24. November 2014, 19:30 Uhr Peterskirche, Petersplatz, 1010 Wien

KONZERT IM RAHMEN DES PROJEKTES DER EUROPÄISCHEN UNION „MINSTREL“

  • Matija Meić, Bariton
  • Natalia Kawłek, Mezzosopran
  • Raquel Paulo, Sopran
  • Martina Menegoni, Mezzosopran
  • David Jagodić, Tenor
  • Mario Penzar, Orgel

Progamm

  • Latvija
  • Einfelde Maija (1939*)
  • Crucifixus für Orgel (9 min)
  • Flandern
  • Kurt Bikkembergs (1963*)
  • Ave verum Corpus (5 min)
  • Tschechische Republik
  • Peter Graham
  • Dolcissima mia vita
  • Slowakei
  • Peter Žagar (1961*)
  • Pater noster za mješoviti zbor i orgulje
  • Slowenien
  • Ivan Florjanc (1950*)
  • Nu pujte, pujte vsi ljudje
  • Kroatien
  • Anđelko Klobučar (1931*)
  • Drei geistliche Verse Tri duhovna stiha
  • Ivan Josip Skender
  • Neu Komposition

Zyprus

  • Griechenland
  • Thanassis Moraitis
  • Requiem Graecum (Fragment)

Österreich

  • Poljska
  • Marian Sawa (1937*)
  • Magnificat za sopran solo i orgulje

Portugal


Matija Meić ist 1986 in Zagreb geboren. Nach Beendigung der Musikschule Blagoje Bersa inskribierte er sich an der Musikakademie in Zagreb in die Klasse von Prof. Giorgio Surian. Danach wechselte er nach Wien, wo er seine Studien an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in der Klasse von Prof. Claudia Visca fortsetzte. Während seiner Ausbildungszeit erwarb er erste Plätze bei staatlichen Wettbewerben, den ersten Preis sowie den Spezialpreis auf dem Internationalen Sängerwettbewerb „Bruno Špiler“ in Herceg Novi 2010, den ersten Preis sowie vier Preise für die Interpretation bei der „Iuventus Canti Competition“ in der Slowakei, den Hauptpreis im Wettbewerb „Junger Sänger des Jahres 2013“ den die Konzertdirektion Zagreb im Ramen des Konzertzyklus Molto Cantabile durchgeführt hat. Beim „Beaumarchais Concours“ in Wien ging er 2013 als Gewinner hervor. Danach hatte er Auftritte mit Solisten der Wiener Staatsoper bei Konzerten im Mozarthaus und im Mahlersaal der Staatsoper. 2014 erhielt er den zweiten Platz sowie den Spezialpreis für die Ausführung finnischer Sololieder beim „Mirjam Helin“ Wettbewerb in Helsinki. Seit seinem Debüt 2010 sang Matija Meić im Kroatischen Nationaltheater in Zagreb folgende Rollen: Levi in der Oper Nikola Šubić Zrinjski (Ivan von Zajc), Schaunard in La Bohème (G. Puccini), Belcore in L´elisir d´amore (G. Donizetti), Piet in Der Schuster von Delft (B. Bersa) sowie den Figaro in Der Barbier von Sevilla (G. Rossini). In der Carmen-Produktion (G. Bizet) der Musikakademie Zagreb 2011, verkörperte er die Rolle des Escamillo. 2013 sang er die Rolle des Guglielmo in der Oper Così fan tutte von W. A. Mozart auf den Dubrovniker Sommerspielen und im Rahmen der Universität für Musik und Darstellende Kunst die Rolle des Don Giovanni derselben Mozartoper im Schlosstheater Schönbrunn. Bei konzertanten Opernaufführungen bei den Musikabenden von St. Donat in Zadar sang er die Rolle des Escamillo in 'Carmen und die Rolle des Marquis in La Traviata (G. Verdi). Es folgte ein Engagement zum Rossini-Festival in Bad Wildbad in Deutschland, wo er Don Alvar in der Rossini-Oper Il viaggio a Reimssang, sowie ein weiteres Engagement an die Gärtnerplatz-Oper in München, wo er 2015 den Guglielmo in Così fan tutte singen wird. Auf dem Konzertpodium arbeitete Matija Meić mit der Zagreber Philharmonie, den Dubrovniker Symphonieorchester, Belgrader Philharmonie und dem Quintett der Wiener Philharmonie zusammen. 2014 wirkte Matija Meić beim ersten Konzert der Jungen Schubertiade Wien mit.

Die polnische Mezzosopranistin Natalia Kawłek studierte an der Musikuniversität in Warschau sowie am Conservatorio di Santa Cecilia in Rom und setzt ihre Studien an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien fort. An der Warschauer Kammeroper sang sie Dorina in Galuppis L’amante di tutte, an der Warschauer Oper in Moniuszkos Halka. Sie gastierte u.a. beim Oude Musik Festival in Utrecht, beim Schleswig-Holstein Festival, beim Festival für Alte Musik in Innsbruck und arbeitet regelmäßig mit den Ensembles Il Giardino d’Amore und Capella Cracoviensis zusammen. 2012 gewann sie den Publikumspreis des Antonio Cesti Wettbewerbs in Innsbruck, 2013 den zweiten Preis und Spezialpreise beim Hilde Zadek Wettbewerb. In Ch. W. Glucks Iphigénie en Aulide debütierte sie 2012 am Theater an der Wien, in der Kammeroper war sie zuletzt als Annio in Mozarts La clemenza di Tito zu Gast.

Die Sopranistin Raquel Paulo ist in Porto geboren, wo sie im Alter von 6 Jahren mit der musikalischen Erziehung begann. 1997 wurde sie am Musikkonservatorium von Porto aufgenommen und erhielt dort Geigen- und Gesangsunterricht. Dank einer frühzeitigen Stimmbildung begann sie ihre Gesangsstudien bereits als 13-Jährige mit Palmira Troufa. Seit 2008 studiert sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Univ.- Prof. Gabriele Lechner. Im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas “Porto 2001” wirkte sie in den Chören der Kinderoper Brundibár von Hans Krasa und Adolf Hoffmeister und Der Jasager von Kurt Weill und Bertold Brecht teil. 2007 sang sie die Hauptrolle in einer Adaptation der Operita Tango Maria de Buenos Aires von Astor Piazzolla, im Teatro Helena Sá e Costa in Porto, die dank des verzeichneten Erfolgs in zwei weiteren großen portugiesischen Konzertsälen aufgeführt wurde – dem Centro Cultural de Belém (Lissabon) und dem Casa da Música (Porto). Zu ihrem Repertoire zählen Marcellina und Contessa in Mozarts Le Nozze di Figaro, Arminda in Mozarts La Finta Giardiniera, Donna Anna in Mozarts Don Giovanni und Rosalinde in Strauss' Die Fledermaus. Sie wirkte auch als Solistin in einigen Oratorien die im Casa da Música – Porto aufgeführt wurden, mit : Missa em Sol Maior von Carlos Seixas, in der Krönungsmesse von W. A. Mozart, in dem Weihnachtsoratorium von C. Saint-Saëns und der Petite messe solennelle von G. Rossini. 2007 wurde ihr im “Concurso Nacional de Canto Luísa Todi” (Nationaler Gesangswettbewerb Luísa Todi) eine lobende Erwähnung ausgesprochen. In 2011 sang sie ein Rezital mit Live-Übertragung für den portugiesischen Nationalsender RDP - Antena 2.

Martina Menegoni (Mezzosopran) ging nach der Grundausbildung in Nova Gradiška nach Zagreb, wo sie die Musikmittelschule „Blagoje Bersa“ in den Fächern Musiktheorie und Sologesang in der Klasse von Viktorija Badrov besuchte. 2012 legte sie ihren Magister an der Musikakademie in Zagreb (Musikpädagogik) und an der Philosophischen Fakultät (Kunstgeschichte – Restauration) ab. Nach ihrer ersten Gesangsausbildung perfektionierte sie sich bei Claudia Visca in Wien an der Universität für Musik und Darstellende Kunst. Ihr Opern- und Konzertrepertoire erarbeitete sie sich unter dem Mentoring der international hoch anerkannten Opernsängerin Ruža Pospiš-Baldani und der Pianistin Nina Cosseto. Während ihrer Ausbildungszeit an der Universität wirkte sie in den Opernprojekten L´elisir d´amore von G. Donizetti und in Die Zauberflöte von W. A. Mozart mit, wofür sie mit dem Rektorenpreis ausgezeichnet wurde. Zudem war sie als Chormitglied und Chorsolistin in folgenden Chören tätig: Cantores Sancti Marci, Kammerchor Ivan Filipović, Gospelgruppe The Messengers. Mit diesen erwarb sie mehrere heimische und internationale Preise. Sie perfektionierte sich auf Seminaren weltweit namhafter Vokalpädagogen wie etwa Helena Lazarska, Victoria Hart, Martina Zadro und Claudia Visca. 2013 wirkte sie in der Opernproduktion Eugen Onegin unter der Leitung von Prof. Simon Dešpalj mit, in welcher sie die Rolle der Njanja sang. Daneben begann sie ihre Zusammenarbeit mit dem Chor des Kroatischen Rundfunks (HRT) als außerordentliche Mitarbeiterin.

Der Tenor David Jagodić wurde 1988 in Kranj (Slowenien) geboren. Nach einem Kompositionsstudium am Konservatorium für Musik und Ballet in Ljubljana bei Janez Osredkar, studiert der talentierte junge Sänger seit 2010 an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien Sologesang bei Prof. Claudia Visca. In diversen Meisterkursen arbeitete er mit angesehenen Professoren wie Peter Maus, Scot Weir und Snežana Brzaković. Schon im ersten Studienjahr (es ist bemerkenswert dass er nur ein Jahr davor seinen ersten Gesangunterricht an der Musikschule Ljubljana – Vič Rudnik erhalten hatte) gewann er den zweiten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Bruna Špiler in Montenegro. Schon 2011. Ging er beim gleichen Wettbewerb als Sieger hervor. Er arbeitete mit zahlreichen Musikern und Ensembles zusammen, wie dem Sinfonietta Orchester Baden, dem Webern Kammerorchester,den Wiener Bachsolisten dem Slowenischen Kammerchor, dem Arnold Schönnberg Chor, dem Orchester RTV Slovenija, der Big-Band RTV Slovenija, dem Preußischen Kammerorchester und dem Filharmonischen Orchester Plovdiv (Bulgarien). Seit 2012 war er als Pierrino in Giuditta von F. Lehar, als Alonso in Schuberts Die Freunde von Salamanca (Sommerfestival Oper Oder – Spree in Neuzelle, Deutschland), als Fridolin in Nestroys Tannhäuser (Rheinsberger Opernfestival), als Blint und Alfred in Die Fledermaus von J. Strauß, als Joabel in David et Jonathas von M. A. Charpentier, sowie als Ferrando in Mozarts Opern Così fan tutte, beziehungsweise als Don Curzio und Don Basilio in Le Nozze di Figaro (ISA Opera Wien) und als Don Ottavio in Don Giovanni von Mozart zu erleben.

Der namhafte kroatische Organist Mario Penzar (Slavonski Brod, 1961) diplomierte Orgel (Klasse von Žarko Dropulić) an der Musikakademie in Zagreb. Fortsetzung des Studiums mit dem Erwerb des Magistergrades absolvierte er an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien (Alfred Mitterhofer). Er nahm teil an mehreren organistischen Meisterkursen in Österreich, Belgien, Dänemark, Kroatien usw. (J. Ferard, Ch. Dubois, L. Rogg, K. D'Hooghe u. a.). 1989 bekam er den ersten Preis beim Internationalen Organistenwettbewerb Flor Baron Peeters in Belgien, und 1999 wurde ihm der Milka Trnina Preis fur außerordentliche musikalische Leistung zuteil. Zu erwähnen sind seine Gastkonzerte in Dänemark, Belgien, Großbritannien, Rußland, Tschechien, Deutschland, Frankreich, Portugal, in der Schweiz, in Italien, Österreich, Spanien, Ungarn, Slowenien, Kuwait und in den USA. Außer den Solokonzerten arbeitete er intensiv mit vielen Symphonieorchestern und Kammermusikensembles zusammen. Er nahm regelmäßig an zahlreichen Organisten- und Musikfestivals im In- und Ausland teil (u. a. Die Orgel des Zagreber Doms, die Sommerfestspiele in Dubrovnik, Musikabende zu Osor, Musikabende in der Donatuskirche in Zadar, Wiener Orgelkonzerte, Orgeltage in Rheda/Hannover). Er ist Mitbegründer des Kroatischen Barockensembles und langjähriger künstlerischer Gesamtleiter des Organum Histriae (ehemalige Orgeltage in Istrien) in Umag (Kroatien). Mario Penzar ist Hauptorganist der Zagreber Konzerthalle „Vatroslav Lisinski“, Professor für Orgel an der Musikakademie der Universität in Zagreb und Seminarleiter bei der Organisten-Sommerschule in Šibenik. Er machte zahlreiche Platten- und Rundfunkaufnahmen sowie Radio- und Fernsehsendungen zum Thema Interpretation der Orgelmusik.

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19. und 26. November, 6. und 10. Dezember Kunsthistorisches Museum, Wien
  • Termine: 8. November, 19. November, 26. November, 6. Dezember, 10. Dezember
  • 19 bis 22 Uhr, Einlass ab 18.15 Uhr

Mit dem neuen literarischen Audioguide GANYMED wird das erfolgreiche Projekt nun weitergeführt: Besucherinnen und Besucher des Kunsthistorischen Museums haben ab sofort die Möglichkeit, sämtliche Texte und Kompositionen, die bei den bisherigen Inszenierungen zur Aufführung gelangten, gesprochen und musiziert von den jeweiligen SchauspielerInnen und Musikern über einen Audioguide nachzuhören, und sich so auf eine literarische Entdeckungsreise durch die Gemäldegalerie zu begeben. Zu hören sind: Erni Mangold, Anne Bennent, Joachim Bissmeier, Nicole Heesters, Maria Bill, Sona MacDonald und viele mehr.

Wir möchten Sie einladen, sich mit Hilfe dieses Literatur Audio Guides ungewohnte Sichtweisen auf Alte Meister zu eröffnen. Der Audio Guide basiert auf den beiden theatralischen Projekten Ganymed Boarding und der europäischen Erweiterung Ganymed goes Europe von Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf. Erleben sie ein ungeahntes Zusammenspiel von Malerei und Literatur. Wir wünschen Ihnen aufregende und überraschende Momente. Treten Sie in den lebendigen Diskurs mit Themen, die unsere sind und entdecken Sie das Museum als Ort unserer Realität.

Weitere Infos gibt es hier.

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28. Oktober 2014 bis 21. März 2015 MUSA Museum Startgalerie Artothek, 1010 Wien

KünstlerInnen: Tanja Boukal (A), Steven Cohen (ZA) & Marianne Greber (A), Marcell Esterházy (H), Anna Jermolaewa (RUS), Noro Knap (SK), Tatiana Lecomte (F), Andreas Mühe (D), Erwin Olaf (NL), Gábor Ősz (H), Marija Mojca Pungercar (SLO), Aura Rosenberg (USA), Lina Scheynius (S), Juraj Starovecký (SK) Kuratorin: Gunda Achleitner

Der „Europäische Monat der Fotografie“ feiert 2014 nicht nur sein zehnjähriges Bestehen sondern auch die Erweiterung seines Netzwerkes um einen neuen Partner, das Fotofestival Athen. Die Partnerstädte nehmen das diesjährige Gedenkjahr zum Anlass, sich in ihrer gemeinsamen Ausstellung auf 100 Jahre intensive Geschichte einzulassen.

Beladen mit einem schweren historischen Erbe (zwei Weltkriege, Zerfall in Ost und West, Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien …), setzen sich KünstlerInnen auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Vergangenheit ihrer Heimatländer auseinander, reflektieren subjektive Erfahrungen und machen so die offizielle Historie und deren Auswirkungen nachvollziehbar. Welche Bedeutung hat das fotografische Bild in Bezug auf die Konstruktion von Vergangenheit und Geschichte? Wie wird die Distanz zwischen damals und heute, zwischen aktuellen und vergangenen Lebensverhältnissen überwunden, welche „Wirklichkeit“ generiert sich hierbei? Gerade bei der Hinterfragung des bildlichen Gedächtnisses, beim Formulieren von Erinnerung zeigt sich die Herausforderung, die sowohl in der künstlerischen Gestaltung als auch in der Betrachtung liegt: Bilder, die an unser Erinnerungsvermögen appellieren, vergegenwärtigen das Vergangene, verlangen zugleich aber auch, dass wir uns in der Erinnerung daran der eigenen Gegenwart bewusst sind.

Die ausgewählten, oftmals sehr persönlichen Arbeiten verdeutlichen, dass Geschichte stets aus mehreren Komponenten besteht – dem Geschehenen an sich, seiner (Re-)Konstruktion und letztlich aus uns, die Vergangenes aus dem Heute zu verstehen versuchen.

Eröffnung: Montag, 27. Oktober um 19 Uhr

  • MUSA Museum Startgalerie Artothek
  • 1010 Wien, Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus)
  • Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 11.00 – 18.00 Uhr, Do: 11.00 – 20.00 Uhr, Sa: 11.00 – 16.00 Uhr
  • T: +43-(0)1-4000-8400, barrierefreier, kostenloser Eintritt!
  • musa@musa.at, www.musa.at

© Marija Mojca Pungercar, Brotherhood and Unity, 1, 2006, Fotos von Leopold Pungercar st. (1958) und Nada Zgank (2006)

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26. September 2014 bis 15. April 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

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