KSEVT @ AB

Biennale6.jpg
7. Juni bis 23. November 2014 Venedig

Bei der 14. internationalen Architekturausstellung setzt sich der slowenische Pavillon, kuratiert vom Kulturzentrum für europäische Raumfahrtstechnologie KSEVT, mit den architektonischen Grundlagen aufgrund der Arbeiten des slowenischen Ingenieurs Herman Potočnik Noordung, Pionier der Weltraumarchitektur, auseinander. Mit dem 1928 erschienenen Buch Problem of Space Travel – The Rocket Motor eröffnete Potočnik eine erste Vorstellung darüber, wie Architektur dem Menschen das Überleben unter gefährlichen oder sogar tödlichen Bedingungen, in denen es keine Schwerkraft mehr gibt, garantieren kann.

Im Arsenal zwischen Corderie und Artiglierie präsentiert der slowenische Pavillon Potočniks Idee der Architektur des Weltraums auf vielseitige Art und Weise. Der Weltraum wurde in den letzten Jahrzehnten von Objekten verschiedenen Ursprungs bevölkert, von Satelliten bis hin zu Raumstationen. Diese menschlichen „Niederlassungen“ erfüllen diverse Funktionen in einem für die Menschen überlebensunfreundlichen Raum. Nichtsdestotrotz sind die Objekte durch die kulturelle und architektonische Leistung miteinander verbunden. Potočnik stellt sich in erster Linie die Frage, wie man Technologie, anstelle von Destruktion durch technischen Fortschritt, für allgemeine menschliche Zwecke und um die Bevölkerung des Weltraums zu ermöglichen, nutzen kann. Die Geschichte der Aneignung des Weltraums steht unzertrennlich in Verbindung mit der Architektur, besonders was den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt betrifft.

Im Pavillon unterscheidet KSEVT zwischen Lösungen betreffend Wissenschaft und Technologie und der Aneignung des Weltraums angesichts der Kategorien Kunst und Humanität. Die Entwicklung in der Architektur stellt dabei den Schnittpunkt zweier menschlicher Bestrebungen dar. Der Vektor Kunst und Humanität wird von Potočnik als antimilitaristische Herangehensweise zur Gestaltung von Weltraumarchitektur aufgezeigt und steht für einen kulturellen Raum in der Schwerelosigkeit und die unnatürlichen Lebensbedingungen für den Menschen.

Potočniks Engagement und sein architektonischer Beitrag können durch das Hervorheben der Geschichte des architektonischen Modernismus in Slowenien und außerhalb noch deutlicher gemacht werden. Wir können die Methodologie von Potočniks Entwürfen für Weltraumarchitektur, ein Umfeld für menschliches Leben unter ganz und gar unmenschlichen Lebensbedingungen zu schaffen, durch eine Serie architektonischer Lösungen von bekannten slowenischen Architekten der letzten hundert Jahre verstehen, obgleich diese meist einer wohnlichen und sozialen Funktion unterworfen waren, die sich auf die Idee eines besseren Lebens mit all seinen zivilisatorischen Vorzügen, auch für die schwächsten sozialen Gruppen, berief. Es ist kein Zufall, dass Modernisten und Avantgardisten in den frühen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts den Weltraum für sich entdeckt haben, wenn auch nach ihren eigenen Methoden. Die Suche nach einer neuen künstlerischen Ausdrucksform fiel sehr oft mit der Gründung einer neuen Gesellschaftsordnung und der Konstruktion eines neuen Menschen zusammen. Die Erschließung des Weltraumes machte eine radikale neue Sichtweise über Kunst und Gesellschaft möglich. Daher steht die technologische und architektonische Unterwerfung des Weltraums unmittelbar in Verbindung mit der utopischen künstlerischen Ergründung sowie mit der künstlerischen Auslegung darüber, was der Weltraum ist und was er bedeutet.

Aufgrund von drei Konzepten macht der Pavillon Potočniks Ideen der Weltraumarchitektur und den architektonischen Raum ganz allgemein auf verschiedene Arten zugänglich. Supre:human beschäftigt sich mit Noordungs technologisch-humanitärer Gestaltung des Weltraums als Lebensraum für den Menschen. Supre:living zeigt vor allem, dass der Weltraum mit kulturellen Gütern, darunter Architektur, erfüllt ist. Unter diesem erweiterten Begriff wird aber auch die künstlerische +Besitzergreifung sichtbar gemacht. Zu guter Letzt repräsentiert Supre:composite slowenische Architektur des letzten Jahrhunderts als Vorläufer und Nachkomme von Potočniks architektonischen Bestrebungen; ein Vorläufer, der Zusammenhänge und Mentalität der architektonischen Idee in einem bestimmten Bereich darstellt; ein Nachkomme, der auf die Grundlagen der allgemeinen Reflexion aufmerksam macht – wie stellt Architektur menschliches Wohnen sicher? - , und, weil es den Bedingungen neuer technologischer Lösungen entspringt, weitreichend verbunden ist mit der Entwicklung von Weltraumtechnologien.

Durch diese drei Aspekte lässt KSEVT einen einzigartigen Blick auf vergangene wissenschaftliche und künstlerische Forschungen über den Weltraum zu, ein Blick, um die Forschung als vielseitige mentale Anstrengung der Kultivierung des Weltraums zu verstehen. KSEVT organisiert diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit La Biennale di Venezia und bereitet die Hauptpräsentation gemeinsam mit dem Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum vor. Eine Verbindung wird zwischen Herman Potočnik Noordung und der Internationalen Raumstation, der einzigen bewohnten Weltraumarchitektur in der Erdumlaufbahn, hergestellt.

  • Das Problem mit der Raumfahrt – Supre:architecture, 7.6. - 23.11.2014, Slowenischer Pavillon der 14. Internationalen Architekturausstellung – La Biennale Di Venezia
  • Autoren: Miha Turšič, Dragan Živadinov
  • Co-Autoren: Dunja Zupančič, Špela Petrič, Peter Krečič, Tanya N. Zhelnina
  • Kurator: Jurij Krpan
  • Beauftragter: Miha Turšič (KSEVT, Vitanje), Maja Ivanič (DESSA Gallery, Ljubljana)
  • Ansprechperson des Pavillons: Aurora Fonda (A+A Gallery, Venice)
  • Pressekontakt: Robertina Šebjanič (KSEVT, Vitanje) - pr@ksevt.eu
  • Assistenz: Vera Vilardebo Sacchetti, Robertina Šebjanič, Jerneja Rebernak
  • Mitarbeiter: Bevk-Perović Architects, Dekleva-Gregorič Architects, Ofis Architects, Sadar+Vuga Architects, Blaž Šef, Gregor Novaković (3Data)
  • Produktion: KSEVT
  • Koproduktion: Dessa Gallery, Ljubljana Architects Association
  • Projekt unterstützt von: Ministerium Für Kultur, Rs; Gagarin Cosmonaut Training Center, Star City; La Biennale Di Venezia
  • Sponsoren: AplusA Galerie, Pinacoteca Manfrediana, Municipality Of Vitanje, Spirit Slovenia, Lifeclass Hotels & Resorts Portorož, Casino and Hotels Hit, Zlati Grič, Goopti

Weitere Infos auf: KSEVT.eu

Für weitere Auskünfte kontaktieren Sie: PR@KSEVT.EU

Fotos (v.l.n.r.): Slovenia_01_Noordung, Slovenia_02_Noordung, Slovenia_03_Noordung, Slovenia_04_ISS, Slovenia_05_KSEVT

Ausschreibungen

EsslArt.jpg
Anmeldefrist verlängert bis 31. Juli

Für die Teilnahme an der Ausschreibung des Essl Art Awards CEE 2015, der sich an junge Menschen aus Zentral- und Südosteuropa richtet und den es nunmehr seit dem Jahr 2005 gibt, können sich Kunststudenten aller teilnehmenden Länder mit maximal drei Werkstücken in einem beliebigen Medium ab sofort bewerben.

  • Online Registrierung verlängert bis 31. Juli
  • Einreichschluss ist der 31. August

Pro teilnehmendem Land werden zehn Künstler ausgewählt, deren Werke im Rahmen einer Gruppenausstellung präsentiert werden. Von diesen zehn Künstlern werden wiederum zwei Gewinner des Essl Art Award CEE gewählt, deren künstlerische Arbeiten im Essl Museum zu sehen sein werden.

http://www.essl.museum/jart/prj3/essl/main.jart?rel=de&content-id=1391682915376&reserve-mode=active

Bewerben bis 31. August Hildesheim, DE
Als pdf Datei zum Download: Call for Art (PDF, 164KB)


transeuropa2015  ist das europäische Festival für performative Künste, das vom  27.05. - 01.06.2015 zum 8. Mal in Hildesheim stattfinden wird. Ziel von  transeuropa ist die Förderung von Nachwuchskünstler_innen der  performativen Künste. Das studentische Team von transeuropa2015 sucht dafür die intensive  Zusammenarbeit mit Künstler_innen und Kollektiven aus Europa. 

Unter der Leitfrage „Wie wollen wir (in Zukunft) arbeiten?“ widmet sich transeuropa2015 gesellschaftlichen Vorstellungen von Arbeit sowie gegenwärtigen Arbeitsbedingungen und -kontexten in den performativen Künsten. Welche Rolle können die Künste für den Entwurf alternativer Modelle des Arbeitens spielen? Was sind die Vorstellungen und Ansprüche junger Künstler_innen an zukünftiges Arbeiten? Vor dem Hintergrund dieser Fragen präsentiert transeuropa2015 ein Programm aus Gastspielen, Eigenproduktionen und partizipativen Projekten. Höhepunkt des Programms ist ein zweitägiger transdisziplinärer Kongress, auf dem Künstler_innen, Theoretiker_innen und Expert_innen verschiedener Bereiche zusammenkommen, um gegenwärtige und zukünftige Bedingungen des Arbeitens zu diskutieren. 

transeuropa2015 bietet drei Künstler_innengruppen die Möglichkeit, eine neue Produktion zu realisieren, die im Rahmen des Festivals zur Aufführung kommt. Die Ausschreibungen für die Residenzen laufen im Sommer 2014. 

Die >Arbeitsresidenz< bietet einer Gruppe, die mit einem Gastspiel auf das Festival eingeladen wird, die Möglichkeit vor Ort eine weitere Arbeit zu produzieren. So können künstlerische Arbeitsweisen und Entwicklungen beobachtet und zudem auf dem Kongress diskutiert werden.

www.transeuropa-festival.de

Schauecke

Zoran01.jpg
Gewinnspiel Filmcasino

Die Komödie und italienisch – slowenische Koproduktion "Zoran – Mein Neffe, der Idiot" eröffnete mit großem Beifall Ende Mai das Internationale Filmfestival Innsbruck und heimste inzwischen weitere Festival-Nominierungen ein.

Von Matteo Oleotto, mit: Giuseppe Battiston, Rok Prasnikar, Ariella Reggio u.a.

  • Die Bar an der Ecke ist für Paolo der unumstrittene Mittelpunkt der Welt. Doch dann taucht Zoran auf, ein vergessener Neffe, der nach dem Tod seiner Tante nur noch auf Paolo zählen kann. Er kommt aus den slowenischen Bergen und hat doch eine ganz besondere Begabung als Dart-Spieler. Die Weltmeisterschaft der Dartprofis treibt Paolo schon länger an und nun hat er einen wirklichen Champion zu seiner Verfügung. Rache könnte er üben an seinen Opponenten, Geld kann er auch verdienen und die verlorene Liebe seiner Ex-Frau ist auch nicht mehr weit entfernt. Doch nicht alles läuft so wie erhofft…
  • Zoran - Mein Neffe, der Idiot ist eine hinreißende Komödie über die Philosophie und die Irrtümer des Lebens. Ein Kino als Fest der Sinne und der unmöglichen Gelegenheiten mit viel Wein und dem italienischen „dolce far niente“ als Zutaten.

Alle Infos zum Film auf polyfilm.at

Die Premiere findet in Kooperation mit Skica und La Salvia–Feinkost und Vinothek statt.

staragara.jpg

Jetzt online zu sehen ist der Film Hundred Dogs mit Staragara als Co-Produzent:

Hundred Dogs by NuFrame on Vimeo

Staragara: Janez Burger und Jan Cvitkovič gründeten die unabhängige Filmproduktionsfirma Staragara im Jahr 2003 mit dem Ziel, eigene Filme zu produzieren und das küntlerische Potential anderer zu unterstützen. Staragara machte bereits internationale Produktionen und Co-Produktionen in den verschiedensten Sparten, von Kurzfilm über Dokumentarfilm bis hin zur Verfilmung zeitgenössischer Tanzprojekte.

http://www.staragara.com/en/zgodovina/

http://www.archeomovie.com/

Mehr

In Residence

Artist-in-residence

Marko.jpg
1. bis 30. September 2014

Marko Ornik is a designer of multimedia programs and content. In the 80s he collaborated with different music groups and explored the relationship of sound and image. In the 90s he studied at the Vienna University of Applied Arts. In recent years he is exploring the relationship between RGB light, optical interactions of image matter and the live image processing in conjunction with the field of electronic music, geometric, programmed, kinetic and optical art. He also acts as director of the uho; oko: Institute and as a director and producer of the Centralna Postaja project.




Bisherige Gäste

EsadB.jpg
1. bis 31. Januar 2014

Esad Babačič (1965) ist Dichter, Publizist, Journalist und Regisseur, der bisher 14 Bücher veröffentlichte. Er gilt als einer der meistübersetzten slowenischen Autoren der mittleren Generation, da er praktisch in alle größeren europäischen +Sprachen übersetzt wurde. Studierte Serbisch und Kroatisch sowie Slowenisch an der Philosophischen Fakultät in Ljubljana. Arbeitete zwei Jahre lang als Copywriter für die Marketingagentur Saatchi&Saatchi. Langjähriger Mitarbeiter von TV Slovenija, erhielt in dieser Zeit viermal (2005, 2006, 2007) den Preis Viktor für die Beiträge Šport in čas (Sport und Zeit) in der Sendung TLP (Tistega lepega popoldneva, dt.: Dieses schönen Nachmittags). Berichtete von Kriegsschauplätzen in Bosnien und Kroaten, schrieb für die Wochenzeitschrift Mladina und die Tageszeitungen Dnevnik und Delo. Sein Dossier besagt, dass er in Berlin bei einem Literaturabend gemeinsam mit dem Dichter John Ashbery aufgetreten ist, dem größten noch lebenden Dichter der Welt. Mit seinen Gedichten nahm er am Projekt Literature Express Europe 2000 teil. Für sein Gedicht Donava (Die Donau) erhielt er den österreichischen Hörbiger-Preis und war ebenso für den prestigeträchtigen Jenko-Preis nominiert (2013), der vom Slowenischen Schriftstelleverband verliehen wird. Gemeinsam mit der weltberühmten Künstlergruppe NSK veröffentlichte er das Artbook Biospektiva (2010). Schrieb das Drehbuch und war Co-Autor des namhaften Dokumentarfilms Jesenice:Detroit (Produktion: Vertigo und RTV Slovenija), eine Geschichte über das Wunder des Hockeys in Slowenien und vor allem Jesenice, in dem auch Anže Kopitar, einer der größten NHL-Star, auftritt. Erhielt auch einen Preis für seinen Dokumentarfilm Ljubljana-Kozara-Ljubljana am Festival des unabhängigen Films und Videos Sloweniens 1998.


  • Oglasi se kdaj,
  • vsaj s prstom v nebo,
  • z nežnostjo v predalu,
  • s krizo v očeh,
  • z neumnostjo,
  • ki stoji v vrsti,
  • samo zame.
  • Melde dich wieder mal
  • zumindest mit dem Finger in den Himmel
  • der Sanftheit in der Lade
  • der Krise in den Augen
  • der Dummheit
  • die in der Reihe steht
  • nur für mich.


--


  • Si slišal boga, ki ti je vzel vse?
  • Si?
  • Potem mu povej vse.
  • Hast du den Gott gehört, der dir alles genommen hat?
  • Hast du?
  • Dann erzähl ihm alles.


--


  • Nihče več
  • se ne krega,
  • samo še
  • stolpnice
  • rastejo
  • navzdol.
  • Niemand
  • streitet mehr
  • nur noch
  • Hochhäuser
  • wachsen
  • nach
  • unten.


--


  • Vsi tonemo,
  • z lasmi
  • v rokah.
  • Alle ertrinken wir
  • mit Haaren
  • in den Händen.


--


Übersetzung von Dominik Srienc

Katja Bohinj.jpg.jpg
1. bis 30. November 2013 Bildende Kunst

Katja Oblak (1975, Ljubljana) beschäftigt sich in ihren Skulpturarbeiten mit dem Körper und der Wahrnehmung des Körpers im Raum. Im November 2013 war ihre Ausstellung Presence Body - Tree in der Galerie Schleifmühlgasse 12 - 14 zu sehen.

http://www.katjaoblak.si

cvitkovic.jpg
1. bis 31. Januar 2013

Jan Cvitkovič (1966) ist ein slowenischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 2011 den Filmpreis des Landes Tirol beim 21. Internationalen FILMFestival Innsbruck für sein Werk „Archeo“.

Polonica Petek Zelenik.jpg
1. bis 31. Dezember 2012

Polonica Petek Zelenik (1970, Freiburg, Deutschland) diplomierte 1994 an der Akadmie der bildenden Künste in Ljubljana. 2009 machte sie ihren Magister des Kunststudiums (Malerei) bei Prof. Metka Krašovec. Seit 1999 stellt sie sich und ihr Werk bei Gruppen- und Einzelausstellungen sowohl in Slowenien als auch im Ausland vor.

http://www.polona-petek.si/

Alenka Pirman.jpg
1. September bis 31. Oktober 2012

Alenka Pirman (1964 in Ljubljana) arbeitet als Künstlerin, Kuratorin und Autorin in Ljubljana.

Sie war Chefredakteurin der Magazine für Kunst und Kultur Likovne besede und M’zin (1991–92), künstlerische Leiterin der Galerie Škuc (1990–96), stellvertretende Vorsitzende des Soros-Zentrums für zeitgenössische Kunst – Ljubljana (1997–99), Vizepräsidentin des Vorstands des Internationalen Netzwerks für zeitgenössische Kunst (ICAN, 1998–99) und Mitbegründerin des World of Art Ausbildungsprogramms für Kuratoren der zeitgenössischen Kunst (1996–98). Sie konzipierte Artservis.org, ein Online-Dienst für Künstler und Produzenten, und arbeitete als dessen Chefredakteurin (2001–04). 2009 konzipierte sie die Informationsarchitektur von Culture.si, das Internetportal des slowenischen Kulturministeriums, und arbeitete dort als Redakteurin.

Ihre künstlerische Arbeit war in den 90er Jahren vor allem mit drei fiktiven Instituten verbunden: mit dem SK8 Museum (1991–93), dem RIGUSRS – Research Institute for Geo Art Statistics of the Republic of Slovenia (1997; mit Vuk Ćosić und Irena Wölle) und dem Domestic Research Institute (1994–98). Danach arbeitete sie mit Künstlerkollektiven/Plattformen wie Luther Lissett/01.org (1998) und Bughouse aus London (2002–03) zusammen. Sie realisierte etliche methodologische Ausstellungsprojekte wie beispielsweise Arcticae horulae, (1991–98), The Case. Art and Criminality, (Polizeimuseum 2005; mit Biserka Debeljak) und Jelenometry (2007).

Sie ist Gründungsmitglied der Domestic Research Society (2004), wo sie kollaborative Forschungs-, Ausstellungs- und internetbasierte Projekte entwickelt (The Cabinet, 2005–2010; Unleashed Tongue, 2004–; Indija.si, 2007–; Word for Word, Without Words, 2010; Hard Facts, seit 2012).

Im September und Oktober 2012 gastierte Alenka Pirman als Artist in Residence in Wien.

Sie lebt und arbeitet in Ljubljana.


HARD FACTS

DIY-Geschichte
Wien - Ljubljana - Madrid - Rijeka
September 2012 - Mai 2013

Wir alle kennen das: Bei einem offiziellen Ereignis nehmen wir zufällig oder absichtlich einen Gegenstand mit und bewahren ihn zuhause auf, obwohl wir keiner Samellleidenschaft frönen. Vielleicht helfen uns diese Gegenstände, mit der Durchgängigkeit unseres Lebens zurechtzukommen und wir wollen wissen, wie wir mit ihrer Hilfe die aufgezwungene Geschichte umgehen können.

Hard Facts ist ein neues Forschungsprojekt der Domestic Research Society Ljubljana in Zusammenarbeit mit Nemanja Cvijanović und Juan de Nieves. Es wird mitfinanziert von der European Cultural Foundation.

http://hardfactsblog.wordpress.com/about/

Mehr

AIR in Slowenien

Artist-in-residence (Slowenien)

UVKF.jpg
Velenje

Die Velenje Literary Foundation (UVKF) gibt es seit 2001 und wurde auf Initiative des Dichters Ivo Stropnik von der Gemeinde Velenje im Nordosten Sloweniens gegründet. Die Velenje Literary Foundation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Künstlern aus verschiedenen Disziplinen bei der Veröffentlichung und Vermarktung ihrer Werke und Arbeiten unter die Arme zu greifen und literarische Festivals und Veranstaltungen zum kulturellen Austausch zu organisieren. Die Finanzierung dieser Projekte wird neben der Velenje Literary Foundation vom slowenischen Kulturministerium und der slowenischen Buchagentur getragen.

Die Velenje Literary Foundation stellt außerdem die Möglichkeit eines künstlerischen Aufenthalts zur Verfügung. Gefragt sind dabei sowohl slowenische als auch ausländische Autoren, Übersetzer und internationale Mediatoren zeitgenössischer Literatur und Kunst, die bei ihrer kreativen Tätigkeit in Velenje unterstützt werden. Während ihres Aufenthalts sollen sich die Künstler durch die Präsentation ihrer Arbeit und durch Interviews der Öffentlichkeit vorstellen.

http://www.lirikonfest.si/index.php (in slowenisch)

http://www.culture.si/en/Velenje_Literary_Foundation

GuestRoomMaribor.jpg
Maribor

Das seit 2011 bestehende Artist in Residence Programm GuestRoomMaribor lädt KünstlerInnen aus allen denkbaren Disziplinen zur Teilnahme ein!

Geboten wird ein einmonatiger Aufenthalt in Maribor, bei dem Wohnmöglichkeiten im Stadtzentrum und Arbeitsräume zur Verfügung gestellt werden. Auch finanzielle Unterstützungen und Refundierung der Reise- und Materialkosten kann in manchen Fällen bereitgestellt werden.

Von TeilnehmerInnen wird die künstlerische Zusammenarbeit mit lokalen Institutionen erwünscht, sowie das Abhalten von einem oder mehreren Workshops.

Nähere Infos unter: http://www.pekarna.org/web/index.php?page=novice&subpage=arhiv

Toba001.jpg
Ljubljana

Den teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern wird im Kulturzentrum Tobačna 001 für die Realisierung ihrer Projekte ein zweimonatiger Aufenthalt ermöglicht, der Arbeits- und Wohnräumlichkeiten sowie ein Honorar umfasst. KünstlerInnen können sich im Rahmen ihres Aufenthalts Zeit für Reflexion, Produktion und Präsentation ihrer Arbeiten nehmen.

Während des Aufenthalts ist es erwünscht, neben der Arbeit am eigenen Projekt Interaktion mit dem sozialen Umfeld Ljubljanas zu suchen. Ob und in welchem Maß dies den Arbeitsprozess beeinflusst, sei es durch Vorträge, Präsentationen oder Workshops, bleibt dem/der KünstlerIn selbst überlassen.

Weitere Informationen zu Artist in Residence Kulturzentrum Tobačna 001: http://www.mgml.si/en/tobacna-001-cultural-centre/artist-in-residence-centre/

Mehr

Festivals in Slowenien

Infografik: Festivals in Slowenien 2012



Arsana International Music Festival
Since 2008 the Arsana Music Art Association organises the Arsana International Music Festival, which – together with the Art Stays, International Festival of Contemporary Art – represents the music part of the Art Ptuj Festival. Site
Art Stays, International Festival of Contemporary Art
Established in 2003, the Art Stays, International Festival of Contemporary Art is the main summer event of visual arts in the Ptuj region. Site
Folkest Festival
Folkest Festival is a world music festival held in Friuli-Venezia Giulia, Veneto (Italy), Carinthia (Austria), and Istria (Slovenia and Croatia) under the sponsorship of UNESCO. Site
Fotopub Festival of Documentary Photography
Launched in 2000 by LokalPatriot Institute as an international summer photography workshop, the Fotopub Festival of Documentary Photography has since developed into a significant annual event dedicated entirely to documentary photography, with up to 10 exhibitions, a set of workshops, lectures, and screenings of photo-stories. Site
International Folkore Festival, Beltinci
Launched in 1971, the International Folkore Festival, Beltinci is held in the town Beltinci in the south-eastern part of Slovenia. Site
JEFF Festival
Since 2003 the Koper Student Club has organised the JEFF Festival that takes place on summer evenings in the old part of the city of Koper. Site
Kamfest
Organised annually since 2003 in and around Mali grad, Kamfest – also known as the "Festival with a view" – aims to revitalise the old medieval town centre of Kamnik. Site
Ljubljana Festival
The Ljubljana Festival is the main summer festival in Slovenia. Site
Metal Mania Open Air Festival
The Metal Mania Open Air Festival is the first Slovene two-day metal festival. Site
MetalDays
The heavy metal international music festival MetalDays has been held annually from 2013. Site
Mini Summer - International Festival for Children
Organised by Mini Theatre, the Mini Summer - International Festival for Children was launched in 1999 with the aim of animating the streets, squares, and atriums of Ljubljana and the Ljubljana Castle with high-quality puppetry performances and workshops for children. Site
No Border Jam Festival
Inaugurated in 1992, the No Border Jam Festival is the oldest living Slovene underground music festival, a punk rock festival with a rich and vivid past. Site
Okarina Folk Music Festival, Bled
Launched in 1991, the Okarina Folk Festival, Bled presents a range of high-quality folk music performers. Site
Punk Rock Holiday
Punk Rock Holiday, first held in 2011, is exactly what the name promises, bringing forward 4 days of various punk rock performances. Site
Radovljica Festival
Launched in 1982, Radovljica Festival is the oldest early music festival in Slovenia. Site
Sajeta Creative Camp
Launched in 1998 and held on the peninsula between the mountain rivers Soča and Tolminka, Sajeta Creative Camp is a very special kind of a summer festival. Site
Schengenfest
Schengenfest was established in 2008 and profits from the attractive venue by the Kolpa river in Bela krajina near the Croatian border. Site
Seviqc Brežice Festival
The Seviqc Brežice Festival was established in 1982 by Ars Ramovš, who is the founder, organiser and producer of the annual event. Site
Summer Imago Sloveniae Festival
Each summer in Slovenia more than 50 events take place in 19 towns and around 28 cultural venues, within the framework of the international Summer Imago Sloveniae Festival. Site
Summer Puppet Pier Festival
Launched in 1990, the annual Summer Puppet Pier - International Puppetry Festival, Maribor|Summer Puppet Pier Festival|Summer Puppet Pier - International Puppetry Festival, Maribor offers a review of recent Slovene puppet creativity activity alongside many foreign performances for both children and adults. Site

Vormerken

Bildraum.jpg
25. Juni bis 3. September 2014 Bildraum 07, Burggasse 7-9, 1070 Wien

Wandeln Engel unter uns und wenn ja, wie sehen diese Engel aus? Diese Fragen richtet Eva Petrič an die Besucher der Ausstellung „21. Century Angel“ im Bildraum 07 und gibt eine mögliche Antwort.

  • Performance: travelling*Heart
  • Am Freitag, 8. August, und Mittwoch, 3. September 2014, findet jeweils um 21.00 Uhr bei freiem Eintritt eine choreografische Intervention im Rahmen der Ausstellung statt.
  • Tanz: Kanako Sako
  • Kontrabass: Matija Schellander
  • Kostüm: Devi Saha
  • Konzeption, Choreografie: Bert Gstettner / Tanz*Hotel

Travelling*Heart ist eine Kooperation von Tanz*Hotel, Eva Petrič und der Bildrecht GmbH.


Für die in Slowenien geborene Künstlerin, die spartenübergreifend in den Bereichen Installation, Fotografie, Video, Film und Malerei arbeitet, ist unser aller Schutzengel das körpereigene Immunsystem. Bei Petrič tritt es in einer Doppelrolle auf, die in Rauminstallationen und von Fotoserien reflektiert wird. Das Immunsystem, nicht ertastbar oder sichtbar, dennoch aber von überlebensnotwenigem Schutz vor Krankheitserregern, freien Radikalen, oder den Pollen des Birkenbaumes in Nachbars Garten, wird bei Petrič zu einem Inbegriff des einerseits Guten, das gepflegt und geachtet, schützend seine Flügel über uns breitet.

Doch ähnlich unserer Atmung agiert das Immunsystem in Eigenregie, wir können es weder steuern, noch seine Effektivität einfordern. Nicht nur in der Weltauffassung des frühen Christentums versagt das Gute dann und wann und fällt, vom Göttlichen verstoßen, einem harten Aufprall entgegen. Was passiert nun wenn uns unser Immunsystem kündigt, wenn der Körper den Körper verstößt? In den Fotografien aus der Serie „AngelHound“ wird die Künstlerin selbst zum gefallenen Engel, zur Autoimmunerkrankung, zur Rebellin gegen sich selbst.

In Wechselwirkung mit den Fotoserien setzen sich Eva Petričs Installationen „The Giver“ und „The Keeper“, sowie das Lichtobjekt „Soul“, mit dem Thema Organtransplantation auseinander. Die beiden Installationen aus der Serie „Hematoma“, aus Häkeldecken zusammengefügt, repräsentieren organisches Gewebe, Nervenbahnen und Blutgerinnsel. Sie symbolisieren Ende und Anfang, Stillstand und pulsierendes Leben. „21. Century Angel“ spannt einen Bogen zur Geschichte der Organtransplantation und den damit verbundenen Fortschritten in der medizinischen Forschung. Das Jahr 2014 markiert das 60. Jubiläum der ersten erfolgreichen Nierentransplantation, durchgeführt in Boston an einem Zwillingspaar von dem späteren Nobelpreisträger Dr. Joseph Murray. Zuvor scheiterten weltweit Wissenschaftler und Ärzte an der Abstoßung des eingepflanzten Gewebes. Als Grund dafür wurde ein aktiver Immunisierungsmechanismus erkannt. So kam es, neben der Gefäßchirurgie, auf dem Fachgebiet der Immunologie zu einem Wissenssprung von dem heute eine breite Masse an Patienten profitiert.

Der für Petrič charakteristische Einsatz von Garn als leicht transparentes Trägermaterial ihrer jüngsten Rauminstallationen, sowie die Komplementierung der Ausstellung durch Fotografien, dienen der Erweiterung des bestehenden Raumes um einen imaginären und metaphorischen Raum. Unweigerlich begegnen rund um das Thema Organspende und Transplantation tiefere Sinn,- und Existenzfragen: Wo im Körper befindet sich meine Seele? Welcher Teil vom Ich wird zum Du, welcher Teil vom Du zum Ich, wenn mein Herz in deiner Brust weiter schlägt? Das sogenannte Leib-Seele-Problem, über die Zeit mehrfach diskutiert von Größen wie Aristoteles, Seneca, Descartes, Hobbes und Brentano, zählt zu den wichtigsten philosophischen und religiösen Fragen der Menschheit. Als möglicher Sitz der Seele nannte eine Vielzahl europäischer Gelehrter das Herz, für Vertreter der traditionellen chinesischen Medizin ist es die Leber, und die Lunge, als Flügel der Seele bezeichnet, spielte eine tragende Rolle im Altertum.

Auch in der Ausstellung „21. Century Angel“ wird der Diskurs nach dem Verbleib der Seele wiederbelebt. Besonders die auf einen Lichtkubus aus Plexiglas angebrachte Fotografie „Soul“ nennt die Thematik beim Namen. Eva Petrič konzentriert die Momentaufnahme auf den unmittelbaren Akt der Organentnahme und auf die Anordnung der Chirurgenhände. Rohheit, Brutalität, aber auch Effizienz, beschreiben in „Soul“ den Akt der Schöpfung, wie auch jenen der Zerstörung. Durch die Überlagerung mehrerer Bilder entstehen verschiedene Ebenen, die einen Blick auf unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit zulassen. Schemenhaft begegnet dem Betrachter eine Schattenfigur - vielleicht ein Engel, vielleicht die Seele, wie sie der klaffenden Wunde entsteigt, während der Operation selbst neu geboren wird.

  • Eröffnung: Dienstag, 24. Juni um 19 Uhr
  • Begrüßung: Mag. Günter Schönberger, Bildrecht
  • Zur Ausstellung: Prof. Joachim-Lothar Gartner, Bildender Künstler
  • Zur Thematik: Prof. Dr. Andreas Zuckermann, Leiter der Transplantationsambulanz, AKH Wien
  • u.A.w.g.: anmeldung@bildrecht.at, T +43 1 8152691

Im Rahmen der Ausstellung ist in Kooperation mit Tanz*Hotel Wien eine Performancereihe unter der choreografischen Leitung von Bert Gstettner an drei Abenden im Bildraum 07 zu sehen sein.

  • Titelmotiv: Eva Petrič. The Giver, Hematoma Serie, 2013
  • Häkelgarn und Videoloop. © Bildrecht, Wien 2014
KatjaO.jpg
6. Juli bis 13. September Pavelhaus, Laafeld/Potrna, Wien, Ljubljana, Maribor, Laafeld/Potrna, Koper, Venice

http://sledi-spuren.net/

Die Eröffnung der Station der Reiseausstellung Sledi/Spuren im Pavelhaus in Laafeld/Potrna findet am 5. Juli um 19 Uhr statt. Die Ausstellung ist von 6. Juli bis 13. September zu sehen, bevor es nach Koper weitergeht.

Sledi/Spuren ist eine Reiseausstellung entlang der Südbahnstrecke von Wien nach Venedig. Anlässlich des Jubiläumsjahres 2014 reflektieren wir die europäischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre, unsere Identität und unsere Rolle als Kulturschaffende in deren Bildung. Wir erinnern uns der gemeinsamen Geschichte, sowie der Zerwürfnisse, der Grenz- und Nationenbildungen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Ausstellungsreihe ist das Miteinander von Künstler_innen aus beiden Ländern, die grenzenübergreifende Kollaboration und der permanente und intensive Austausch mit unseren Nachbar_innen.

Die Verbindungslinie durch die Eisenbahn von Wien zum Meer und damit dem dort gelegenen Hafen war eine Art Hauptschlagader der Habsburgermonarchie. Die Beiträge der Künstler_innen beziehen sich thematisch auf diesen Transportweg, auf Verwirklichung und Zerstörung von Identitäten, auf Vorfahren und Dinge die noch kommen.

Ausstellende Künstler_innen:

Gino Alberti, Svetlana Jakimovska Rodič, Gani Llalloshi, Lorena Matic, Goran Medjugorac, Andrew M. Mezvinsky, Katja Oblak & Julij Borštnik, Eva Petrič, Tiberius Stanciu, Anja Šmajdek, Franz Wassermann und Letizia Werth

Kuratoren: Denise Parizek und Vasja Nagy

Zu einigen Ausstellungen werden von den Galerien ART-TALKS bzw. LECTURES mit Gästen aus Kunst, Wissenschaft und Medien veranstaltet. Die Gespräche, Videos und Fotos der Ausstellungen werden über die Webpage und Social Media verbreitet.


Ausstellungsorte:

Wien Schleifmühlgasse 12-14 4.4. - 26.4.2014 1040 Wien Öffnungszeiten: Do. + Fr. 14-19 Uhr, Sa. 10-15 Uhr http://12-14.org

Ljubljana ZRC SAZU 8. 5. – 28. 5. 2014 Novi trg 2, Ljubljana  http://www.zrc-sazu.si

Maribor EPeKa 30. 5. – 22. 6. 2014 Koroška 8 http://www.epeka.si

Laafeld/Potrna Pavelhaus/Pavlova hiša 06.07 - 13.9.2014 Öffnungszeiten: Di.-Sa. 13.30 – 18.30 h http://www.pavelhaus.at

Koper Obalne galerije Piran Galerija Loža Titov trg 1 19.09.–02. 11. 2014 Öffnungszeiten: Die.-Sa. 11 – 18 Uhr So. 11 – 16 Uhr http://www.obalne-galerije.si

Venice Obalne galerije Piran Galleria A+A San Marco 3073 4.–27. 12. 2014 Öffnungszeiten: Di.-Sa. 11-14 Uhr & 15-18 Uhr http://www.aplusa.it/en


  • SLEDI/SPUREN ist grenzenlos.
  • SLEDI/SPUREN hat eine enorme Reichweite im Kontext zeitgenössischer europäischer Kunst.
  • 6 Städte, 3 Länder, 12 Künstler_innen. Gebündelte Energien für eine große Sache.
OpenSpace.jpg
Juni, Juli 2014

Kuratiert von Vasja Nagy

Sieben Künstler, darunter drei slowenische, haben sich im Rahmen der Webausstellung "Was wäre wenn...und darüber hinaus" Gedanken über Zukunft, Vergangenheit und diverse Aspekte und Szenarien gemacht.

Gani Llalloshi hat 2012 eine Bilderserie gemalt und ihr den Titel Nostalgie gegeben. Die Serie basiert auf einem traumartigen, surrealen Blick auf eine imaginäre Landschaft, umgeben von einer typischen Teppichbordüre aus der Tradition seiner Vorfahren. Nostalgie gilt als unheilbare psychische Krankheit. Sie will eine Rückkehr in die Vergangenheit und keine Rückkehr an den Ort der Sehnsucht, wie der Begriff vermuten lässt. In einer abgemilderten Form findet sich Nostalgie in jeder Generation, doch wir stellen uns die Vergangenheit meistens erst nach der Jugendzeit harmonischer und glücklicher vor als die Gegenwart. Die gute alte Zeit ist eine endlose Geschichte, eine stets wiederholte Äußerung, ein Spruch von Leuten, die älter sind als wir. Die alten Römer würden es so ausdrücken: O tempora, o mores. In guten alten Großbuchstaben natürlich.

Wir erleben unsere heutigen Gegenwart vermutlich in diesem Gemütszustand und stellen sie der Vergangenheit gegenüber, chaotisch anstatt geordnet. Doch es gibt einen Unterschied, der ins Auge fällt, wenn wir die letzten 40 Jahre mit früheren Aufzeichnungen vergleichen. Es scheint so, als ob unsere Gesellschaft im Allgemeinen – sagen wir, die globale Gesellschaft – sich um das zukünftige Überleben der Menschheit auf der Erde niemals solche Sorgen wie heute gemacht hat (wir werden später zeigen, warum das nicht der Fall ist). Angesichts des raschen Aussterbens so vieler anderer Lebensformen liegt es nahe, wissenschaftliche Verbindungen zu unseren eigenen Lebensbedingungen herzustellen. Aber es geht nicht nur ums Überleben, sondern auch darum, die Vision eines Projektes in seinem etymologischen Sinn als pro iacere, als Vor-wurf zu besitzen, als ein Vor-werfen bis in die folgende(n) Generation(en). Was immer wir von der Vergangenheit in Betracht ziehen – Pyramiden, Aquädukte, illuminierte Manuskripte, Kathedralen, in gewisser Hinsicht sogar die ersten Fabriken –, ist für eine lange Dauer, beinahe für die Ewigkeit, gemacht worden. Die Kunst, einschließlich der Moderne, verhielt sich sehr ähnlich. Es ist zwar möglich, bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts individuelle postmoderne Gesten zu entdecken, aber der Großteil der Kunst verblieb in der alten Art und Weise bis zu dem, was wir heute zeitgenössische Kunst nennen. Der Hauptunterschied zwischen der zeitgenössischen und der modernen Kunst besteht darin, dass die Letztere stets noch dafür konzipiert war, um in Form und Bedeutung unverändert fortzudauern, während die Erstere per definitionem temporär ist. Während die Moderne zumeist noch auf der Suche nach reiner und ewiger Kunst war, funktioniert zeitgenössische Kunst vielmehr als ein Katalysator der Gegenwart. Zeitgenössische Kunst führt ihren vorübergehenden Charakter in vielen Sprachen bereits im Namen. Es geht einfach darum, dass sie in einer viel fragileren Weise als Kunst fungieren soll, als alle älteren Kunstformen, von denen die KunsthistorikerInnen übereingekommen sind, sie als Kunst zu bezeichnen. Ihr Kontext bezieht sich üblicherweise auf die nähere Umgebung, über sie hinaus wird das Kunstwerk nicht mehr als Kunst angesehen. Technisch gesprochen kann zeitgenössische Kunst als ein historischer Stil begriffen werden, der behauptet, dass alle Kunst einst zeitgenössisch war, und nur Sinn ergibt, wenn ihre Zeitgenossenschaft erklärt wird.

Zur Webausstellung geht es hier.

IBS.jpg
Verlängert bis 30. August Burgkapelle, Museum Moderner Kunst MMKK, Klagenfurt

Die junge slowenische Künstlerin Eva Petrič ist auf verschiedenen Kontinenten, in unterschiedlichen Kulturkreisen aufgewachsen. Die Erfahrungen als Kosmopolitin haben ihren Blick auf die Welt und das Leben in dieser Welt geprägt und ihre Sensibilität geschärft. Mit diesen Voraussetzungen hat die Künstlerin eine individuelle, interdisziplinäre Sprache entwickelt. Frei und unkonventionell schöpft sie aus dem Fundus der Menschheitsgeschichte, wenn sie Märchen und Mythen, Zeichen und Symbole, Entdeckungen, Erfindungen und Relikte aufgreift, subjektiv auflädt, interpretiert und mit persönlichen Gedanken und Gefühlen verbindet, um damit zu neuen Erzählungen zu finden. In poetischen, geistigen oder realen Bildern und Bildräumen erzeugt sie, in phantastischen Inszenierungen, konkrete und imaginäre Räume.

In der Burgkapelle installiert Eva Petrič eine multimediale Arbeit, die auf einem ESA-Foto des Weltraumteleskops „Hubble“ beruht, das neu entstandene Sterne und Sternkonstellationen abbildet. Diese spezifische stellare Formation baut Eva Petrič nach, indem sie unzählige kleine Spitzendeckchen zu großen, textilen Formelementen zusammennäht, die in der Kapelle kulissenhaft aufgespannt werden. Dazu kommen eine Soundkulisse mit NASA-Aufnahmen von Weltallgeräuschen, dem Gesang der Künstlerin und der Musik von ihr und Matija Strniša sowie fotografische Projektionen, die den Raum in ein interagierendes, evokatives, atmosphärisches Gefüge verwandeln. Der geistige Vorstellungsraum der Kapelle tritt über die limitierenden Grenzen seiner bisherigen Bestimmung. Die grundlegenden existentiellen Fragen, die im spirituellen Kontext virulent sind, werden in einen erweiterten Diskurs, abseits des religiösen Rahmens, gestellt, der Urknall-Theorie und theologischen Schöpfungsmythos verbindet.


Die Eröffnung findet am 5. April um 11 Uhr in der Burgkapelle, Museum Moderner Kunst MMKK, Klagenfurt statt.


http://www.mmkk.at/30753_DE-MMKK


Foto: IN-between-SPACE, 2014, Detail, © Bildrecht, Wien, 2014

Skizzenbuch

nanot.jpg
7. Juli 2014 KSEVT, Vitanje, Sl

AA Visiting School Slovenia ist ein dreiwöchiger Workshop in Slowenien und Teil des Visiting School Proramms an der Architectural Association School of Architecture in London. Der Workshop findet von 7. bis 25. Juli in Vitanje, Slowenien, im Kulturzentrum für europäische Raumfahrttechnologien KSEVT statt.

KSEVT lädt zum Auftakt Event am Montag, 7. Juli, zu interessanten, moderierten Vorträgen mit dem Direktor des Programms, BIO 50 Teilnehmern und externen Vortragenden ein.

  • nanoSLOVENIA.nanotourism setzt sich mit der Idee des Erlebenistourismus auseinander und bietet den Teilnehmern ein breitgefächertes Angebot an Projekten, von standortspezifischen Vorhaben mit einem 1:1 Maßstab bis hin zu ganzheitlichen Herangehensweisen für exisiterende Zusammenhänge.
  • Angeglichen an das besondere Umfeld werden sich die Vorschläge an kurzzeitige und dauerhafte Strukturen richten, die eine nachvollziehbare, handfeste und neuartige Erfahrung des Tourismus möglich machen.

Innerhalb der derzeitigen ökonomischen Situation wird im Workshop nach intelligenten, knappen Lösungen gesucht, die mit lokalen Resourcen auskommen, sowie nach innovativem Design und Wegen zur Finanzierung ohne große Institutionen und der etablierten Bürokratie zur Raumplanung.

  • Der Workshop findet im neuen, einzigartigen Gebäude des Kulturzentrums für europäische Raumfahrttechnologien, KSEVT, statt. Ein gewagtes Wahrzeichen in dem slowenischen Ort Vitanje von 800 Einwohnern, das in seinem ersten Jahr bereits 25000 Besucher anzog.

KSEVT ist öffentlich von Bedeutung und organisiert soziale, kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen, darunter dauerhafte sowie kurzzeitige Ausstellungen, Konferenzen und Club-/Lernaktivitäten. Es besteht Bedarf und offenkundiges Potezial dafür, dass Vitanje zu einer Fallstudie für die Entwicklung einer Reihe extremer aufstrebender Maßnahmen oder Muster wird, die die herkömmliche Art des Tourismus in Frage zu stellen.

KSSSD_Lesung.jpg
26. Juni 2014, 19:30 Uhr KSŠŠD, Mondscheingasse 11, 1070 Wien

Rojišče / Schwarmstelle #18

  • Es lesen:
  • Ana Svetel poezija, Simon Černelč poezija, Dominik Srienc poezija, Georg Tkalec glasba, Vid Drašler glasba, Mario Rechtern glasba, Linda Sharrock glasba
  • Žiga Gruden moderacija

Lesung in slowenischer und deutscher Sprache. Rojišče # 18

Schwarmstelle ist ein experimenteller Zyklus von Ereignissen, dessen Zweck es ist, über den Nullpunkt hinaus dauerhafte Anbindungen fortschrittlicher Gedanken zu erzeugen. Der Grundgedanke dieses Ereignisses erschien dem Autor dieses Textes während des freitäglichen Zusammenseins im Klub KSŠŠD, als er, fasziniert von der Tatsache der Existenz des Ortes mit der grössten slowenischsprachigen Bibliothek in Wien, auf den Fenstern des Klubs wunderschöne Poesie las. Die Erinnerung (an die Metelkova, die der Klub erweckt) und an die Heimat, sowie an intime Abende der Mlade Rime (slow. Jungen Reime), sprach den Autor unmittelbar über die Notwendigkeit einer Verbindung zwischen jungen Schreibenden aus Ljubljana und Wien; es geht um den ersten Samen, gesäht mit dem Wunsch, dass die Idee nicht ausarte. (Žiga Gruden)

Zur Website des KSŠŠD

Zoran01.jpg
Gewinnspiel Filmcasino

Die Komödie und italienisch – slowenische Koproduktion "Zoran – Mein Neffe, der Idiot" eröffnete mit großem Beifall Ende Mai das Internationale Filmfestival Innsbruck und heimste inzwischen weitere Festival-Nominierungen ein.

Von Matteo Oleotto, mit: Giuseppe Battiston, Rok Prasnikar, Ariella Reggio u.a.

  • Die Bar an der Ecke ist für Paolo der unumstrittene Mittelpunkt der Welt. Doch dann taucht Zoran auf, ein vergessener Neffe, der nach dem Tod seiner Tante nur noch auf Paolo zählen kann. Er kommt aus den slowenischen Bergen und hat doch eine ganz besondere Begabung als Dart-Spieler. Die Weltmeisterschaft der Dartprofis treibt Paolo schon länger an und nun hat er einen wirklichen Champion zu seiner Verfügung. Rache könnte er üben an seinen Opponenten, Geld kann er auch verdienen und die verlorene Liebe seiner Ex-Frau ist auch nicht mehr weit entfernt. Doch nicht alles läuft so wie erhofft…
  • Zoran - Mein Neffe, der Idiot ist eine hinreißende Komödie über die Philosophie und die Irrtümer des Lebens. Ein Kino als Fest der Sinne und der unmöglichen Gelegenheiten mit viel Wein und dem italienischen „dolce far niente“ als Zutaten.

Alle Infos zum Film auf polyfilm.at

Die Premiere findet in Kooperation mit Skica und La Salvia–Feinkost und Vinothek statt.

Stanka.jpg
17. Juni 2014, 18:30 Uhr Slowenischer Lesesaal der Steiermärkischen Landesbibliothek, Graz

Am Dienstag, den 17. Juni um 18.30 Uhr, stellt sich die slowenische Autorin Stanka Hrastelj vor. Das Gespräch mit der Autorin führt die Übersetzerin ihrer Poesie ins Deutsche, Frau Daniela Kocmut.

Stanka Hrastelj, geb. 1975 in Brežice, lebt als Lyrikerin und Übersetzerin in Krško. Bisher erschienen von ihr die beiden Gedichtbände Nizki toni (Tiefe Töne, 2005), für den sie den Preis für das beste Debüt erhielt, und Gospod, nekaj imamo za vas' (Mein Herr, wir haben etwas für Sie, 2009). Mit dem von der Autorin zusammengestellten Band Anatomie im Zimmer werden die Gedichte von Stanka Hrastelj nun erstmals dem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht.

Der Gedichtband Anatomie im Zimmer (2013) ist Teil der gemeinsam mit dem literarischen Netzwerk TRADUKI in der Edition Korrespondenzen herausgegebenen Reihe tradukita poezio, junge Poesie aus Südosteuropa. Die dörfliche Welt in Stanka Hrasteljs Gedichten ist eng, provinziell, familiär und blutig strukturiert. Der Blick auf das Dorf und die Familie jedoch niemals naiv oder denunzierend. Vielmehr zeichnen sich Stanka Hrasteljs Gedichte durch eine außerordentliche Schärfe, Schonungslosigkeit wie auch durch Humor aus. Und nicht selten sind es gerade die stilleren Bilder, die besonders bedrohlich wirken: Eine Frau, die beim Gespräch über Alltäglichkeiten immer schweigend auf ihre Teetasse starrt. Die tiefe Trauer eines Arbeiters, die niemand wahrnehmen will. Durch die exakte Autopsie der Beziehungen und Mentalitäten vermag Stanka Hrastelj in ihren plastischen Gedichten jene im Dorf- und Familienalltag falsch laufenden Stränge zu berühren, die ansonsten den Blicken meist verborgen bleiben.

Mehr

Archiv 2013

Mehr

Archiv 2012

jansabrut.jpg
16. Dezember 2012, 16:00 Uhr brut, Karsplatz 5, 1010 Wien

Janez Janša wird in seinem Vortrag über die Publikumsreaktionen und -interaktionen sprechen, die seine Installation Wailing Wall im öffentlichen Raum ausgelöst hat. Außerdem geht es um künstlerische Ansätze, die sich mit dem Thema „Wachstum“ beschäftigen.

Warum schämen wir uns, wenn uns jemand weinen sieht? Was ist das für eine Kultur, die uns dazu zwingt, unsere Emotionen zu verstecken? Wieso weinen Politiker und Stars nur dann in der Öffentlichkeit, wenn es Ihnen von ihren PR-Beratern zugetragen wurde? Wieso wird die Kunst immer kühler, spektakulärer und geht an die Gefühle des Betrachters mit kontrollierten Tricks heran, die auf ebendiese Gefühle auf stereotype Art und Weise einwirken? Und warum vermeidet es die moderne Kunst, sich mit den intimsten Emotionen des Betrachters auseinanderzusetzen?

http://www.maska.si/index.php?id=154&tx_ttnews[tt_news]=524&cHash=3b6a4e8c0c61915d3193842bf36cdf76

http://www.brut-wien.at

Mehr

Künstlerbox

GoranM.jpg

Goran Medjugorac lebt und arbeitet in Ljubljana und Valenzia. Seine Arbeiten auf Papier stehen im Gegensatz zu den digitalen Bildern unserer heutigen Zeit, die einer ständigen Wandlung unterworfen sind. Thematisch konzentriert er sich auf die Verstrickungen zwischen Wirtschaft und Politik, wie etwa in dem Bild „Soldat“ für Sledi / Spuren.

http://sledi-spuren.net/artist/goran-medjugorac/ http://www.goranmedjugorac.com/ https://www.facebook.com/gmedjugorac/photos

GaniLL.jpg
  • Gani Llalloshi (1965, Priština, Kosovo), lebt und arbeitet in Porto Rož in Slowenien. Der klassisch ausgebildete Maler bleibt seinem Medium stets treu, selbst wenn die Themen bösartig und die Perspektive dabei auf den Kopf gestellt sind. Weil der Künstler auch politisches Engagement zeigt, wird er manchmal zum Performer.
  • Für Sledi/Spuren entwarf Gani Llalloshi in Anlehnung an die Unabhängigkeit des Kosovo im Jahr 2008 eine 101 Euro Banknote.
Svetlana.jpg

Svetlana Jakimovska Rodić, geboren 1965 in Mazedonien, studierte Kunst in Skopje und Ljubljana. In den letzten Jahren gab sie zahlreiche internationale Ausstellungen und nahm an diversen Artist in Residence Programmen teil, etwa in Graz, Berlin und Paris. Für Sledi/Spuren führt sie die Serie History Curtains fort, die in Slowenien und Polen als Fortsetzungsarbeit begonnen hat.

http://sledi-spuren.net/artist/svetlana-jakimovska-rodic/

Mehr

Leseecke

Mehr

Musikbox

MajaO.jpg.jpg
11. Dezember 2013

Maja Osojnik, 1976 in Slowenien geboren, lebt und arbeitet seit Mitte der 90er Jahre in Wien. Bekannt geworden ist sie als Sängerin, Komponistin und Bassflötistin mit einer Vielzahn an verschiedenen Musikprojekten: Maja Osojnik Band, Broken.Heart.Collector, Rdeča Raketa, frufru, Ensemble MIKADO, Low Frequenzy Orchestra, Subshrubs und Watschen Institut sind nur einige davon.

Besonders bezeichnend für die Musikerin ist die Vielfältigkeit ihrer künstlerischen Tätigkeit. Von Volksliedern über elektronische Musik bis hin zu Jazzmusik ist sie in mehreren musikalischen Disziplinen tätig. Die Künstlerin hat bereits mehrere Preise und Stipendien erhalten, darunter das Stipendium des slowenischen Kulturministeriums, das Meisterklassen-Stipendium von „Amherst international“ (Boston, USA), den „Voices“-Award des Jazz Fest Wien sowie den Preis Artist of the year der Jeunesse.


Auftritte

Vebindungen

syria.jpg.jpg

Urša Golob und Rok Pezdirc sind seit 2007 New Wave Syria. Analoge Synthesizer, DIY-Mentalität und Circuit bending hatten großen Einfluss auf ihre Musik und das weitere Geschehen. Über sich selbst sagen sie, Rock ’n’ Roll näher zu sein als einer typischer Elektro-Produktion, was sie bei ihren Live-Auftritten – sowohl auf slowenischen Bühnen als auch außerhalb – souverän demonstrieren. Charakteristisch für ihre Musik sind vollendete, gelegentlich verzerrte Melodien und bewegte Beats, ein Kontrast zwischen stillen und leisen sowie mit Effekten versehenen Vocals. 2009 wurde das erste Album Hello, Yes beim DIY-Label Cheap Tunes veröffentlicht und von verschiedenen Medien zum besten heimischen Album des Jahres erklärt. New Waves Syria traten unter anderem auch am Eurosonic Festival auf und spielten letztes Jahr ein Konzert mit den Crystal Castles. Die Musik von Hello, Yes bildete den Soundtrack zum film A Trip des slowenischen Regisseurs Nejc Gazvoda und brachte dem Duo den Preis Vesna für die beste Filmmusik ein. Heuer wurde das zweite Album Summer veröffentlicht. Es ist eine perfektionierte Produktion, die nachhallt in Form von melodischem Elektropop, IDM, verzerrten Synthies und Drum Machines, mit denen Urša und Rok eine eigene und typische Mischung aus energischem Tanzfieber und sinnlicher Melancholie schaffen, mit der sie sich an die Spitze moderner Elektromusik befördert haben. Am 5. Oktober 2013 waren New Wave Syria im Rahmen des Vienna Wave Festivals am Clubschiff in Wien zu sehen.

  • Line-up
  • Rok Pezdirc – synth, rhythm machine
  • Urša Golob – vocals, synth
  • Discography
  • Various Artists: Klubski Maraton 09
  • Hello, Yes (Cheap Tunes, 2009)
  • Hello, Yes Remixed (Cheap Tunes, 2010)
  • Summer (self-released, 2013)
  • Contact:
  • rok@newwavesyria.com
  • ursa@newwavesyria.com

Auftritte

comastereo.jpg.jpg

„Das ist eine dieser heimischen Bands, die man ohne Scheu ausländischem Publikum vorstellen kann“, schrieb der slowenische Musikkritiker Goran Kompoš in seiner Rezension zum neuesten Coma Stereo-Album. Und Coma Stereo ist tatsächlich eine Band, die sich damit rühmen kann, dass sie im Ausland mehr Konzerte gespielt hat als zu Hause. Das Quartett, das sich auf ihrem ersten Album langer, nach Post-Rock duftender Landschaften bediente, ist am zweiten viel experimentierfreudiger, während es auf dem dritten, letztes Jahr erschienen Album 100 mest mit kürzeren und kompakteren Songs und mit einer Neuerung aufwartet – mit slowenischen Texten. Diese Platte wurde nach der Auswahl des einflussreichsten slowenischen Radios für die Promotion neuer Musik, Radio Študent, mit dem Preis für das drittbeste slowenische Album des Jahres ausgezeichnet. Alle drei Alben von Coma Stereo wurden live und analog aufgenommen – auf Band, was für den Sound dieser Gruppe von enormer Bedeutung ist. Die ersten beiden Platten erschienen beim eigenen Label Solar Pulse, das u. a. dafür sorgt, dass es in Maribor, dem Geburtsort der Formation, nicht an Alternative-Konzerten mangelt, das aktuelle Album 100 mest hingegen erschien bei Kapa Records, einem der bekannteren slowenischen Labels für neue Musik. Live sind Coma Stereo ein Gemisch ihres neunjährigen Schaffens – von langen, fast spacigen Kompositionen bis hin zu eindringlichen Post-Punk-Songs. Die sehr poetischen Texte, auf Englisch oder Slowenisch, sind nur das i-Tüpfelchen, denn die Band sorgt allein mit ihren Instrumenten – neben Drums, Gitarre und Bass auch Klaviaturen – für ein begeistertes Publikum. Zu sehen war Coma Stereo am 5. Oktober 2013 im Flex Café im Rahmen des Vienna Wave Festivals.

  • Line-up
  • Tomaž Kurež – vocals, guitars
  • Domen Repnik – drums
  • Marko Širec – bass, synths
  • Mito Žnidarko – synths
  • Discography
  • 1000 mest (Kapa Records, 2012)
  • Various Artists: Gustaf Hits vol. 010 (Pekarna, 2010)
  • Transgalaktika (Solar Pulse Music, 2009)
  • Binary Endings (Solar Pulse Music, 2007)
  • I Can Programme Myself Whenever I Want To (Marsiglia Records, 2007)
  • Contact
  • andraz@kaparecords.com


Auftritte

Mehr

SKICA