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6. Mai 2015, 16:00 Uhr Burgtheater, 1010 Wien
  • Für die Sigmund Freud Vorlesung 2015 konnte der slowenische Philosoph, Psychoanalytiker und Kulturtheoretiker Slavoj Žižek gewonnen werden. Auf Einladung des Sigmund Freud Museums wird er zu Ehren des Begründers der Psychoanalyse über Theology, Negativity, and the Death-Drive sprechen In ihrer 42. Auflage gastiert die traditionsreiche wissenschaftliche Veranstaltung an Freuds Geburtstag, dem 6. Mai, erstmals im Wiener Burgtheater.
  • In englischer Sprache

Slavoj Žižek zählt zu den anerkanntesten und populärsten Philosophen unserer Zeit. In Fortführung der Lehren des französischen Psychoanalytikers Jacques Lacan kreisen Žižeks Theorien meist um gegenwärtige soziologische Problemstellungen und aktuelle Phänomene kultureller Praxis. Seine Analysen popkultureller Produktionen haben ihn zu einem weltweit auch außerhalb universitärer Kreise diskutierten Denker gemacht.

In seiner Sigmund Freud Vorlesung widmet sich Žižek den „Dimensionen menschlicher Selbstsabotage“, die nach Rowan Williams jedem von uns zu eigen sind und als Neigung zu Selbstaufopferung und Selbstzerstörung die Wurzel religiöser Erfahrung ausbilden. „Gehört nun diese Neigung nicht gerade in das Gebiet des Todestriebes, in dem – wie uns Hamlet auf beispielhafte Weise vor Augen führt – Negativität und Trägheit einander auf seltsame Weise überlagern?“, meint Žižek und spannt damit von Shakespeares Tragödie und dem Scheitern ihres melancholischen Helden einen Bogen bis hin zur psychosozialen Funktion des von Freud postulierten Todestriebs und der bis heute brisanten Frage, wie es möglich sei, „nicht nur die Macht zu stürzen, sondern das zu treffen, was über die bloß faktische Macht hinausgeht, um zu verhindern, dass das alte Regime in neuem Gewand wiederkehrt?“. (Zitate: Slavoj Žižek 2015, Übersetzung: Sergej Seitz)

Slavoj Žižek, 1949 in Ljubljana geboren, studierte Philosophie in Ljubljana und Psychoanalyse an der Université Paris VIII. Heute unterrichtet er an der Universität Ljubljana und ist als Gastprofessor an mehreren Universitäten in den USA tätig u.a. an der Columbia University, der Princeton University und New York University. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und vielfach rezipiert. Zuletzt auf Deutsch erschienen: Weniger als nichts: Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus (Übersetzt von Frank Born, Berlin 2014).

In englischer Sprache.

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6. Februar bis 29. März 2015 Protagonisten der slowenischen Gegenwartskunst 1968 - 2013 Künstlerhaus, 1010 Wien

Führungen: jeden Sonntag, 15 Uhr

Die Ausstellung umfasst in historischer Chronologie eine Auswahl von Kunstwerken slowenischer Maler, Bildhauer und Fotografen, die allesamt den slowenischen Kulturraum als einen der Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien prägten. Sie zeigt die Spezifik der modernistischen Praxis in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, wie sie von Einzelnen aber auch als Gesamtpraxis ausgeübt wurde: die expressive neue figurative Kunst (die Neuen Wilden) und die Neokonstruktivisten.

Der Beginn des Postmodernismus Ende der achtziger Jahre und die beginnenden neunziger Jahre sind in der slowenischen Kunst von der Retro-Avantgarde und einer betont individualisierten Autorenpoetik geprägt, die im neuen, künstlerisch sehr vielfältigen Raum des selbständigen neuen Staates in den vergangenen 20 Jahren vorherrschen.

Unter den ausgewählten Künstlern, deren Arbeiten aus nationalen, Künstler- und Privatsammlungen stammen, sind Maler (53), Bildhauer (18), Grafiker (6) und Fotografen (19). Ihren Arbeiten, die in der Ausstellung zum Großteil durch Werke aus dem Anfang und dem Höhepunkt der Schaffensperiode in den einzelnen Jahrzehnten präsentiert werden, ist noch eine "Ausstellung in der Ausstellung" unter dem Namen "Landschaft als vorherrschendes Thema in der slowenischen Malerei und Fotografie" angeschlossen.

Kurator: Aleksander Bassin


Magija umetnosti. Protagonisti slovenske sodobne umetnosti 1968 - 2013

V galeriji Künstlerhaus na Dunaju bo 5. februarja 2015 ob 18. uri otvoritev razstave „Magija umetnosti. Protagonisti slovenske sodobne umetnosti 1968–2013“. Vse do 29. marca 2015 bo tako na ogled več kot 110 del sodobnih slovenskih umetnikov različnih umetniških zvrsti.

Na razstavi bodo predstavljena dela 53 slikarjev, 18 kiparjev, šestih grafikov in 19 fotografov, ki prihajajo iz nacionalnih, avtorskih in zasebnih zbirk. Kurator razstave Aleksander Bassin je v postavitev zajel posebnosti modernistične likovne prakse 70. in 80. let prejšnjega stoletja, ki se kaže kot ekspresivna nova figuralika in neokonstruktivizem, vstop v konec 80. in začetek 90. let pa v retroavantgardi in individualizirani avtorski poetiki. Poseben del razstave bo posvečen pokrajini in nosi naslov „Krajina kot tematska preokupacija v slovenskem slikarstvu in fotografiji“. Tukaj bo predstavljena slovenska specifika vizualnega ustvarjanja pri nas.

Na odprtju razstave, katere častni pokrovitelj je slovenski predsednik Borut Pahor, bodo nastopili ministrica za kulturo Julijana Bizjak Mlakar, slovenski veleposlanik na Dunaju Andrej Rahten, predsednik Künstlerhausa Michael Pilz in kurator razstave Aleksander Bassin.

Društvo Künstlerhaus združuje avstrijske likovne umetnike in je najstarejše tovrstno društvo v Avstriji. Njegovi začetki segajo v leto 1861, leta 1868 pa so dobili tudi svoje prostore v središču Dunaja. Društvo trenutno šteje okrog 500 članov in se zavzema za aktivno, živahno in tolerantno kulturno življenje, zato sodeluje z različnimi avstrijskimi in evropskimi institucijami.


www.k-haus.at

© Fotos ToneStojko

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28. Februar bis 4. April 2015 Eröffnung am 28. Februar um 13 Uhr Landhaushof Graz

Seit letzten Sommer wachten „Sie“ und „Er“ auf der Schutzmauer der Piraner Mole. Der „Gekreuzigte“ indes schwebte in der Kirche „Maria Gesundheit“ in Punta, draußen auf der Landzunge der schmucken slowenischen Hafenstadt. In Kürze sind die jeweils rund drei Meter großen Bronzeskulpturen von Jakov Brdar bis Ostern im Grazer Landhaushof zu sehen.

Musik:
Karlheinz Miklin (Saxophon)

  • Es sprechen:
  • 
Landtagspräsident Franz Majcen
  • Sloweniens Kulturministerin Julijana Bizjak Mlakar
  • Dichter und Kurator Andrej Medved
  • Organisator Michael Tschida

Jakov Brdar studierte Bildhauerei an der Kunstakademie in Ljubljana und setzte seine Kunststudien anschließend in Paris und Berlin fort. Der 65-Jährige, heute der berühmteste zeitgenössische Bildhauer in Slowenien, lebt und arbeitet in Ljubljana.

ONA IN ON IN KRIŽANI Od poletja 2014 sta bronasta kipa „Ona“ (visoka 2,8 metra) in „On“ (visok 2,65 metra) krasila zid piranskega varovalnega pomola. Skulptura „Križanega“ (3,7 metrov) je bila razstavljena v piranski cerkvi Marija Zdravja na Punti. Do Velike noči bodo bronasti kipi kiparja Jakova Brdarja na ogled na dvorišču graške Deželne hiše. Jakov Brdar, rojen leta 1949, je študiral kiparstvo na ljubljanski Akademiji za likovno umetnost, kjer je leta 1975 diplomiral. Leta 1979 je opravil še specialistični študij. Študijsko se je izpopolnjeval v Parizu in Berlinu. Živi in ustvarja v Ljubljani.

12. Februar bis 11. April 2015 Galerie Photon, Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien

Dario Belić (CR) / Aljaž Celarc (SI) / Martina Dinato (IT) / Lenka Đorojević (SI) / Jure Kastelic (SI) / Martin Stöbich (AT)

Eröffnung: 12. Februar um 19 Uhr

Die Ausstellung Copy Paste präsentiert eine internationale Gruppe von Autoren, die in ihren Werken gefundenes Bildmaterial durch Recycling benutzen. Ihr Ausdruck weiht weitgehend weg von den Konventionen der Fotografie aus den letzten 3 Jahrzehnten ab.

Die Gruppenausstellung Copy Paste konzentriert sich auf das zunehmend wichtige Phänomen im breiteren Bereich der zeitgenössischen Fotografie, weil es Autoren darstellt, die sich des Found Footage Materials für ihr Schaffen bedienen. Die Nutzung vorhandener und gefundener Bilder auf dem Gebiet der bildenden Kunst und Fotografie war eine ziemlich gängige Praxis, deren Entwicklung auf das frühe 20.Jahrhundert zurückzuführen ist. Zu dieser Zeit hat die Kunst schließlich und unwiderruflich die neuen Realitäten des industriellen Zeitalters angenommen und begann die allgemein zugänglichen Materialien der Massenproduktion zu verwenden. Collage, Fotomontage, Assemblage, „ready made“ etc. sind nur einige der Verfahren in den letzten hundert Jahren, die mehr oder weniger regelmäßig auf dem Gebiet der bildenden Kunst vorkommen.

In der heutigen Zeit, wo der öffentliche und private Raum durch optische Impulse übersättigt ist und jedermann ein potentieller Schöpfer der Bilder ist, wird die Notwendigkeit für die Schaffung neuer Fotos folglich weniger. Die Autoren, die im Bereich der zeitgenössischen Fotografie tätig sind, finden sich im postmodernen Geist immer öfter in der Rolle des Herausgebers des vorhandenen Bildmaterials anstatt als Schöpfer neuer Bilder. Die Ausstellung in der Galerie Photon bringt Autoren aus Mittel – Europa zusammen, die eine Vielzahl von Methoden der formalen und semantischen Recycling und Kontextualisierung gefundener Bilder verwenden. Die Bilder entnehmen die Künstler aus einem unendlichen Online-Archiv, aus Printmedien, Werbebotschaften oder Fotos aus persönlichen und Familienalben. Neben der klassischen »Appropriation«/"Aneignung" widmen sich die Künstler besonders der Zusammenstellung der gefundenen Bilder in völlig neuen semantischen Sets.

Dario Belić / Aljaž Celarc / Martina Dinato / Lenka Đorojević / Jure Kastelic / Martin Stöbich

  • Galerie Photon
  • Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien
  • T: +43 (0) 19543588
  • E: info@photongallery.at 
  • www.photongallery.at
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26. September 2014 bis 15. April 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

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