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29. April bis 4. September 2015 Galerie UngArt des Collegium Hungaricum, Hollandstraße 4, 1020 Wien

Vernissage: 28. April, 19 Uhr

Das Collegium Hungaricum Wien plant in enger Zusammenarbeit mit der Photon Galerie Wien und mit Unterstützung von Art Photo Budapest/Art Market Budapest, SKICA und dem BMEIA zwei außerordentliche Fotoausstellungen im Angedenken an den 2014 verstorbenen Fotografen Gábor Kerekes.

Kerekes war einer der bedeutendsten Fotografen der letzten drei Jahrzehnte. An technischen Aspekten interessiert, wandte er sich nach und nach einer metaphorischen Darstellung der Beziehung zwischen „Kunst und Wissenschaft“ zu. Seine Kunst, die gleichzeitig „magisch“ war und einen rationalen Zugang zur Fotografie hatte, dient jüngeren Generationen von Künstlern weiterhin als wichtige Quelle der Inspiration. Das technische Wissen von Gábor Kerekes reichte von der Camera obscura über historische fotografische Techniken bis hin zu einer großen Bandbreite von professionellen Methoden.

Stane Jagodič (geb. 1943) ist ein slowenischer Maler, Fotograf, Karikaturist und Aphoristiker. Bekannt wurde er vor allem durch seine meist sozialkritischen und humorvollen Montagen, Assemblagen und Collagen sowie durch das Zusammenführen von scheinbar unvereinbaren Objekten. Jagodič war einer der Mitbegründer und inoffizielle Leiter der Gruppe Juni (orig: Grupa Junij), einer internationalen Kunstbewegung der 1970er Jahre.

Branko Lenart (geb. 1948) war ein Mitbegründer des avantgardistischen Kunstvereins Forum Stadtpark Graz im Jahre 1968. 1996 erhielt er einen Lehrauftrag für Fotografie an der Fachhochschule Joanneum in Graz, den er bis 2003 ausführte. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl seiner Werke aus einem laufenden Projekt mit dem gemeinsamen Titel Hand:Work.

Die Ausstellung Photomagic zeigt ab 28. April bedeutende Werke von Gábor Kerekes im Kontext zweier seiner Zeitgenossen aus Slowenien und Österreich. Damit setzt das Collegium Hungaricum Wien auch seine bewährte Tradition fort, Künstlerinnen und Künstler aus drei Ländern Mitteleuropas und des Donauraumes in einem künstlerischen Dialog (Trialog) zu präsentieren.

Unter dem Titel Photosuprematisten sind ab 29. April die Fotos dreier hervorragender zeitgenössischer ungarischer KünstlerInnen Bálint Szombathy, Anikó Robitz und Minyó Szert in der Photon Galerie Wien zu sehen.

Kurator: Dejan Sluga

Weitere Informationen unter: www.collegium-hungaricum.at und www.photongallery.at

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Bis 31. Mai 2015 mit Maruša Sagadin Kunsthalle Wien, 1010 Wien

Die slowenische Künstlerin Maruša Sagadin nimmt an der bis Ende Mai stattfindenden Ausstellung Destination Wien 2015 in der Kunsthalle teil.

Destination Wien 2015 ist eine Zusammenschau von über 70 Positionen zeitgenössischer Kunst und ermöglicht einen umfassenden Einblick in die Wiener Kunstlandschaft. Die Wiener Szene wird sowohl auf aktuelle Trends hin abgeklopft, als auch auf Positionen, die maßgeblich beteiligt waren an der Entwicklung eben dieser Trends. An beiden Standorten präsentiert die Kunsthalle Wien ausgewählte Beiträge von Künstler/innen unterschiedlicher Generationen, verschiedenartiger Arbeitsweisen und mit differierendem Medien-Einsatz. Das Resultat ist ein durchaus eigenwilliges, überraschendes und pluralistisches Bild der Wiener Kunstlandschaft. Neben der Ausstellung in der Kunsthalle Wien Museumsquartier finden in der Kunsthalle Wien Karlsplatz performative und diskursive Veranstaltungen statt. Das Publikum als integrativer Teil der Rezeption von Kunst ist hier wie dort eingeladen, aktiv an den gebotenen Aktionen teilzunehmen.

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6. Mai 2015, 16:00 Uhr Burgtheater, 1010 Wien
  • Für die Sigmund Freud Vorlesung 2015 konnte der slowenische Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturtheoretiker Slavoj Žižek gewonnen werden. Auf Einladung des Sigmund Freud Museums wird er zu Ehren des Begründers der Psychoanalyse über Theology, Negativity, and the Death-Drive sprechen. In ihrer 42. Auflage gastiert die traditionsreiche wissenschaftliche Veranstaltung an Freuds Geburtstag, dem 6. Mai, erstmals im Wiener Burgtheater.
  • In englischer Sprache

Slavoj Žižek zählt zu den anerkanntesten und populärsten Philosophen unserer Zeit. In Fortführung der Lehren des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan kreisen Žižeks Theorien meist um gegenwärtige soziologische Problemstellungen und aktuelle Phänomene kultureller Praxis. Seine Analysen popkultureller Produktionen haben ihn zu einem weltweit auch außerhalb universitärer Kreise diskutierten Denker gemacht.

In seiner Sigmund Freud Vorlesung widmet sich Žižek den „Dimensionen menschlicher Selbstsabotage“, die nach Rowan Williams jedem von uns zu eigen sind und als Neigung zu Selbstaufopferung und Selbstzerstörung die Wurzel religiöser Erfahrung ausbilden. „Gehört nun diese Neigung nicht gerade in das Gebiet des Todestriebes, in dem – wie uns Hamlet auf beispielhafte Weise vor Augen führt – Negativität und Trägheit einander auf seltsame Weise überlagern?“, meint Žižek und spannt damit von Shakespeares Tragödie und dem Scheitern ihres melancholischen Helden einen Bogen bis hin zur psychosozialen Funktion des von Freud postulierten Todestriebs und der bis heute brisanten Frage, wie es möglich sei, „nicht nur die Macht zu stürzen, sondern das zu treffen, was über die bloß faktische Macht hinausgeht, um zu verhindern, dass das alte Regime in neuem Gewand wiederkehrt?“. (Zitate: Slavoj Žižek 2015, Übersetzung: Sergej Seitz)

Slavoj Žižek, 1949 in Ljubljana geboren, studierte Philosophie in Ljubljana und Psychoanalyse an der Université Paris VIII. Heute unterrichtet er an der Universität Ljubljana und ist als Gastprofessor an mehreren Universitäten in den USA tätig u.a. an der Columbia University, der Princeton University und New York University. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach rezipiert. Zuletzt auf Deutsch erschienen: Weniger als nichts: Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus (Übersetzt von Frank Born, Berlin 2014).

In englischer Sprache.

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8. Mai 2015, 19:30 Uhr In slowenischer, italienischer und deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Schauspielhaus Hauptbühne, Graz

Regie: Neda R. Bric; Bühne: Rene Rusjan, Boštjan Potokar; Kostüme: Nataša Recer; Musik: Milko Lazar; Choreographie: Ivan Peternelj; Video & Film: Pila Rusjan; Licht: Samo Oblokar; Dramaturgie: Tomaž Toporišič, Christian Mayer, Ana Kržišnik

Mit: Gerhard Balluch, Ivan Godnič, Peter Harl, Gorazd Jakomini, Alessandro Mizzi, Helena Peršuh, Lučka Počkaj, Robert Prebil, Silvana Rabitsch, Franz Solar, Marjuta Slamič, Dario Varga

  • Zum Stück
  • Eine Geschichte von stetem Aufstieg und rasantem Fall: Nora Gregor, Tochter eines Handwerkers, träumt vom Theater und wird zum jungen Shootingstar der Wiener Bühnen. Max Reinhardt holt sie nach Berlin. Bald wird sie für den Film entdeckt und folgt dem Ruf nach Hollywood. Den Zenit ihrer Popularität erreicht sie Anfang der 1930er Jahre. Nora Gregor ist Ikone der Schwarz-Weiß-Film-Ära, heller Stern der High Society und liiert mit einem der mächtigsten Männer des Landes: Vizekanzler und Austrofaschist Fürst Ernst-Rüdiger Starhemberg. Doch früh leidet Nora unter der Rolle, die sie privat spielen muss: die hübsche, genügsame Frau an der Seite des erfolgreichen Aristokraten. Den gemeinsamen, zunächst unehelichen Sohn muss sie verbergen. Wie auch bei vielen anderen europäischen KünstlerInnen beendet der Krieg Ihre Karriere jäh.

Das Stück Nora Gregor – Ein verborgener Kontinent der Erinnerung begibt sich auf Spurensuche dieser außergewöhnlichen Biografie, an der sich, geprägt von Flucht und Heimatlosigkeit, die weltpolitischen Erschütterungen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ablesen lassen. In einer filmischen Parallelhandlung, die in unserer Gegenwart spielt, verknüpfen sich die Lebensstationen Nora Gregors mit denen eines jungen Mannes auf der Suche nach seinem leiblichen Vater. In seiner Konfrontation mit der eigenen Familiengeschichte eckt er an alten Ressentiments zwischen den Sprachen, Kulturen und Nationen des historisch belasteten Drei-Länder-Raumes an.

Nora Gregor ist eine internationale Kooperation vom Slowenischen Nationaltheater in Nova Gorica, dem Mldinsko-Theater in Ljubljana, dem Teatro Il Rossetti in Triest und dem Schauspielhaus Graz. In der dreisprachigen Inszenierung, die deutsch übertitelt wird, sind SchauspielerInnen aller beteiligten Häuser zu sehen.

Bis zum Premierentag ist im Salon, 1. Rang des Schauspielhauses eine Fotoausstellung zur Filmikone Nora Gregor zu sehen (Eintritt frei).

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Foto: © David Verlic

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9. und 10. Mai 2015 Geidorf Kunstkino, Geidorfplatz 1a, 8010 Graz

Gemäß dem Titel THE BEST OF LET’S CEE werden am 9. und am 10. Mai 2015 im Geidorf Kunstkino folgende sechs hervorragende Filme aus Slowenien zu sehen sein: The Tree (Drevo) auf Slowenisch/Albanisch mit engl. UT, mother europe (mama evropa), Callgirl (Slovenka) mit engl. UT, Die Wälder sind noch grün, Ulay und Good to Go (Srečen za umret).

Hier gibt es das Programmheft zum Online-Durchblättern.

Die Slowenischen Filmtage wurden vor einem Jahr von SKICA gegründet und finden in Kooperation mit dem LET'S CEE Film Festival statt, das einmal jährlich in Wien die besten Filme aus Zentral- und Osteuropa präsentiert. Ebenfalls bereits zum zweiten Mal mit an Bord ist Cineplexx International, eine österreichische Kinokette, die auch in Slowenien tätig ist.

Die thematische Spanne ist breit und reicht von Filmen, die von kleinen Glücksmomenten und den Herausforderungen des Alltags handeln bis hin zu solchen, die sich mit gesellschaftlich und politisch relevanten Fragen beschäftigen. Ob ein kluger Thriller, ein hochemotionales Drama, eine schwungvolle Tragikomödie oder ein nachdenklich stimmender Antikriegsstreifen, eins ist sicher: Ein näherer Blick auf das vielfältige slowenische Kino lohnt sich auf jeden Fall!

Programm:

  • Samstag, 9. Mai
  • 17:15 Uhr Spielfilm The Tree (Drevo)
  • Slowenien 2014, 90 min. Slowenisch mit engl. UT.
  • 19:00 Uhr Dokumentation mother europe (mama evropa)
  • Slowenien, Mazedonien, Kroatien 2012, 80 min. Slowenisch/Englisch/
  • Mazedonisch/Kroatisch mit engl.UT. Anschließend Q&A mit der
  • Regisseurin Petra Seliškar.
  • 21:00 Uhr Spielfilm Callgirl (Slovenka)
  • Slowenien 2009, 90 min. Slowenisch/Englisch mit dt. UT.
  • Sonntag, 10. Mai
  • 17:00 Uhr Spielfilm Die Wälder sind noch grün
  • Österreich, Slowenien 2014, 107 min. Deutsch.
  • 19:15 Uhr Dokumentation Ulay
  • Slowenien 2013, 91 min. Slowenisch/Englisch/Bosnisch mit engl. UT
  • 21:00 Uhr Spielfilm Good to Go (Srečen za umret)
  • Slowenien, Kroatien 2013, 100 min., Slowenisch mit engl. UT.

Karten gibt es unter www.cineplexx.at bzw. im Geidorf Kunstkino. Kartenpreise: Normalpreis: € 7,80, Ermäßigt (Schüler/innen, Student/innen, Grundwehrdiener, Zivildiener und Senior/innen): € 7,40, Rollstuhlfahrer/innen: € 5,20

  • Geidorf Kunstkino, Geidorfplatz 1a, 8010 Graz
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Bus 31 und 58
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VERLÄNGERT Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

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