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30. Oktober 2014, 19:00 Uhr Volkskundemuseum, Wien

Von betenden Schmetterlingen und mächtigen Zitronen. Lesungen, Verlagsvorstellung, Büchertisch und Gespräch bei freiem Eintritt.

Der kleine aber feine Literaturverlag namens hochroth wurde aus Berlin nach Wien und in andere Städte ausgegründet und bildet mittlerweile ein außergewöhnliches Netzwerk von voneinander in ihren verlegerischen Entscheidungen und finanziell unabhängigen Kleinverlagen, die unter einem gemeinsamen Namen schwerpunktmäßig Lyrik von jungen, lebenden AutorInnen verlegen.

  • MARIANNE JUNGMAIER liest aus harlots im herzen. Lyrik-Collagen
  • TINA GLASER liest aus ihrer Erzählung Nachmittage
  • ESAD BABAČIĆ liest mit Dominik Srienc Molitev Metulja / Gebet des Schmetterlings. Gedichte
  • VERENA STAUFFER liest aus (zitronen der macht). Gedichte
  • Moderation: Johanna Öttl und Daniel Terkl

Nach mehr als 130 Büchern, die hochroth Berlin Budapest Leipzig Paris Riga Wien mindestens unter der Beteiligung der Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, Polnisch, Slowenisch, Ungarisch veröffentlicht hat, darf zum ersten Verlagsabend in Wien eingeladen werden. Vor und zwischen den wunderbaren Lesungen, die uns erwarten, wird es ganz nebenbei auch etwas über hochroth zu erzählen geben, im dritten Jahr in Wien wird es auch Zeit dafür! Es wird auch einen epischen Büchertisch voller handgemachter Kleinode geben!

ESAD BABAČIĆ

  • Molitev metulja
  • Gebet des Schmetterlings
  • Gedichte, slowenisch/deutsch.

Zweisprachige Lesung mit dem Übersetzer Dominik Srienc

  • Srečal sem dekle,
  • pegasto dekle.
  • Ni želelo peg,
  • samo zlato.
  • Ich traf ein Mädchen,
  • ein sommersprossiges Mädchen.
  • Es wollte keine Sprossen,
  • nur Gold.

Esad Babačić wurde 1965 in Ljubljana geboren. In den 1980ern war er als Sänger und Texter mit der Punk-Band Via Ofenziva erfolgreich. Esad Babačić studierte Slawistik. Er ist Dichter; Publizist, Journalist und Regisseur, unter anderem für Fernsehen und Rundfunk in Slowenien. Zahlreiche Veröffentlichungen, seine Gedichte wurden mehrfach in verschiedene Sprachen übersetzt.

Der Übersetzer Dominik Srienc ist in Koroška/Kärnten aufgewachsen. Studium der Deutschen Philologie und Slawistik in Wien, Lehrtätigkeit als ÖAD-Lektor in Bischkek und Jerewan, übersetzt aus dem Slowenischen, lebt in Wien und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek.

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24. Oktober bis 7. November 2014 WEST 46, 1070 Wien

Eine hochkarätige Jury hat 50 beispielhafte Fotos ausgewählt, die nun im WEST 46 im Rahmen von EYES ON - Monat der Fotografie Wien - ausgestellt werden. Eines davon ist das Foto Angel Hound von Eva Petrič.

  • Zum Bewerb und zur Ausstellung:
  • Im allgemeinen Selfie-Rausch geht nahezu völlig unter, dass die meisten Künstlerinnen und Künstler über die Jahrhunderte immer wieder höchst kreative „Selbstportraits“ angefertigt haben.
  • Auch die Fotografie war dafür immer schon ein beliebtes Medium, die digitale Technik hat jedoch den Zugang total verändert und macht heute das Selbstportrait als „Selfie“ mit dem Smartphone zum Dauerbrenner.
  • cyberlab.at - Wiens erste Adresse für Fotoausarbeitungen und Fine Art Prints - lud FotokünstlerInnen und professionelle FotografInnen ein, ein kreatives Selbstportrait samt kurzer Selbstdarstellung für eine Sonderausstellung einzureichen.

Das Selbstportrait musste keinesfalls mit dem Smartphone aufgenommen werden, es sollte und durfte jegliche professionelle Fototechnik verwendet werden. Jede Form der fotografischen Aufnahme war erlaubt – auch die digitale Bildbearbeitung bis hin zur Bildmontage. Der cyberlab Photo Contest THE PROFESSIONALS' SELFIES endete mit 273 Einreichungen von FotokünstlerInnen und professionellen FotografInnen.

  • WEST 46 - Raum für Fotoprojekte
  • Westbahnstraße 46
  • 1070 Wien
  • Die Ausstellung läuft vom 24.10. bis 7.11.2014 und ist Mo-Fr von 16-19 Uhr geöffnet.
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28. Oktober 2014 bis 21. März 2015 MUSA Museum Startgalerie Artothek, 1010 Wien

KünstlerInnen: Tanja Boukal (A), Steven Cohen (ZA) & Marianne Greber (A), Marcell Esterházy (H), Anna Jermolaewa (RUS), Noro Knap (SK), Tatiana Lecomte (F), Andreas Mühe (D), Erwin Olaf (NL), Gábor Ősz (H), Marija Mojca Pungercar (SLO), Aura Rosenberg (USA), Lina Scheynius (S), Juraj Starovecký (SK) Kuratorin: Gunda Achleitner

Der „Europäische Monat der Fotografie“ feiert 2014 nicht nur sein zehnjähriges Bestehen sondern auch die Erweiterung seines Netzwerkes um einen neuen Partner, das Fotofestival Athen. Die Partnerstädte nehmen das diesjährige Gedenkjahr zum Anlass, sich in ihrer gemeinsamen Ausstellung auf 100 Jahre intensive Geschichte einzulassen.

Beladen mit einem schweren historischen Erbe (zwei Weltkriege, Zerfall in Ost und West, Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien …), setzen sich KünstlerInnen auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Vergangenheit ihrer Heimatländer auseinander, reflektieren subjektive Erfahrungen und machen so die offizielle Historie und deren Auswirkungen nachvollziehbar. Welche Bedeutung hat das fotografische Bild in Bezug auf die Konstruktion von Vergangenheit und Geschichte? Wie wird die Distanz zwischen damals und heute, zwischen aktuellen und vergangenen Lebensverhältnissen überwunden, welche „Wirklichkeit“ generiert sich hierbei? Gerade bei der Hinterfragung des bildlichen Gedächtnisses, beim Formulieren von Erinnerung zeigt sich die Herausforderung, die sowohl in der künstlerischen Gestaltung als auch in der Betrachtung liegt: Bilder, die an unser Erinnerungsvermögen appellieren, vergegenwärtigen das Vergangene, verlangen zugleich aber auch, dass wir uns in der Erinnerung daran der eigenen Gegenwart bewusst sind.

Die ausgewählten, oftmals sehr persönlichen Arbeiten verdeutlichen, dass Geschichte stets aus mehreren Komponenten besteht – dem Geschehenen an sich, seiner (Re-)Konstruktion und letztlich aus uns, die Vergangenes aus dem Heute zu verstehen versuchen.

Eröffnung: Montag, 27. Oktober um 19 Uhr

  • MUSA Museum Startgalerie Artothek
  • 1010 Wien, Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus)
  • Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 11.00 – 18.00 Uhr, Do: 11.00 – 20.00 Uhr, Sa: 11.00 – 16.00 Uhr
  • T: +43-(0)1-4000-8400, barrierefreier, kostenloser Eintritt!
  • musa@musa.at, www.musa.at

© Marija Mojca Pungercar, Brotherhood and Unity, 1, 2006, Fotos von Leopold Pungercar st. (1958) und Nada Zgank (2006)

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6. November 2014, 15:00 Uhr Mumok, Secession, Wien

Bereits zum vierten Mal findet der Igor Zabel Award for Culture and Theory statt, heuer erstmals in Wien. Er wird in Kooperation mit dem Mumok und der Secession veranstaltet.

Die Konferenz zum Igor Zabel Award for Culture and Theory findet am 6. November von 15 bis 18 Uhr im Mumok statt, es werden unter anderem Miklavž Komelj (Kunsthistoriker, Dichter und Übersetzer aus Ljubljana) und Apolonija Šušteršič (Künstler und Architekt aus Ljubljana and Oslo) aus Slowenien sprechen. Um 22 Uhr beginnt in der Secession die Feier für die Gewinner des Igor Zabel Award for Culture and Theory.

The Igor Zabel Award for Culture and Theory honors exceptional cultural achievements by art historians and theorists whose work refers to Central and South Eastern Europe. The Award highlights the notion of arts and culture, encouraging the production of cultural knowledge and exchange between ‘East’ and ‘West’. Igor Zabel (1958-2005), the name generator for this biennial Award, was an influential Slovenian curator, art critic, writer and theorist, the main propagator of his country’s art scene during the 1990s. As the senior curator of Ljubljana's Moderna galerija, he established cultural links between Eastern and Western Europe. Igor Zabel was, by all means, a role model for new generations of curators and critics of contemporary art. The laureates of this Award, just like Igor Zabel, have brought together specific fields of knowledge and culture, and pointed to the necessity of their omnipresence in human lives. And these are the ideas that the Igor Zabel Award for Culture and Theory cherishes. An international jury made up of one artist, one curator and one theorist appoints the laureate. One of the jury members is always from Slovenia. In addition to the award, three working grants are offered. The laureate gives one of these grants, while the jury decides the other two. With total prize money of EUR 76,000 it is one of the highest and most prestigious prizes for cultural activities related to Central and South Eastern Europe.

  • Programme
  • Conference. Continuing Dialogues
  • Thursday, 6 November 2014, 3 – 6 p.m., Mumok
  • Address: Museumsplatz 1, 1070 Vienna
  • Igor Zabel took a critical view of “dialogue” as a form. Even though in his activities as a curator, art historian, critic, and writer he always promoted a critical exchange between “East” and “West”, one of his best known articles, entitled Dialogue, provides an analysis of the challenges posed by the problems of translation which to this day inevitably accompany such debates in a Europe that is in a state of transformation.

3 p.m. Welcome and introduction

  • 3.30 p.m. Dialogue 1 “Figures and Prefigurations”
  • Karel Císař (art theorist and curator, Prague) and Rainer Fuchs (art historian and curator, head of exhibitions and deputy director mumok, Vienna)
  • 4 p.m. Dialogue 2 “Der Zeit ihre Kunst. Der Kunst ihre Freiheit”
  • Miklavž Komelj (art historian, poet and translator, Ljubljana) and Apolonija Šušteršič (artist and architect, Ljubljana and Oslo)
  • 5 p.m. Conversation “Neo-Patriotism and the Options of Dissidentship”
  • Keti Chukhrov (art theorist and philosopher, Moscow), Ekaterina Degot (art historian, curator and writer, Cologne and Moscow) and Kirill Medvedev/Free Marxist Press (activist and publisher, Moscow)
  • Celebration. Igor Zabel Award for Culture and Theory 2014
  • Thursday, 6 November 2014, 10 p.m., Secession
  • Address: Friedrichstraße 12, 1010 Vienna
  • The biennial Award honors exceptional cultural achievements by art historians and theorists whose work refers to Central and South Eastern Europe and promotes cultural dialogue. With a total prize money of EUR 76.000 it is one of the highest and most prestigious prizes for cultural activities related to Central and South Eastern Europe.
  • The winners are appointed by an international jury. In 2014 members of the jury are: Keti Chukhrov (art theorist and philosopher, Moscow); Rainer Fuchs (art historian and curator, head of exhibitions and deputy director mumok, Vienna); Apolonija Šušteršič, artist and architect, Ljubljana and Oslo).
  • Celebration of the winners in a setting by Josef Dabernig (artist, Vienna)
  • Music by Lüften (Rainer Binder-Krieglstein und Andreas Fränzl)
    • About Igor Zabel (1958–2005, LJUBLJANA, SLOVENIA)
    • Igor Zabel was during his entire life actively involved in many fields of theory and culture – as an author, essayist, modern and contemporary art curator, literary and art critic, translator, and mentor for new generations of curators and critics of contemporary art. In his theorethical and curatorial work, he tirelessly called for the profound exploration of those political, social and cultural undercurrents that had the potential to give us a better understanding of the modern and contemporary art.

Igor Zabel graduated in comparative literature, art history and philosophy from the University of Ljubljana in 1982. His curatorial work outside Slovenia includes distinguished exhibition Individual Systems at the 50th Venice Biennale, 2003 and, among others, 33rd Zagreb Salon at the Museum and Gallery Centre Zagreb, 1998; Aspects/Positions, Museum moderner Kunst – Stiftung Ludwig, Vienna, 1999 (member of the curatorial team); The Future Is Not What It Used To Be, Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, 2004 (co-curator).Zabel was coordinator of Manifesta 3, European Biennial of Contemporary Art, in Ljubljana in 2000 and a member of the International Board of Manifesta. He was co-editor of the first six issues of the MJ – Manifesta Journal: Journal of Contemporary Curatorship (with Viktor Misiano) and for several years editor of the magazine of Moderna galerija Ljubljana M’ars.

Igor Zabel is the author of two books of essays on contemporary art and a number of essays and articles published in Slovenian and international anthologies, collected editions, catalogues and magazines (including Art Journal, Art Press, Flash Art, Index, Moscow Art Magazine, and others). He wrote short stories andtranslated (into and from the Slovene language) numerous texts and books (by Edward W. Said, Oscar Wilde, Amartya Kumar Sen, Immanuel Maurice Wallerstein) from the field of humanities and literature. For several years, he engaged in passing on his broad knowledge and experiences in writing and curating contemporary art to younger generations in the World of Art – Curatorial Course for Contemporary Art in Ljubljana.

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7. November 2014 Viennale, Wien

Class Enemy, der mehrfach preisgekrönte Film des Slowenen Rok Biček und einer der drei Finalisten Filme der LUX Prize Official Competition, ist neben den anderen beiden Finalisten Filmen Girlhood und Ida bei der Viennale am 7. November zu sehen! Die drei Filme werden diesen Herbst im Rahmen der LUX Film Days in 40 Städten in 28 EU Ländern gezeigt.

Class Enemy. Die Schule als Schauplatz eines packenden Spielfilms. Der neue Deutschlehrer ist streng und gerecht und von einer grossen Liebe zur Literatur beseelt. Er will seine Schülerinnen und Schüler auch auf den Ernst des Lebens vorbereiten, der in den grossen Werken der Klassiker natürlich enthalten ist. Doch von Anfang an herrscht eine angespannte Stimmung zwischen den Jugendlichen, die gerade ihre Lieblingslehrerin verloren haben, weil sie selber ein Kind erwartet, und dem neuen, anspruchsvollen Lehrer. Nach einem Gespräch mit ihm ist die 17-jährige Sabina in Tränen aufgelöst. Als sie sich wenig später das Leben nimmt, hält die Klasse den neuen Lehrer Robert für den Schuldigen. Die Schülerinnen und Schüler beginnen einen Klassenkampf mit ihm. Auch wenn ihnen jeder Beweis fehlt, wollen sie mit allen Mitteln seine Autorität brechen. Der Schulaufstand beschreibt die Identitätskrise des Lehrer-Daseins in unseren Gesellschaften ebenso präzise wie die Hybris einer Schülergeneration, die vor nichts mehr Respekt hat. Die Geschichte von „The Dead Poets Society“ von Peter Weir erreicht uns hier in ihrer vollkommenen Umkehrung. Wo landen wir, wenn keinerlei Autoritäten mehr akzeptiert werden, nicht einmal mehr die der Poesie?

Class Enemy by trigon-film on Vimeo

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Ab 14. November Kunsthistorisches Museum, Wien

Mit dem neuen literarischen Audioguide GANYMED wird das erfolgreiche Projekt nun weitergeführt: Besucherinnen und Besucher des Kunsthistorischen Museums haben ab sofort die Möglichkeit, sämtliche Texte und Kompositionen, die bei den bisherigen Inszenierungen zur Aufführung gelangten, gesprochen und musiziert von den jeweiligen SchauspielerInnen und Musikern über einen Audioguide nachzuhören, und sich so auf eine literarische Entdeckungsreise durch die Gemäldegalerie zu begeben. Zu hören sind: Erni Mangold, Anne Bennent, Joachim Bissmeier, Nicole Heesters, Maria Bill, Sona MacDonald und viele mehr.

Wir möchten Sie einladen, sich mit Hilfe dieses Literatur Audio Guides ungewohnte Sichtweisen auf Alte Meister zu eröffnen. Der Audio Guide basiert auf den beiden theatralischen Projekten Ganymed Boarding und der europäischen Erweiterung Ganymed goes Europe von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf. Erleben sie ein ungeahntes Zusammenspiel von Malerei und Literatur. Wir wünschen Ihnen aufregende und überraschende Momente. Treten Sie in den lebendigen Diskurs mit Themen, die unsere sind und entdecken Sie das Museum als Ort unserer Realität.

Weitere Infos gibt es hier.

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4. September bis 2. November 2014 Photon Galerie, 1100 Wien

Kurator: Dejan Sluga

  • You are kindly invited to the public event in frames of the group exhibition GHOSTS OF DADA on Saturday, 4 October, at 7 pm at Galerie Photon. The visitors will have a chance to attend a conversations, guided tour and a book signing with one of the artists at the exhibition, Roberto Kusterle.
  • The public event is part of the Lange Nacht der Museen.

Die Gruppenausstellung Ghosts of Dada stellt drei wichtige Künstler und Fotografen aus einem größeren Raum Mitteleuropas dar, die in ihrem künstlerischen Schaffen die Prinzipien des Surrealismus benutzen. In einer Zeit, in der wir uns auf die Ereignisse vor 100 Jahren beziehen, sollten wir auch über die Auswirkungen dieser Zeit in der späteren Entwicklung der Künste, insbesondere im Bereich der Fotografie, denken. Die erste Bewegung, die grundlegend das Wesen der Kunst verändert hat, war Dadaismus. Seine Ideen hatten sich später in dem Surrealismus entwickelt, der in all seiner Komplexität zu einer der Hauptrichtungen der Kunst im 20. Jahrhundert geworden war, und auch tiefe Spuren in der Fotografie hinterlassen hat. Zu den "nicht-klassischen" Meistern der Fotografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehören auch Stane Jagodič (SLO), Roberto Kusterle (ITA) und Ladislav POSTUP (CZE).

  • In Zusammenarbeit mit der Nessim Gallery und der Foundation for Contemporary Art, Budapest
  • Supported by: Skica, Czech Zentrum
  • Photon, Nessim Gallery
  • Catering by: STO
  • Fotogalerie:
  • Foto 1: Vest, 1964, © Ladislav Postupa
  • Foto 2: quo vadis libertas, © Stane Jagodič
  • Titelbild: © Roberto Kusterle
  • Photon Gallery, Absberggasse 27, 1100 Wien
  • T: +43 (0)19543588
  • info (at) photongallery.at
  • www.photongallery.at
  • Offnungszeiten: Mi – So 12 - 18
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18. September bis 2. November 2014 Galerija Loža, Koper

Ein letztes Mal ist die Reiseausstellung Sledi / Spuren in der Galerija Loža Koper zu sehen. Am Samstag, 18. Oktober ab 11 Uhr, findet ein Round Table mit Vasja Nagy, einem der Kuratoren der Ausstellung, und Tiberius Stanciu, ausstellender Künster, statt. Gesprochen wird über Themen und Hintergründe der Ausstellung.

Sledi/Spuren ist eine Reiseausstellung entlang der Südbahnstrecke, bei der anlässlich des Jubiläumsjahres 2014 die europäischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre reflektiert werden, sowie Identität und Rolle als Kulturschaffende in deren Bildung. Das erinnern an die gemeinsamen Geschichte, sowie der Zerwürfnisse, der Grenz- und Nationenbildungen steht im Vordergrund.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Ausstellungsreihe ist das Miteinander von Künstler_innen aus beiden Ländern, die grenzenübergreifende Kollaboration und der permanente und intensive Austausch mit den Nachbar_innen.

Die Verbindungslinie durch die Eisenbahn von Wien zum Meer und damit dem dort gelegenen Hafen war eine Art Hauptschlagader der Habsburgermonarchie. Die Beiträge der Künstler_innen beziehen sich thematisch auf diesen Transportweg, auf Verwirklichung und Zerstörung von Identitäten, auf Vorfahren und Dinge die noch kommen.

  • Ausstellende Künstler_innen:
  • Gino Alberti, Svetlana Jakimovska, Gani Llalloshi, Lorena Matic, Goran Medjugorac, Andrew M. Mezvinsky, Katja Oblak & Julij Borštnik, Eva Petri, Tiberius Stanciu, Anja Šmajdek, Franz Wassermann und Letizia Werth

Kuratoren: Denise Parizek und Vasja Nagy

Zu einigen Ausstellungen werden von den Galerien ART-TALKS bzw. LECTURES mit Gästen aus Kunst, Wissenschaft und Medien veranstaltet. Die Gespräche, Videos und Fotos der Ausstellungen werden über die Webpage und Social Media verbreitet.

SLEDI/SPUREN auf Facebook und Twitter folgen.

Die Ausstellung in der Galleria A+A in Venedig musste leider abgesagt werden.

Aktuelle Ausstellungsorte:

  • Laafeld/Potrna
  • Pavelhaus/Pavlova hiša
  • 27.6. - 6.9.2014
  • Öffnungszeiten: Di.-Sa. 13.30 – 18.30 h
  • www.pavelhaus.at
  • Koper
  • Obalne galerije Piran
  • Galerija Loža
  • Titov trg 1
  • 18. 09. – 30.11.2014
  • Öffnungszeiten: Die.-Sa. 11 – 18 Uhr
  • So. 11 – 16 Uhr
  • www.obalne-galerije.si

Vergangene Ausstellungsorte:

  • Wien
  • Schleifmühlgasse 12-14
  • 4.4. - 30.4.2014
  • 1040 Wien
  • Öffnungszeiten: Do. + Fr. 14-19 Uhr, Sa. 10-15 Uhr
  • www.12-14.org
  • Ljubljana
  • ZRC SAZU
  • 8.5. – 28.5.2014
  • Novi trg 2, Ljubljana 
  • www.zrc-sazu.si
  • SLEDI/SPUREN ist grenzenlos.
  • SLEDI/SPUREN hat eine enorme Reichweite im Kontext zeitgenössischer europäischer Kunst.
  • 6 Städte, 3 Länder, 12 Künstler_innen. Gebündelte Energien für eine große Sache.
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2. Oktober bis 8. November 2014 Galerie Ernst Hilger, Dorotheergasse 5, 1010 Wien

The Century of the Bed: curated by_Alenka Gregorič

Die Galerie Ernst Hilger ist auch heuer wieder Teil der Ausstellung curated by_vienna, die im Rahmen der Viennafair von departure organisiert wird. Alenka Gregorič kuratiert die Ausstellung für die Galerie Ernst Hilger und zeigt darin Positionen der slowenischen KünstlerInnen bzw. in Slowenien lebenden KünstlerInnen IRWIN (Dušan Mandič, Miran Mohar, Andrej Savski, Roman Uranjek, Borut Vogelnik) und Vuk Ćosić.

Points of View – Perspektiven

Vuk Ćosić, Fokus Grupa, Alfred Hrdlicka, IRWIN, Ilya & Emilia Kabakov, Anton Kannemeyer, Vlado Martek, Mladen Stilinović, Raša Todosijević

„Der Kunsthistoriker Ernst Gombrich schrieb, dass die Bildwahrnehmung ein komplexer Prozess ist, der sich zahlreicher angeborener und erlernter Ressourcen bedient. Der Wahrnehmungsprozess besteht aus mehreren Stufen, die zusammen einen so genannten „Wahrnehmungszyklus“ bilden. Dieser ist ein zirkulärer Informationsfluss, der zwischen dem Organismus und seiner Umwelt stattfindet, und bei dem jede Handlung die Umwelt so verändert, dass durch neuerliche Informationsaufnahme weitere Handlungen nötig werden. Komplexe Zusammenhänge sind auch der Ausgangspunkt des diesjährigen Konzepts von curated by. Das Bett als Beherrscher unseres Lebens – das Bett, in dem wir immer mehr Zeit zubringen. Was man über das Bett denkt, hängt jedoch von der Perspektive des Einzelnen und seinem historischen, geografischen und gesellschaftlichen Hintergrund ab. Im Bett verschwimmen die Grenzen zwischen privat und öffentlich, zwischen Reglosigkeit und Handlung. Das Bett kann wie ein Gefängnis erscheinen, in dem wir unser halbes Leben verbringen. Diese Probleme sind jedenfalls dezidiert Probleme der westlichen, der „ersten“ Welt.

Im Bett wird indes auch tatsächlich gearbeitet, und zwar auf vielfältige Art. Eine Person zeichnet im Bett zum Beispiel das Modell eines neuen Fußballs, der dann auf der anderen Seite der Welt von jemand anderem nach ihren Plänen hergestellt wird. Im Herstellungsprozess eines materiellen Dings ist hier das Bett kein Luxus, sondern integraler Bestandteil der Produktionskette. Untätiges Herumlungern im Bett gilt heute allenthalben als Luxus. In einer Zeit, der es fast ausschließlich um Produktivität geht, gilt Faulheit dementsprechend als verabscheuungswürdig. Und das ist der Grund, warum Mladen Stilinovićs Spruch „Ohne Faulheit keine Kunst“ in der modernen marktorientierten Kunstwelt mit ihrer Hyperproduktivität immer noch wichtig ist. Das Bett als Ort zum Träumen oder als Kritik am kapitalistischen Kulturparadigma? Vuk Ćosić und die Gruppe Irwin gehen jedenfalls nicht von der Annahme aus, dass das Bett ein Sehnsuchtsort sei. Auch Raša Todosijevićs vielsagend Schlafflage betiteltes Werk entfaltet erst im Kontext betrachtet seine Kritik. Poetische Nebentöne wiederum sind der Schlüssel zu den Arbeiten Vlado Marteks, während man bei der Fokus Grupa unmissverständlich eine Polemik auf utopische Geschichtsvorstellungen erkennen kann.

"Kunst steht immer im Kontext von Raum, Zeit und Präsentationsform. Ihr Kern besteht darin, dass alles auf die Perspektive ankommt.“ (Alenka Gregorič. Sie ist seit 2009 künstlerische Leiterin und Kuratorin der City Art Gallery Ljubljana.)

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28. September bis 23. November 2014 Laafeld, Bad Radkersburg

Das international renommierte Kunst-Festival steirischer herbst macht sich mit einem vielfältigen und reichhaltigen Programm auf den Weg, von Graz aus in verschiedene steirische Regionen. Den Anfang machen Auftragswerke in der bildenden Kunst, die am 28. September eröffnet werden. Im Pavelhaus / Pavlova hiša in Laafeld entführt die österreichische Künstlerin Heidrun Holzfeind ins „Never Neverland“ – sie erforscht individuelle Lebensgeschichten und politische Realitäten der Grenzregion rund um Bad Radkersburg. Das filmische Projekt beschäftigt sich mit Menschen, die einen alternativen Lebensweg eingeschlagen haben und führt uns in eine Welt, die von Kommunalismus und Individualismus gleichermaßen erzählt. Der slowenische Künstler Tobias Putrih verlegt in „Routine Inspection“ die prähistorische Höhle Potočka Zijalka aus den Karawanken in das ZOLLAMT – ehemaliger österreichisch-slowenischer Grenzposten in Bad Radkersburg, damals eine vermeintliche Trennung Mitteleuropas vom Balkans, heute ein Ort der Kunst. Tobias Putrih spielt mit der Idee der Grenze – anhand von Artefakten, Zeichnungen und Filmen – auch wenn sie als solche heute nicht mehr existiert.

  • Heidrun Holzfeind – Never Neverland
  • www.steirischerherbst.at/Never_Neverland
  • herbst-Ausstellung
  • 28/09 – 27/10
  • Pavelhaus / Pavlova hiša, Laafeld
  • Di – Fr 13.30 – 18.30,
  • Sa 13.30 – 20.00 & So 11.00 – 16.00

Informationen und Karten:

Shuttle Service:

  • Wien – Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Wien
  • Sa 27/09
  • Abfahrtszeit
  • 8.00 Haltestelle 59A / Opernring 1 /1010 Wien

Anmeldung bis Do 25/09: tickets@steirischerherbst.at

  • Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Graz
  • So 28/09
  • 13.00 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz (Straßenbahnlinie 5, Dornschneidergasse)
  • 15.00 Schauplatz Kornberg im Meierhof zu Kornberg
  • 16.45 Pavelhaus / Pavlova hiša
  • 20.00 Zollamt
  • Anmeldung bis Do 25/09: tickets@steirischerherbst.at
  • Kostenlos
  • Linz – Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Linz
  • Sa 27/09
  • Abfahrtszeit
  • 7.00 Kunstuniversität Linz
  • Hauptplatz 8 / 4020 Linz

www.steirischerherbst.at

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26. September 2014 bis 15. April 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

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