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2. bis 3. Juli 2015 mit Anja Golob und Elena Messner Klosterhof im MuseumsQuartier, 1070 Wien

Anfang Juli wird das Sommerloch Festival wieder ins MuseumsQuartier einziehen. Unweit der Literaturpassage – gleich im Klosterhof nebenan – wird ein Festival zu Literatur & Sound veranstaltet. Auf der Bühne werden einen Nachmittag und einen Abend lang zeitgenössische Autoren und Autorinnen ihre Texte lesen, Musiker und Musikerinnen bespielen die Lesungen, ergänzen, begleiten und kontrastieren sie, dazu gibt es Performances, Fotoinstallationen und jede Menge anderer Vergnügungen.

Sommerloch – das heißt, dass im MuseumsQuartier an zwei hoffentlich heißen Juliabenden neue Klänge und neue Texte miteinander in Dialog treten, dass Klangräume aus Literatur und Sound entstehen, dass über Genregrenzen und Sprachräume hinweg gemeinsam gespielt und improvisiert wird. Synästhetische Jamsessions sind es, die live die Produktion von Kunst in eine Öffentlichkeit tragen und das Verhältnis von Räumen, Geschichten und Klängen neu variieren.

Am 2. Juli um 20 Uhr liest die Dichterin und Autorin Anja Golob ihre Lyrik in Begleitung von Lukas Lauermann (Cello).

Elena Messner liest um 21.30 Uhr aus ihrem 2016 erscheinenden Roman, begleitet wird die Lesung durch eine Fotoprojektion von Jenny Dünser sowie durch Lukas Lauermann (Cello).

Zum Programm des Sommerloch Literaturfestivals.

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3. Juli 2015, 19:00 Uhr Initiiert von Marija Mojca Pungerčar Depot, Breitegasse 3, 1070

The Socialdress project - startet by visual artist Marija Mojca Pungerčar in 2006 - evolved from simple sewing workshops to technologically advanced participatory projects with socially critical messages. In 2013 a group of masked people stole all exhibited works from the Socialdress exhibition. The incident that has not been elucidated until today happened for allegedly idelogically & politically reasons. It revealed many problematic aspects of the Slovenian culture and of the world of art.

The Socialdress Project auf Facebook.

  • Marija Mojca Pungerčar, artist, Slovenia
  • Jadranka Plut, Alkatraz Gallery, Slovenia
  • Ana Novak, SKICA

In Kooperation mit SOHO in Ottakring

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6. Juli 2015, 19:00 Uhr mit Anja Golob Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9, 1010 Wien

Anja Golob ist eine der vorlesenden AutorInnen beim 13. Dicht-Fest in der Alten Schmiede. Sie wird Gedichte aus dem zuletzt erschienenen Lyrikband ab und zu neigungen vortragen.

Weitere Infos finden Sie hier.

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25. Juli 2015, 15:00 Uhr Wien Museum, 1040 Wien

Wer Maja Osojnik beim Popfest 2013 auf der Seebühne slowenische Volkslieder singen oder etwa 2011 im brut als Teil von broken.heart.collector mit Bulbul beim Fabrizieren von hochelektrischem Noise gesehen hat, sollte auch diesmal wieder unbedingt kommen, aber sich bloß keine Wiederholung des Erlebten erwarten. Musiker_innen führen ja gern die Behauptung ihrer stilistischen Vielfältigkeit im Mund, aber Maja Osojnik meint es ernst. Wenn sie – wie diesmal – ihr Programm „Recycling Fear“ aufführt, umgibt sie sich mit einem ganzen Haufen Geräusche und Töne erzeugender Gadgets und Krimskrams, aus denen sie mit Umweg über ihren Mixer die erstaunlichsten Stücke zusammen improvisiert. Sie beschreibt das selbst so: „In meinem Solo Programm ‘recycling fear’ möchte ich die Liebe für einfache Songs, experimentelle Neue Musik, frei improvisierte Musik und industrielle (Rock-)Music verbinden. Es entstehen pulsierende Drones, Cluster-artige Soundscapes, die mit eckigen, trashy Beats oder mit einer hyperaktiven, maschinenartigen, Atemklangminiatur unterbrochen werden. Aus einem fast meditativem Stück wächst ein Stück Musique Concrète. Die elektrischen Schiebedächer, die Möwen, die Flugzeuge, der Regen, die Ping-Pong-Bälle, die Feedbacks, das verlassene, verstimmte Klavier. Ein minimalistisches aus Klappengeräuschen gebautes Stück landet wieder in einem industriellem Loop oder einem ‘extended’ Paetzold Bass-Solo. Die Konstruktionen aus den ‘Rejects’ oder ‘Klangabfall’ finden statt. So nenne ich meine Bibliothek der Klänge, die als Resultat von digitalen Fehlern bei den Aufnahmen oder eines ‘kaputt werdenden’ Computers ungewollt verzerrt, übersteuert, phasenverschoben heraus gekommen sind.“

www.popfest.at

Foto: portrait made in studio 2012, photo: rania moslam

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28. August 2015, 19:00 Uhr mit Maja Osojnik, Kaja Draksler, Audrey Chen, Matija Schellander, Manu Mayr und Lukas König Saalfelden, Sbg
  • Maja Osojnik - composition & concept, vocals, paetzold bass recorder, electronics
  • Kaja Draksler - piano
  • Audrey Chen – vocals, cello
  • Matija Schellander – double bass, modular synthesizer, electronics
  • Manu Mayr – double bass, electronic bass
  • Lukas König – drums

Infos und Tickets

8. September 2015 Akademietheater, Lisztstraße 1, 1030 Wien

Maja Haderlaps 2011 mit dem Bachmann-Preis ausgezeichneter Debütroman Engel des Vergessens ist die Geschichte eines Mädchens, einer Familie – und die Geschichte eines Volkes: der Kärntner Slowenen. Sie beschwört die Gerüche des Sommers herauf, die Kochkünste der Großmutter, die Streitigkeiten der Eltern und erzählt von dem täglichen Versuch eines Mädchens, die Menschen in seiner Umgebung zu verstehen. Selbst im Frieden ist der Krieg noch allgegenwärtig, vor allem in den Köpfen der von Vernichtung bedrohten slowenischen Minderheit. In den Wald zu gehen, hieß eben „nicht nur Bäume zu fällen, zu jagen oder Pilze zu sammeln“ – es hieß auch, auf der Flucht verhaftet zu werden oder als Partisan Widerstand zu leisten. „Maja Haderlap hat eine gewaltige Geschichte geschrieben ... Die Großmutter wie noch keine, der arme bittere Vater wie noch keiner, die Toten wie noch nie, ein Kind wie noch keines.“ (Peter Handke) Für das Akademietheater haben Maja Haderlap und Georg Schmiedleitner eine Bühnenfassung dieses sinnlich-poetischen Erinnerungsromans erarbeitet.

  • URAUFFÜHRUNG
  • Engel des Vergessens
  • Maja Haderlap
  • Fassung von Maja Haderlap und Georg Schmiedleitner
  • Regie: Georg Schmiedleitner
  • Bühne: Volker Hintermeier
  • Kostüme: Su Bühler
  • Licht: Peter Bandl
  • Dramaturgie: Florian Hirsch
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19. Mai bis 17. Juli 2015 Eröffnung am Montag, 18. Mai um 20 Uhr Photon – Centre for Contemporary Photography & Kino Šiška, Ljubljana, SI

An overview exhibition marking the fortieth anniversary of the foundation of Buldožer, one of the first rock groups in Yugoslavia, and the release of its debut album Pljuni istini u oči [Spit in the Face of Truth] in December 1975.

Buldožer has been seen as one of the most distinctive and authentic cultural phenomena in Slovenia and Yugoslavia. It represented ultimate deviation from the conventions of popular and rock music of that period. The exhibition will focus on the visual aspect of the group and will display documentary and staged (theatrical) photographs, video footages and graphic works such as record covers and posters which significantly shaped their entire identity.

The exhibition will display works of number of photographers such as Igor Antič, Janez Bogataj, Vojko Flegar, Jure Jančič, Zvone Kukec, Tomaž Lunder, Miro Mele, A. Milačić, Marjan Paternoster, Matjaž Prešeren, Goran Pavelić Pipo, Željko Stojanović, Tone Stojko, etc. and other artists.

The exhibition will be opened until 12 June (Kino Šiška) and 17 July (Photon).

  • Photon – Centre for Contemporary Photography
  • Trg prekomorskih brigad 1
  • 1000 Ljubljana
  • T: +386 59 977 907
  • M: +386 31 354 843
  • E: info@photon.si 
  • http://photon.si
  • http://photongallery.at 
  • www.photonicmoments.net

Foto: Tone Stojko, Buldožer, Ljubljana, 1978 © courtesy of Muzej novejše zgodovine Slovenije

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21. Juni bis 25. Juli 2015 Photon Gallery, Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien

KünstlerInnen: Breda Beban, Dario Belić, Emma Ciceri, Fabrizio Giraldi, G.R.A.M., Borut Krajnc, Paula Muhr, Adrian Paci, Eva Petrič & Laurent Ziegler, Metka Zupanič

Informal Reception am 20.6. von 19 bis 20 Uhr. Zum Event auf Facebook.

Das Projekt Zipped Worlds nimmt als Ausgangspunkt die Verwendungsweise der Fotografie und (künstlerischer) Installation im öffentlichen Raum und erforscht auf diesem Hintergrund neue Konzepte des Öffentlichen und des Privaten. An diesem Projekt nehmen zeitgenössische KünstlerInnen, FotografInnen und Künstlerkollektive aus mehreren europäischen Staaten teil, die sich mit den aktuellen Themen der Überwachung, der privaten Sphäre und der Allgegenwart der durch Medien vermittelten Bilder auseinandersetzen.

Fotografie als Medium tritt in den öffentlichen Raum nicht nur mit ihrer physischen Präsenz und mit den durch digitale Medien vermittelten Bilder ein, sondern auch durch das Bewußtsein der Menschen, dass sie stets beobachtet werden. Daraus ergibt sich, dass Fotografie das allgegenwärtigste Medium im urbanen Raum der heutigen Zeit ist. Sie tritt sowohl in der traditionalistischen Form ‚des Bildes‘ im öffentlichen Raum, wie auch durch das Netz der Kameras auf, die ständig Geschehnisse in urbanen Zentren aufnehmen. In dieser Ära der mobilen Telefone und digitalen Kameras, in der alles fotografiert und aufgenommen wird, beharren Menschen trotzdem weiter auf das Recht zur Unantastbarkeit ihrer privaten Sphäre.

Und das ist der Hintergrund, auf dem sich die Autoren des Projekts Zipped Worlds (Kuratoren durch kritische Abhandlungen, Künstler und Fotografen durch visuelle Projekte) mit den Fragen befassen, die neue visuelle Medien und Kommunikationsmedien aufwerfen. Künstler machen auf Konsequenzen des technologischen Fortschritts aufmerksam: sie erzählen von der verschärften Beobachtung im öffentlichen Raum, die sowohl seitens Regierungen als auch seitens der Korporationen durchgeführt wird; von populistischen Medien; von der Möglichkeit der Manipulation mit Bildern; aber auch von den Aussichten auf die Benutzung des raschen und riesigen Zufluß von Informationen zugunsten der Öffentlichkeit.

Es ist offensichtlich, dass diese Phänomene durch Widersprüche und Paradoxe gekennzeichnet sind. In diesem Sinne ist ein weiterer Punkt zu erwähnen: Fotografie im öffentlichen Raum ist zu einer heiklen und umstrittenen Angelegenheit geworden, mit der sich kollektive Ängste vor den Phänomenen wie Terrorismus, Pädophilie, Überwachung und Einbrüche in das Private verbinden. Leute sollten sich aber auch bewußt sein, dass das Fotografieren in der Öffentlichkeit ebenfalls mit der Übernahme der Verantwortung und mit dem Bewußtsein von der Widersprüchlichkeit der Wünsche nach dem Notierung von allem, was in unserer Gegenwart geschieht, auf einer und nach dem Schutz vom Privaten auf der anderen Seite begleitet ist und begleitet werden soll.

www.photongallery.at

Kuratoren: Guiliana Carbi und Dejan Sluga

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24. bis 27. September 2015 Marx Halle, Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien
  • Highlight im internationalen Messekalender
  • Vom 24. bis 27. September 2015 steht Wien ganz im Zeichen der internationalen Kunstmesse viennacontemporary. Rund 100 Galerien und rund 1.000 KünstlerInnen bieten spannende Einblicke in die unterschiedlichsten Kunstszenen. Mit einem Fokus auf Galerien aus Osteuropa, der starken Präsenz der Wiener Galerienszene und einem inhaltlich dichten generationsübergreifenden Rahmenprogramm in der Marx Halle ist die viennacontemporary 2015 ein Highlight im internationalen Messekalender.
  • Focus Bulgaria
  • Unter dem Motto „Focus Bulgaria“ richtet die viennacontemporary 2015 ihren Blick auf das Land Bulgarien und zeigt eine repräsentative Auswahl bulgarischer zeitgenössischer Kunst aus privaten Sammlungen und den wichtigsten Galerien Bulgariens.
  • Reflections
  • Mit dem Präsentationsformat REFLECTIONS betont die viennacontemporary den kuratorischen Aspekt der Galeriearbeit und bietet den teilnehmenden Galerien eine spezielle Präsentationsfläche für eigens zur Kunstmesse konzipierte Ausstellungen.
  • Zone1
  • Auch am neuen Standort Marx Halle, ermöglicht die viennacontemporary Galerien, junge KünstlerInnen in Einzelpräsentationen zu speziellen Konditionen vorzustellen. Bisher auf Galerien aus Österreich beschränkt, steht die ZONE1 ab diesem Jahr auch internationalen Galerien zur Verfügung.
  • Gespräche und Diskussionen
  • Unter dem Motto „Keys to Contemporary Art“ – ko-kuratiert von Christina Steinbrecher-Pfandt, Künstlerische Leitung viennacontemporary und Nicolaus Schafhausen, Direktor Kunsthalle Wien – spannt sich der Bogen von der beginnenden Wiederentdeckung der Avantgardebewegungen in Osteuropa über Einflussmöglichkeiten zeitgenössischer gesellschaftskritischer Kunst und den immer wichtiger werdenden performativen Strategien aktueller Kunstproduktion bis hin zu den Konzepten der Vermittlung zeitgenössischer Kunst in Museen und Kunsthallen. Weiters geben im Rahmen von „20four7“ jeden Tag um 14 Uhr internationale KunstsammlerInnen aus Ost und West Einblick in ihre Strategien des Kunstkaufs und die Präsentation ihrer Sammlungen und Christina Steinbrecher-Pfandt lädt junge SammlerInnen zu ihrem „Young Collectors Talk“ein.
  • Führungen und Programm zum Mitmachen für alle Altersgruppen
  • Bei VIENNA Gold treffen sich SeniorInnen und junge KünstlerInnen und tauschen ihre Sichtweisen über zeitgenössische Kunst aus. Führungen mit KünstlerInnen finden täglich um 14 Uhr statt. VIENNA Studio bietet StudentInnen die Möglichkeit, zeitgenössische Kunstpositionen im Rahmen von Führungen täglich um 16 Uhr, näher kennen zu lernen. Am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr können Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren am Kunstvermittlungsstand der VIENNA Family ihre Kreativität entdecken und Techniken selbst ausprobieren, um Farbe, Form und Bewegung auf Papier zu bringen. Der Einstieg ist jederzeit möglich.
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29. April bis 4. September 2015 Galerie UngArt des Collegium Hungaricum, Hollandstraße 4, 1020 Wien

Vernissage: 28. April, 19 Uhr

Das Collegium Hungaricum Wien plant in enger Zusammenarbeit mit der Photon Galerie Wien und mit Unterstützung von Art Photo Budapest/Art Market Budapest, SKICA und dem BMEIA zwei außerordentliche Fotoausstellungen im Angedenken an den 2014 verstorbenen Fotografen Gábor Kerekes.

Kerekes war einer der bedeutendsten Fotografen der letzten drei Jahrzehnte. An technischen Aspekten interessiert, wandte er sich nach und nach einer metaphorischen Darstellung der Beziehung zwischen „Kunst und Wissenschaft“ zu. Seine Kunst, die gleichzeitig „magisch“ war und einen rationalen Zugang zur Fotografie hatte, dient jüngeren Generationen von Künstlern weiterhin als wichtige Quelle der Inspiration. Das technische Wissen von Gábor Kerekes reichte von der Camera obscura über historische fotografische Techniken bis hin zu einer großen Bandbreite von professionellen Methoden.

Stane Jagodič (geb. 1943) ist ein slowenischer Maler, Fotograf, Karikaturist und Aphoristiker. Bekannt wurde er vor allem durch seine meist sozialkritischen und humorvollen Montagen, Assemblagen und Collagen sowie durch das Zusammenführen von scheinbar unvereinbaren Objekten. Jagodič war einer der Mitbegründer und inoffizielle Leiter der Gruppe Juni (orig: Grupa Junij), einer internationalen Kunstbewegung der 1970er Jahre.

Branko Lenart (geb. 1948) war ein Mitbegründer des avantgardistischen Kunstvereins Forum Stadtpark Graz im Jahre 1968. 1996 erhielt er einen Lehrauftrag für Fotografie an der Fachhochschule Joanneum in Graz, den er bis 2003 ausführte. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Werke aus einem laufenden Projekt mit dem gemeinsamen Titel Hand:Work.

Die Ausstellung Photomagic zeigt ab 28. April bedeutende Werke von Gábor Kerekes im Kontext zweier seiner Zeitgenossen aus Slowenien und Österreich. Damit setzt das Collegium Hungaricum Wien auch seine bewährte Tradition fort, Künstlerinnen und Künstler aus drei Ländern Mitteleuropas und des Donauraumes in einem künstlerischen Dialog (Trialog) zu präsentieren.

Unter dem Titel Photosuprematisten sind ab 29. April die Fotos dreier hervorragender zeitgenössischer ungarischer KünstlerInnen Bálint Szombathy, Anikó Robitz und Minyó Szert in der Photon Galerie Wien zu sehen.

Kurator: Dejan Sluga

Weitere Informationen unter: www.collegium-hungaricum.at und www.photongallery.at

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Bis November 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

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