftsgärten, an der Diskussion teilnehmen.
Die wachsende Anzahl von Ernährungskrisen, Agrarkonflikten und Hungeraufständen in den letzten Jahren zeigt, dass unser Lebensmittel- und Agrarsystem in einer tiefen Krise steckt. Einer Krise, die eng zusammenhängt mit der ökologischen Klimakrise, der Energie-, Wirtschafts- und Finanzkrise. Ein „weiter wie bisher“ innerhalb von Marktlogik und Wettbewerbsdogma ist somit keine Option, selbst wenn dies internationale Organisationen wie die Welthandelsorganisation (WTO) oder transnationale Lebensmittel- und Agrarkonzerne propagieren. Lösungen müssen vielmehr demokratisch ausgehandelt werden.
Ernährungssouveränität ist ein Konzept, das die weltweite KleinbäuerInnen-Bewegung Vía Campesina und viele Initiativen seit 1996 vorantreiben und weiterentwickeln. Ernährungssouveränität ist das Recht von Menschen, die Art und Weise der Produktion, des Konsums und der Verteilung von Lebensmitteln selbst zu bestimmen – ohne die Lebensgrundlagen anderer Menschen und Regionen zu schädigen. Das Konzept beruht auf dem Recht auf leistbare und gesunde, ökologisch nachhaltig und sozial gerecht produzierte Nahrung für alle Menschen. Nahrung wird nicht als Ware aus dem Interesse produziert und verteilt Gewinn zumachen, sondern um ein gutes Leben für alle zu ermöglichen.
Die Urban Furrows-Mitarbeiter stellten am Dienstag, den 5. Juni 2012, auf der BOKU Wien der Wiener Öffentlichkeit bereits zum dritten Mal ihre Programme und Projekte vor, die sie in den letzten anderthalb Jahren im Rahmen der Kulturhaupstadt Maribor 2012 entwickelt haben. Wie schon zuvor, holte auch diesmal das Slowenische Kulturinformationszentrum SKICA die Verantwortlichen wieder in die österreichische Hauptstadt, um Interessenten das Projekt und die Köpfe dahinter näher vorzustellen.
Das größte Interesse galt dem Programm Urban Farming, sind doch in Wien mehr als zehn Initiativen tätig, die ungenutzte Flächen für neue Konzepte der öffentlichen und gemeinsamen urbanen Gärntnerei reaktivieren. Weil das Interesse an den Urban Furrows-Programmen stetig steigt, haben die Koordinatoren der einzelnen Projekte Treffen mit diversen Organisationen organisiert, mit denen 2013 – und auch darüber hinaus – bei Anmeldungen zu europäischen und anderen Projekten eine Zusammenarbeit geplant ist, vor allem mit dem Wiener Projekt Soho-in-Ottakring, aber auch mit AgrarATTAC und Via Campesina, um Dauerhaftigkeit sowie Nachhaltigkeit von Urban Furrows zu gewährleisten. Besonders auf diesem Gebiet ist Zusammenarbeit von enormer Wichtigkeit, da die finanziellen Mittel in Zeiten der Krise begrenzt und die ausführenden Organisationen jung sind und sich somit bei den zahlreichen europäischen Ausschreibungen nur mit Mühe durchsetzen können. Kooperationen mit Wien, Graz und Čakovec sind somit der logische Schluss, auch um die Weiterführung der Projekte nach Maribor 2012 zu gewährleisten.
Österreichische Erstaufführung
In dem Solo widmen sich die Choreografin Leja Jurišic und die Video- und Lichtdesignerin Petra Veber dem Moment der Revolte, des Aufstands, der Empörung. In einem Drama ohne gesprochene Worte tritt der Körper dabei als Handelnder auf. Emotion, Körperlichkeit und Ausdruck sind dabei für die slowenische Tänzerin die (Bühnen-)Mittel, um in extreme Zustände vorzudringen, denen das Moment des Scheiterns immanent ist: ein Moment, der die Grenzen jeder Art von Wahrheit, Autorität und Regelwerk offenlegt.
Ballet of Revolt ist eine Performance, die nach der Rolle von Kunst als Antwort auf unterdrückte und wiederkehrende Elemente unserer individuellen und kollektiven Geschichte fragt; eine künstlerische Aufforderung, jede Krise zum Anlass für ein immer neues Nachdenken über die Zukunft zu nehmen.
Im Rahmen des Galerienrundumgangs eröffnete die junge slowenische Künstlerin und Schriftstellerin Eva Petrič, die bereits seit mehreren Jahren in Wien lebt und arbeitet, am 24. Mai ihre Ausstellung Missing Lullaby in den Räumlichkeiten der Lukas Feichtner Galerie Wien. Im folgenden Statement beschreibt Eva Petrič die Intention und Hintergründe ihrer Kunst mit eigenen Worten:
Blanco Castilla Marta Susana, Campero juan Carlos, Delgada Margarita, Escalda Jose Maria, Fernandez Gonzalez Juan Alejandro, Garcia Conti Jesus Jose, Hernandez Rodriguez Jorge, Ibalo Antonio Alberto. What can we do with the names of those missing? Forget them? Cut them out? Tear them? Erase them? Engrave them? Underline them? Replicate them? Sell them? Exchange them? Deny them? Cover them? Steal them? Burry them? Save them? Share them.
Missing Lullaby is an object of research, of reflection echoing all those who have been robbed of their bodies for political reasons and all those who have been robbed of their voices. Inspired by the recently established memorial wall in Parque de Memoria in Buenos Aires, where the 30.000 names of the missing people have apperared only recently after having been denied their existence for over thirty years, it chooses to focus specifically on the bodies and voices robbed during the so called "dirty war" that took place in Argentina between the years 1976-1983. Missing Lullaby is the auditory reflection of this wall. Its materialization into sound with focus on human voice is the reaction to the fact that not only the voices of the victims but also of other people were silenced for decades and still continue to be in other situations in other parts of the world.
By materializing the wall through sound, the Missing Lullaby returns voices to the actual names of the victims, returns their presence – creates a space for them, brings them into the space of the gallery. Voice is presence and this presence we need to share, is the main intention of the Missing Lullaby. For this purpose a full scoped and multilayered environment is created with thoughtful addition of other sounds, making the Missing Lullaby to act as a catalyst for emotions set forth in listeners. Thus this sound interpretation of the memorial wall audio-ports the Parque de Memoria Wall from the visual material environment enabled by the three channel video installation On the other side of the telephone book also into that of a complex emotional environment, with emotions piling into a hematoma and finally bursting out from under the skin in the hema-toma installation.
My skin, the skin of a box without skin, floating* … 32 collars, six generations, 172 napkins, 12 pillows, 25 souvenirs, thousands of hours, miles of thread, traces of names, memories, voices, smells, sounds, emotions...
My skin, your skin is so much more then just the membrane separating me from you. Its lines connect, intersect, dissect… – you never know how, with what with whom you are connected - … We are existing in a tightly interrelated network of many voices and bodies – multidimensional multifunctional with our ability to remember and imagine, going beyond linear space and time. My skin, your skin is trans-generational, containing not only veins of hope, happiness, love, softness of its touch… but also of disappointments, grieving, dread, agony, anger… exploding where they should not, resulting in hema-toma…
By definition, a hematoma is a collection of blood outside of a blood vessel. It occurs because the wall of a blood vessel has been damaged and blood has leaked into tissues where it does not belong…
…like my hema-toma. We can have hema-toma on our body – our skin, but also WE can ourselves be hema-toma, not by blood causing them but instead when emotional barriers break and emotions explode …be this in a person or in a society, in a group or alone …be this in Birmingham, London, New York or Berlin last year, or Tunis, Cairo, Sana, Bahrain, Bengazi, Homs, Tripoli and other places with pressure still expanding their hema-toma…
Through my hema-toma hungry fescoes appear, disappear and then again reappear in the unique rhythm set forth by Missing Lullaby, calling to all those who are – or that are no longer - here in body… questioning not only what we see and what is looking at us, but also all that is sounded for us. All that spreads, sedates, meditates, hesitates underneath our skin and was thought of as non-existent now pulls at our attention, like a muse, biting hard and holding its grip loyally on us till we give into and acknowledge it. It is like a Hema-toma, growing, spreading, aching, swelling, until we cut it and drain it - offer our attention to it, the potential to reverse the whole process.
Dass der Titel „Kulturhauptstadt“ nicht zwangsläufig nur Positives und Schillerndes bedeuten muss, davon zeugte im Rahmen von Soho in Ottakring die Diskussion Europäische Kulturhauptstädte: Wie viel Milch gibt die heilige Kuh? Im Vorfeld zur Debatte wurde der Film Liverpool 2008. Capital of Vulture von Jürgen Cyranek, Rebecca Cyranek, Claudia Christen (CityPicture/UK) vorgeführt, in dem verschiedene Seiten und Erfahrungen während Liverpools Zeit als Kulturhauptstadt beleuchtet werden. Die Stadtleitung sowie einige Theoretiker empfanden diesen Titel als ganzjähriges Festival mit Anlass für eine Imageveränderung, und auch die Möglichkeit für neue Investitionen sowie die Kultur als Entwicklungsanreiz spielten eine wichtige Rolle. Die Künstler selbst jedoch haben gänzlich andere Erinnerungen an dieses Jahr: Sie mussten das Stadtzentrum verlassen, ihre Studios räumen, und nach Ablauf des Jahres wurden ihnen die finanziellen Mitteln teils gekürzt, teils gänzlich gestrichen.
Die anschließende Diskussionen wurde von Elke Rauth, Redakteurin des Magazins dérive und Leiterin des Festivals Urbanize!, geleitet, Diskutantinnen waren die Leiterin des Projekts Urban Furrows, Dr. Marta Gregorčič, und die Politologin Dr. Monika Mokre. Mit Graz im Jahre 2003 und Linz 2009 hatte Österreich bisher bereits zwei Kulturhauptstädte, wobei die Unterschiede und etwaigen Probleme dieser beiden Großveranstaltungen diskutiert wurden, doch auch das Gesamtprojekt Europäische Kulturhauptstadt wurde kritisch beleuchtet. Dr. Mokre kam zu dem Schluss, dass der eigentliche Beweggrund – Festigung der europäischen Identität – inzwischen mehr und und mehr in den Hintergrund gerückt ist und die Motivation nunmehr die Geschichte der einzelnen Stadt ist. Es habe den Anschein, dass es mittlerweile darum geht, eine Balance zwischen „der europäischen Identität und dem Nichtverletzen von nationalen Gefühlen“ zu finden. Jedoch steigt das Interesse am Projekt Europäische Kulturhauptstadt stetig, die Anmeldungen werden von Jahr zu Jahr mehr. Dr. Gregorčič strich Maribors Besonderheiten hervor, das sie als „verletzte Stadt“ bezeichnete, die in den letzten 20 Jahren von einem Drittel der Bevölkerung verlassen wurde und ebenfalls die Folgen der Wirtschaftskrise zu spüren bekommt. Da es laut Dr. Gregorčič schwer sei, in so einer Stadt kreativ zu sein, ist das Projekt Urban Furrows langfristig und nachhaltig konzipiert: Es gehe darum, auf lokaler Ebene auf Herausforderungen zu reagieren, auf die es auf europäischer und globaler Ebene noch keine Reaktionen gibt und zugleich zu gewährleisten, dass die während des Kulturjahres ausgelösten Prozesse auch in Zukunft bestehen werden. Die lokale Nahrungsversorgung zeige bereits gute Resultate, ebenso die Projekte mit der Roma-Gemeinschaft: Im Herbst erscheint der erste Roman auf Slowenisch und Romanes sowie der erste auf ausschließlich Romanes. Dr. Mokre betonte zum Schluss, dass das Projekt Urban Furrows die tatsächlichen Probleme der Stadt beim Namen nennt und dass das Projekt allein schon deswegen interessant ist, weil es nicht aus der Annahme heraus agiert, kulturelle Kreativität per se würde die Entwicklung vorantreiben, sondern weil es auf der realen Situation und aktuellen Verhältnissen basiert. Damit schaffe Urban Furrows neue Konzepte und neue Hoffnungen.
Eine Kooperation mit Soho-in-Ottakring und FOKUS.
Slowenische Literatur findet, bis auf wenige Ausnahmen, im deutschsprachigen Raum bisher nur geringen Anklang, was natürlich nichts mit der Qualität der Texte zu tun hat, sondern einzig der Tatsache geschuldet ist, dass es sich um ein kleines Land handelt, das im großen Topf Europa nur langsam als eigenständiger kultureller Bereich wahrgenommen wird. Diesem Umstand haben am 25. April das Slowenische Kulturinformationszentrum SKICA und das Literaturhaus Wien entgegengewirkt, indem vier junge slowenische AutorInnen eingeladen wurden, einen Einblick in ihr durchaus sehr vielfältiges und vielschichtiges Schaffen zu gewähren. Katja Perat, Nataša Kramberger, Nejc Gazvoda (der aus terminlichen Gründen nicht erscheinen konnte, weswegen er von der Übersetzerin Metka Wakounig vertreten wurde) und Goran Vojnović stellten sich dem Publikum zunächst lesend vor. Die Texte wurden auf Slowenisch vorgetragen, während die deutschen Übersetzungen auf eine Leinwand projiziert wurden, was die Besucher äußerst positiv aufnahmen. Vor allem die bilingualen Gäste bekamen so die Möglichkeit, zwischen Deutsch und Slowenisch hin und her zu schalten und die Wirkung der Texte in der jeweils anderen Sprache miteinander zu vergleichen.
Nach der Lesung wurde unter der Leitung von ORF-Literaturkritikerin Katja Gasser mit den vier AutorInnen und dem Übersetzer Aleksander Studen-Kirchner über den Stand derslowenischen Literatur diskutiert. Die Debatte entspann sich schnell zu einer Betrachtung auf die sogenannte Ex-Jugo-Nostalgie, die Frage, ob und wieso bzw. wieso nicht Jugoslawien ein Thema in der Arbeit der jungen SchriftstellerInnen ist, wurde ausgiebig besprochen, was aus zeitlichen Gründen leider nur wenig Raum für andere Inhalte übrig ließ.
Bisher wurde kein Werk der vier jungen gastierenden AutorInnen ins Deutsche übersetzt, da die deutschsprachige Literaturlandschaft diesem „Projekt“ eher verhalten gegenüberzustehen scheint. Dies sollte jedoch schnellstmöglich geändert werden, denn slowenische Literatur hat einen berechtigten Stellenwert in der europäischen Kulturlandschaft, was nun einmal auch dem Publikum in Österreich, Deutschland und der Schweiz verdeutlicht werden soll. Denn auch wenn Slowenien geografisch klein ist, so gehört es geistig und kreativ betrachtet schon lange zu den Großen.
Goran Vojnović (geb. 1980 in Ljubljana), Autor, Journalist, Regisseur; erhielt für sein Debut Čefurji raus! 2009 den Kresnik-Preis für den besten slowenischen Roman, 2011 erschien Jugoslavija, moja dežela (Jugoslawien, mein Heimatand).
Goran Vojnović, Aus: Jugoslawien, mein Heimatland (PDF, 82kb)
Katja Perat (geb. 1988 in Ljubljana), studiert Literaturwissenschaft in Ljubljana; veröffentlichte 2011 den preisgekrönten Lyrikband Najboljši so padli (Die Besten sind gefallen).
Katja Perat, Aus: Die Besten sind gefallen (PDF, 44kb)
Nejc Gazvoda (geb. 1985 in Novo mesto), studierte an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen; mehrfach ausgezeichneter Prosa- und Drehbuchautor und Filmemacher; veröffentlichte Kurzgeschichten und Romane.
Nejc Gazvoda, Der Schatten (PDF, 83kb)
Vier slowenische Autorinnen und Autoren stellen sich dem österreichischen Publikum mit einer Auswahl ihres Werks vor und bieten somit einen Einblick in die junge zeitgenössische Literatur aus Slowenien. Die Texte werden sowohl auf Slowenisch als auch auf Deutsch in der Übersetzung von Metka Wakounig vorgestellt.
Im Anschluss an die Lesungen führt Katja Gasser (Literaturkritikerin, ORF) mit den vier AutorInnen und Aleksander Studen-Kirchner (geb. 1981 in Ljubljana, Autor, Übersetzer, Schauspieler; veranstaltet seit 2003 slowenische Literaturabende in Wien) ein Gespräch über Einflüsse, Strömungen und Tendenzen in der zeitgenössischen slowenischen Literatur.
Goran Vojnović (geb. 1980 in Ljubljana), Autor, Journalist, Regisseur; erhielt für sein Debut Čefurji raus! 2009 den Kresnik-Preis für den besten slowenischen Roman, 2011 erschien Jugoslavija, moja dežela (Jugoslawien, mein Heimatand). Goran Vojnović, Aus: Jugoslawien, mein Heimatland (PDF, 82kb)
Katja Perat (geb. 1988 in Ljubljana), studiert Literaturwissenschaft in Ljubljana; veröffentlichte 2011 den preisgekrönten Lyrikband Najboljši so padli (Die Besten sind gefallen). Katja Perat, Aus: Die Besten sind gefallen]] (PDF, 44kb)
Nejc Gazvoda (geb. 1985 in Novo mesto), studierte an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen; mehrfach ausgezeichneter Prosa- und Drehbuchautor und Filmemacher; veröffentlichte Kurzgeschichten und Romane. Nejc Gazvoda, Der Schatten]] (PDF, 83kb)
Nataša Kramberger (geb. 1983 in Maribor), mehrfach ausgezeichnete Prosaautorin; veröffentlichte u. a. den Roman Nebesa v Robidah (Himmel im Brombeerstrauch) und zuletzt den Versroman Kaki vojaki (Khaki Soldaten). Nataša Kramberger, Aus: Roman in Reimen]] (PDF, 75kb)
Am Donnerstag, den 5. April, fand in der Galerie Schleifmühlgasse die Vernissage zur Performance-Installation „exhiperform“ der österreichischen Künstlerin Anna Watzinger und des slowenische Kurators Vasja Nagy statt. Den Besuchern wurde ein interessantes Schauspiel geboten: von den Decken hängende leere Glühbirnenfassungen, in der Mitte des ganz in Weiß gehaltenen Raumes ein Ping-Pong-Tisch, neben dem sich die dazugehörigen Bälle und Schläger sowie Glühbirnen befanden. Zur Eröffnung der Installation bestritten Watzinger und Nagy ein klassisches Tischtennisspiel, währenddessen wurden die Glühbirnen in die Fassungen eingeschraubt. Nach dem Spiel war der davor dunkel gehaltene Raum hell erleuchtet, die Bälle lagen wahllos durch den Raum verstreut.
Mit dieser Performance wollen die beiden Aussteller auf die Dynamik von E-Mail-Kommunikation sowie auf die Begegnung verschiedener Arbeits- und Lebenskonzepte hinweisen. Das Nonverbale spielt ebenso eine Rolle, denn es soll wortlos über klassische Definitionen von Alltag und Beruf diskutiert werden.
Die Installation ist noch bis zum 28. April zu besichtigen, wobei Besucher unter dem Motto „come in and play!“ selbst Teil der Kunst werden können, indem sie in den Ausstellungsräumlichkeiten zum Schläger greifen und Tischtennis spielen können. Kunst wird somit greifbar und lädt zur Interaktion ein.
Die Ausstellung von Vasja Nagy (SLO) und Anna Watzinger (A)beschäftigt sich mit der Erforschung von Grenzen zwischen Öffentlichen und Privatem sowie Privatem und Professionellem.
Vasja Nagy, geboren 1972 in Postojna, ist Kurator und Kritiker für visuelle Kunst, der für die Galerie Schleifmühlgasse 12-14 bereits zwei Ausstellungen vorbereitet hat, diesmal stellt er sich jedoch mit seinem eigenen künstlerischen Schaffen vor. Anna Watzinger, geboren 1981 in Graz, ist Künstlerin und Mitglied der Produzentengalerie Schleifmühlgasse 12-14.
Sie kennen einander vom Studium an der Kunstuni Graz, der österreichische Violinist und der slowenische Akkordeonist Borut Mori. Gemeinsam nehmen sie Klangtraditionen aus den verschiedensten Ecken der Welt und bringen sie neu zum Klingen, füllen dabei ein breites stilistisches Spektrum zwischen Jazz und Weltmusik aus, in dem sie sich traumwandlerisch sicher mit großer Virtuosität und ebensolcher Spontaneität bewegen. Nicht umsonst gewann das Duo Jenner/Mori den Austrian World Music Awards 2010!
Igmar Jenner: Violine Borut Mori: Akkordeon
Das EU-Projekt CULBURB beschäftigt sich mit Phänomenen der Suburbanisierung in Prag, Budapest, Bratislava, Ljubljana, Warschau und Wien. Als Reaktion auf ausgewählte „Gegenden“ und deren Umfeld werden pro Gebiet fünf „Akupunkturen“ umgesetzt. Das sind architektonisch-künstlerische Interventionen, die mit mininalen Eingriffen maximale Wirkung im Sinn längerfristig positiver Anstöße erreichen wollen.
In Wien konzentriert sich das Projekt auf Sandleiten und Umgebung.
Bei allen räumlichen, sozialen und historischen Unterschieden zwischen den an CULBURB beteiligten Gebieten gibt es doch viele vergleichbare Situationen, wie etwa fehlende gemeinschaftliche Praxis. Aus Slowenien beteiligt sich das Architektur- und Künstlerikollektiv KUD C3, eine junge Gruppe, die ihre eigene urbane Identität entwickelt und ihre eigenen urbanen Hotspots sowie (Nicht-)Perspektiven gefunden hat, und zwei Koordinatoren sowie zwei internationale Künstler.
Veranstaltung auf Englisch.
Am Mittwoch trafen sich zahlreiche Interessenten im Wiener Literaturhaus zum dritten Europäischen Festivals der Poesie, das von KulturKontakt Austria, den Botschaften der teilnehmenden Länder und deren Kulturinstituten, darunter auch dem in Wien ansässigen Slowenischen Kulturzentrum SKICA, mitoragnisiert wurde. Aus Slowenien waren gleich zwei Dichterinnen anwesend, Stanka Hrastelj und Eva Petrič. Zwar waren die jeweiligen Präsentationen wegen der Dichte der lesenden Dichter und Dichterinnen verhältnismäßig kurz – Hrastelj las ein Gedicht, Petrič zwei –, doch sie gewährten trotzdem einen Einblick in das literarische Schaffen der beiden Autorinnen. Stanka Hrasteljs stellte ihr Gedicht Ponos (Stolz) vor, die Auseinandersetzung eines Kindes mit der Krankheit seines Vaters, Eva Petrič brachte dem Publikum ihre Gedichte Stisnjena (Gepresst) und Osnovna slovnica (Grundgrammatik) dar, die sie auch mit einer künstlerischen Inszenierung untermalte. Die österreichische Leserschaft bekam somit die Möglichkeit, Literatur aus „anderen“ Teilen Europas kennenzulernen, die bisher noch keiner massenhaften Rezeption zuteil wurde, es aber auf jeden Fall verdient hätte.
Gestützt auf mehrjährige Feldforschung zeigt Kuratorin Elke Krasny eine globale Geschichte der Stadt aus der Perspektive von Landnahmen und Stadtentwicklung von unten. Im Zuge ihrer internationalen Recherchen führte sie Interviews mit ArchitektInnen, PlanerInnen, AktivistInnen, KünstlerInnen, ForscherInnen, SiedlerInnen, SchrebergärtnerInnen und Community Gardeners. Die Ausstellung versteht sich konzeptuell als spezifischer Wissensproduktionsort der Geschichte des Hands-On Urbanism.
„Hands-On Urbanism 1950-2012“ gibt Einblick in selbstorganisierte, kollektive, informelle Bewegungen des Urbanen, in Projekte, die von ArchitektInnen, AktivistInnen oder KünstlerInnen initiiert wurden und die neuen Räume, die dadurch entstehen. Anhand von rund 20 ausgewählten Beispielen in Europa, Lateinamerika, den USA und Asien wird dargelegt, wie oft kleine Projekte maßgeblich zu großen Veränderungen führen. Jedes Projekt wird im Kontext seiner spezifischen zeithistorischen Bedingungen analysiert. In der Verbindung von historischen Linien und Denkfiguren mit aktuellen Entwicklungen spiegeln sich die großen Bewegungen wider, die eine Ideengeschichte dieser Formation des Gärtnerischen erzeugen: Informelles, Freiheit, Nachbarschaftlichkeit, Verantwortung, Bottom Up, Top Down, Regeln, Grenzen, Überschreitungen, Illegalität, Partizipation, Urban Farming, Ökoästhetik ...
Zeitgenössische und historische Fotografien, Filme, Pläne, Skizzen und ausgewählte Originalobjekte demonstrieren in der Gestaltung der Szenografin Alexandra Maringer die Auswirkungen des Hands-On Urbanism auf die Stadt.
Auch die slowenische Architektin und Künstlerin Marjetica Potrč wird mit ihrem Projekt The Cook, the Farmer, his Wife and their Neighbour, das in Zusammenarbeit mit der Gruppe Wilden Westen entstanden ist, vertreten sein. In dem nach dem Zweiten Weltkrieg als rationalisierte Gartenstadt geplanten Amsterdamer Stadtteil Nieuw West realisierte das Kollektiv von 2008 bis 2009 einen Gemeinschaftsgarten. Potrč befasst sich vorrangig mit den Problemen der Großstädte und Metropolen, ihren Wandlungsformen und Randerscheinungen. Hierbei fokussiert sie die wechselseitigen Bedingungen von geplanten und ungeplanten Entwicklungen und thematisiert Autonomie von Individuen oder Gemeinschaften am Rande der Gesellschaft. Sie erhielt bereits zahlreiche Preise, darunter den vom New Yorker Guggenheim Museum verliehenen Hugo Boss Preis (2000). Seit 2011 unterrichtet sie an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.
ERÖFFNUNG: MI, 14. März 2012, 19:00
Die slowenische Band Y stellte im Wiener Porgy&Bess ihr Album Blessing Alarm vor und begeisterte vom ersten Akkord an. Die drei jungen Musiker Andrej Glazar, Marko Borko und Bojan Varga verstehen es gekonnt, die Zuhörer nur durch ihre Instrumente, ohne jeglichen Gesang, für sich einzunehmen. War das Publikum anfangs noch etwas verhalten, so wurde der Applaus von Musikstück zu Musikstück immer lauter, und man war fast versucht, nach einer Zugabe zu rufen. Für einige Momente war das gediegene Ambiente des Porgy&Bess vergessen, und man hatte den Eindruck, sich in einem richtigen Rockclub zu befinden, womit der Beweis, dass Y jede Lokalität bespielen können und sollen, zweifellos gegeben ist. Im Anschluss gaben broken.heart.collector um die slowenische Sängerin Maja Osojnik ihr Können zum Besten. Mit einer Mischung aus Avantgarde und Mainstream versuchte die Gruppe die Frage „Was gibt ein Instrument alles her?“ zu beantworten und scheiterte nicht daran. Was auf den ersten Blick bzw. das erste Hinhören wie planloses Eindreschen auf die Instrumente wirken mag, entpuppt sich bereits nach den ersten Takten als das, was es ist: gute, kompromisslose Musik. Maja Osojnik harmoniert mit ihrer unverwechselbaren Stimme mit ihren Musikern und beschreitet den schmalen Grat zwischen ernstzunehmender Frontfrau und Rockgöre erfolgreich, ohne dabei je lächerlich oder aufgesetzt zu wirken. broken.heart.collector machen hörenswerte Musik von hoher Qualität, die zwischenzeitlich auch etwas überfordern kann – im besten Sinne des Wortes.
Florjan Lipuš war zu Gast in Wien – und die Gäste blieben nicht aus. Am 7. Februar strömten zahlreiche Interessierte in den Veranstaltungssaal der Wiener Hauptbibliothek, um dem aus Kärnten stammenden Schriftsteller Florjan Lipuš zu lauschen und anschließend mit ihm zu diskutieren. Begleitet wurde er von seinem Verleger Lojze Wieser, der Lipušs Texte, in deutscher Übersetzung vortrug und auch die eine oder andere Anekdote einstreute.
Der äußerst sympathische Autor verstand es, seine Texte dem Publikum auf ungezwungene Art näherzubringen, ohne dabei jedoch auf Hinter- und Beweggründe seines Schaffens aufmerksam zu machen, was sich vor allem in der anschließenden Publikumsdiskussion herauskristallisierte. So wurden Fragen nach der persönlichen Bewertung der deutschen Übersetzungen oder nach politischen Motiven, die ja in Kärnten vor allem für Angehörige der slowenischen Volksgruppe eine nicht zu verachtende Rolle spielen, prägnant, aber immer mit einem Augenzwinkern beantwortet, denn wo steht schließlich geschrieben, dass eine Lesung bierernst sein muss, auch wenn sie sich mit zuweilen ernstzunehmenden und nicht zu vernachlässigenden Themen beschäftigt?
Auch wenn man des Slowenischen nicht mächtig ist, schafft Florjan Lipuš es, seine Zuhörer durch bloßes Vorlesen zu fesseln, die Kernaussage seines Schreibens schwingt unüberhörbar mit, ganz egal, in welcher Sprache es vorgetragen wird. Das bunt gemischte Publikum verstand es dann auch, diese Tatsache zu würdigen, denn sowohl dem slowenischen als auch dem deutschen Teil des Abends wurde derselbe Grad an Aufmerksamkeit zuteil. Auf die Frage, was Lipuš über die deutschen Übersetzungen seiner Bücher denkt, erhält man eine entwaffnend ehrliche Antwort: „Ich muss gestehen, ich lese sie nicht, ich wäre wohl unzufrieden damit. Aber das macht nichts, denn eine Übersetzung ist ein eigenes Werk, nicht eine Wort-für-Wort-Übertragung meines Textes. Und das ist gut so.“
Florjan Lipuš gibt selten Interviews. Muss er auch nicht. Alles, was gesagt werden muss, steht in seinen Büchern.
Am Ende der Lesung übergab das Slowenische Kulturinformationszentrum SKICA, das auch als Organisator des Abends fungierte, der Hauptbücherei mehrere Werke slowenischer Gegenwartsliteratur, darunter auch einige Kinderbücher.
Von Florjan Lipuš sind u. a. erschienen:
„Maribor wird in einem Jahr ganz bestimmt eine andere Stadt sein als heute,“ sagte die Generaldirektorin Dr. Suzana Žilič Fišer als sie Maribor2012 – Europas Kulturhauptstadt am 17. Januar in Wiener Naturhistorischen Museum vorgestellte. Mitja Čander, Programmdirektor, hat gemeint, es geht nicht um „groß und spektakulär, aber außergewöhnlich“.
Das Programm ist in vier Programmblöcke geteilt: „Terminal 12“ (geleiten von Literaten und Suhrkamp-Autor Aleš Šteger) ist das künstlerische Programm, das neue Wege und Konzepte in Kunst testet. In der Suche nach der Identität der Stadt und neuen Wegen des Lebens, hat das Konzeptionsteam das Programmblock „Stadtschlüssel“an den Dialog zwischen der Stadt und der Kunst fokussiert. Die „Urbane Furche“ ist die Ökosoziale Dimension der Maribor 2012: Wissenschaftler, Künstler, Experte suchen nach guten Praktiken um eine kreative und tolerante Gesellschaft zu stärken. Das vierte Programmblock ist „Lifetouch“ genannt und ist eigentlich ein multimediales Raum der Reflexion.
So sollen die Stadtkerne von Maribor, aber auch den Partnerstädten Murska Sobota, Velenje, Ptuj, Novo mesto und Slovenj Gradec, durch künstlerische Eingriffe revitalisiert werden, die Reihe "Urbane Furchen" setzt auf ökologische und soziale Projekte etwa an Schulen, mit Obdachlosen oder mit lokaler Industrie.
Anja Golob (geb. 1976) studierte Philosophie und Komparatistik; Autorin, Journalistin, (Tanz-)Dramaturgin; 2010 erschien der viel gelobte erste Gedichtband V roki (In der Hand).
Ivan Cankar (geb. 1876), ging 1896 nach Wien, um Technik zu studieren, gab sein Studium aber bald zugunsten des Schreibens auf. Als freier Schriftsteller lebte er zeitweilig in Slowenien, zeitweilig in Wien-Ottakring. Ivan Cankar, der bedeutendste Vertreter der slowenischen Moderne, starb 1918 in Ljubljana. Sein Gesamtwerk umfasst 30 Bände.
Jure Jakob (geb. 1977 in Celje) studierte Komparatistik; lebt als freier Kulturarbeiter in Ljubljana; veröffentlichte die Lyrikbände: Tri postaje (2003), Budnost (2006), Zapuščeni kraji (2010).
Katja Perat (geb. 1988 in Ljubljana), studiert Literaturwissenschaft in Ljubljana; veröffentlichte 2011 den preisgekrönten Lyrikband Najboljši so padli (Die Besten sind gefallen).
Klemen Pisk (geb. 1973) Autor, Übersetzer, Sänger der Band Žabjak bend; machte mit dem Lyrikband Labas vakaras (1998) auf sich aufmerksam, 2008 erschien der Kurzprosaband Pihalec.
Nataša Kramberger (geb. 1983 in Maribor), mehrfach ausgezeichnete Prosaautorin; veröffentlichte u. a. den Roman Nebesa v Robidah (Himmel im Brombeerstrauch) und zuletzt den Versroman Kaki vojaki (Khaki Soldaten).
Nejc Gazvoda (geb. 1985 in Novo mesto), studierte an der Akademie für Theater, Radio, Film und Fernsehen; mehrfach ausgezeichneter Prosa- und Drehbuchautor und Filmemacher; veröffentlichte Kurzgeschichten und Romane.
Vesna Lemaić (geb. 1981), in der autonomen Kulturzone Metelkova in Ljubljana aktiv; leitet Trash-Writing-Workshops; Debütierte mit dem prämierten Kurzprosaband Popularne zgodbe (2008).
Der Filmpreis des Landes Tirol, verliehen für den besten internationalen Spielfilm, geht in diesem Jahr an den Slowenen Jan Cvitkovič für Archeo (2011). Der Film, der gänzlich ohne Dialoge auskommt, wurde vom Regisseur, der Präsident des IFFI-Partnerfilmfestivals Kino Otok Isola Cinema in Slowenien ist, beim Festival selbst präsentiert. In ihrer Begründung schreibt die Jury, bestehend aus Piotr Jaxa, Kameramann und Fotograph aus Polen, Michela Occhipinti, Filmemacherin aus Italien und Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage: „Der Regisseur Jan Cvitkovič zeigt die Welt dreier einsamer Individuen – einer Frau, eines Manns und eines Kinds. Er hinterfragt die Grundlagen des menschlichen Daseins, der Natur und stellt schliesslich eine langsame Annäherung dar. Archeo erforscht mit reduzierten Bildern und der Abwesenheit von Dialog universelle Gefühle. Der Mut zur Reduktion verleiht dem Film eine außerordentliche Ausdrucksstärke.“ Schauecke
Archeo gewinnt beim 21. Internationalen FILMFestival Innsbruck
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