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4. September bis 30. Oktober 2014 Photon Galerie, 1100 Wien

Kurator: Dejan Sluga

Einladung zur Eröffnung der Gruppenausstellung GHOSTS OF DADA am Donnerstag, 4. September, um 20 Uhr in der Photon Galerie. Die Ausstellung wird von Dr. Štepánka Bieleszová von dem Museum Moderner Kunst aus Olomuc eingeweiht.

Die Gruppenausstellung Ghosts of Dada stellt drei wichtige Künstler und Fotografen aus einem größeren Raum Mitteleuropas dar, die in ihrem künstlerischen Schaffen die Prinzipien des Surrealismus benutzen. In einer Zeit, in der wir uns auf die Ereignisse vor 100 Jahren beziehen, sollten wir auch über die Auswirkungen dieser Zeit in der späteren Entwicklung der Künste, insbesondere im Bereich der Fotografie, denken. Die erste Bewegung, die grundlegend das Wesen der Kunst verändert hat, war Dadaismus. Seine Ideen hatten sich später in dem Surrealismus entwickelt, der in all seiner Komplexität zu einer der Hauptrichtungen der Kunst im 20. Jahrhundert geworden war, und auch tiefe Spuren in der Fotografie hinterlassen hat. Zu den "nicht-klassischen" Meistern der Fotografie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehören auch Stane Jagodič (SLO), Roberto Kusterle (ITA) und Ladislav POSTUP (CZE).

  • In Zusammenarbeit mit der Nessim Gallery und der Foundation for Contemporary Art, Budapest
  • Supported by: Skica, Czech Zentrum
  • Photon, Nessim Gallery
  • Catering by: STO
  • Fotogalerie:
  • Foto 1: Vest, 1964, © Ladislav Postupa
  • Foto 2: quo vadis libertas, © Stane Jagodič
  • Titelbild: © Roberto Kusterle
  • Photon Gallery, Absberggasse 27, 1100 Wien
  • T: +43 (0)19543588
  • info (at) photongallery.at
  • www.photongallery.at
  • Offnungszeiten: Mi – So 12 - 18
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30. September 2014 bis 15. April 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien
  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA
  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

www.Volkskundemuseum.at

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3. bis 4. Oktober 2014 Echoraum, Wien
  • Die Vernetzung der slowenischen und österreichischen experimentellen Impro Szene
  • Rdeča Raketa lädt ein
  • e c h o r a u m
  • Sechshauser Straße 66
  • A-1150 Wien
  • www.echoraum.at
  • DIE IDEE
  • Das Festival soll slowenische und österreichische MusikerInnen im Bereich der experimentellen und improvisierten Musik in Wien vernetzen, künstlerischen Austausch ermöglichen und den Anstoss für neue Projekte liefern.
  • Die improvisierenden MusikerInnen aus den beiden Szenen treffen bei Konzerten im Echoraum aufeinander.

Seit sehr vielen Jahren sind in der österreichischen Improvisations- und experimentellen Musik Szene die Orte wie Radio Študent, Zavod Sploh, Menza pri Koritu, Metelkova, Kino Šiška in Slowenien bekannt. Das sind die Stationen, die vielen österreichischen MusikerInnen die Bühne und Ohren in Slowenien angeboten haben. Dahinter finden sich unter anderen Namen wie Miha Zadnikar, Tomaž Grom, Matjaž Manček, Luka Zagoričnik. Die ersten drei Herren haben einige Festivale, Kozerte auf die Beine gestellt. Der letzte checkt dafür Studio Aufnahmen für GastmusikerInnen, betreibt ein Label auf dessen Veröffentlichungen sich einige österreichsichen Namen befinden, schreibt für mehrere Magazine und arbeitet als Musikredakteur bei einer der ältesten unabhängigen Radiostationen Europas, dem Radio Študent.

Wir möchten also den Spieß umdrehen: dieses Mal wird die slowenische experimentelle Szene dem Wiener Publikum vorgestellt. 2013 gab es beim Waves Festival Wien Showcases mit Fokus auf Slowenien, allerdings eher im Bereich von Popkultur. Bei userem vorhaben wird der Fokus auf die experimentelle Szene gesetzt.

Die MusikerInnen, die wir eingeladen haben, sind:

  • Slowenien:
  • 1. Tomaž Grom – Kontrabass, electronics
  • 2. Irena Tomažin - Stimme
  • 3. Luka Zagoričnik - Vortrag
  • 4. Andrej Fon – Gajde (Dudelsack), Klarinette, Saxophon
  • 5. Samo Kutin - Hurdy Gurdy (Drehleier)
  • 6. Ana Kravanja - Geige
  • Österreich:
  • 1. Maja Osojnik - Pätzold Bassblockflöte, Electronics
  • 2. Matija Schellander - Kontrabass, modular synthesizer
  • 3. Noid (Arnold Haberl) - Cello
  • 4. Tamara Wilhelm - Elektronik
  • 5. Billy Roisz - Elektronik, Video
  • 6. Katharina Klement - Klavier, Elektronik
  • 7. Mona Matbou-Riahi - Klarinette
  • 8. Martin Siewert - E-Gitarre
  • PROGRAMM:
  • (Die Änderungen vorbehalten)
  • 3.10.2014
  • 20:00
  • Noid & Samo Kutin
  • Irena Tomažin & Maja Osojnik
  • Irena Tomažin & Noid & Martin Siewert
  • Tamara Wilhelm & Mona Matbou-Riahi & Samo Kutin & Andrej Fon
  • Matija Schellander & Billy Roisz & Martin Siewert & Tomaž Grom
  • 4.10.2014 ECHORAUM WIEN
  • 19:00
  • Luka Zagoričnik – The Noise of (Sonic) Protest (Vortrag)
  • Experimental music through the noise of recent protests in Slovenia
  • 20:00
  • Martin Siewert & Katharina Klement
  • Mona Matbou-Riahi & Tomaž Grom & Andrej Fon
  • Tamara Wilhelm & Maja Osojnik & Ana Kravanja & Billy Roisz
  • Ana Kravanja & Matija Schellander & Katharina Klement
  • slowenische Sektion: Irena Tomažin, Ana Kravanja, Tomaž Grom, Samo Kutin, Andrej Fon
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2. bis 4. Oktober 2014 Verschiedene Locations, Wien

Von 2. bis 5. Oktober 2014 findet Wiens Club- und Showcase-Festival Waves Vienna zum vierten Mal statt. Zehn Bühnen entlang des Wiener Donaukanals und im 1. Wiener Gemeindebezirk werden vier Tage lang von neuen Talenten und bereits etablierten Acts bespielt. Slowenien wird heuer musikalisch von Oknai, Your Gay Thoughts und Nikki Louder vertreten.

  • Oknai. 2.10. um 22.00 Uhr @ Alte Post
  • The producer works in the field of trendy electronic genres, first drew important attention to himself in 2011 with his Ain't a Dream (rx:tx) EP. This year he took his remarkable visions of bass music another step further with his album High Tide, which was also published by the leading Slovene publisher of electronic music – rx:tx; even the BBC and the XLR8R magazine took notice. more
  • Your Gay Thoughts. 3.10. um 23.15 Uhr @ Elysium (Floor 3)
  • The audio-visual collective have not given us a studio recording yet, but they are tireless performers, who time and again convince with new discoveries. The performances themselves are a testament to the creativity of the band, who explore the sounds of current electronic production and serve them in their singular stage format. more
  • Nikki Louder. 3.10. um 20.45 Uhr @ Red Bull Brandwagen
  • The noisy trio's live performances are like a real beast and never leave you disappointed. Their garage sounds, noise elements and even the dreamy parts, which shape the band's dynamics, are only a tiny part of the sound mosaic they recorded in three full length albums. The current, last year's album Golden Men (Moonlee Records/ZARŠ) presents the band at their most mature stage, to which they came through regular tours that also brought them to Britain, even though their most faithful fan base outside Slovenia is in the Czech Republic. more
  • Festival
  • Das Waves Vienna hat sich neue Musik groß auf den Unterarm stechen lassen. Direkt neben dem obligatorischen Anker-Tattoo. Das Festival versteht sich als Showcase-Festival – das heißt, es geht darum, neue Bands zu entdecken, solche, die sich mehr Aufmerksamkeit verdient haben, die über internationales Format verfügen, aber aus dem einen oder anderen Grund noch nicht nach ganz oben gespült worden sind. Trotz einiger bekannter und gehypter Bands im Line-up heißt es bei der großen Anzahl an Acts stets auch: sich von Club zu Club treiben lassen, hie und da in die verschiedenen Musikbiotope reinschnuppern. Musik aus Osteuropa ist etwa ein Schwerpunkt. Dort hat sich seit der Öffnung zum Westen hin äußerst viel getan, aber noch viel zu oft fehlt die Möglichkeit, die Höchstleistungen besichtigen zu können. Aber auch in Dänemark, Island oder, ja, Österreich, blüht die Musik und noch zu wenige Leute bemerken das. Waves Vienna möchte das ändern. Das Festivalticket bietet dabei die Möglichkeit, rund um den ersten Bezirk ein äußerst dichtes, internationales Programm zwischen Alternative, Elektronik, Rock und Clubmusik in kompakter Form kennenzulernen. 

Dabei wird das Waves Vienna zwei Gastländer (t.b.a.) willkommen heißen. Getreu dem Motto "East Meets West" werden im Live-Programm verstärkt Acts aus einem ost-europäischen und einem west-europäischen Land auftauchen. Darüber hinaus widmet die Waves Vienna Music Conference einen Teil ihres Programms den Musikmärkten und -szenen dieser beiden Länder.

  • Conference
  • Die Waves Vienna Music Conference ist Teil des Festivals und bietet Lectures, Panels und Workshops. Das fachspezifische Programm widmet sich dabei dem Überthema „East Meets West“, das Basis und Inspiration für eine langjährige, gesamteuropäische Zusammenarbeit sein wird.

Skica verlost in Kürze über Facebook 2x2 Festivalpässe.

www.wavesvienna.com

Foto: © Waves Vienna

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28. September bis 23. November 2014 Laafeld, Bad Radkersburg

Das international renommierte Kunst-Festival steirischer herbst macht sich mit einem vielfältigen und reichhaltigen Programm auf den Weg, von Graz aus in verschiedene steirische Regionen. Den Anfang machen Auftragswerke in der bildenden Kunst, die am 28. September eröffnet werden. Im Pavelhaus / Pavlova hiša in Laafeld entführt die österreichische Künstlerin Heidrun Holzfeind ins „Never Neverland“ – sie erforscht individuelle Lebensgeschichten und politische Realitäten der Grenzregion rund um Bad Radkersburg. Das filmische Projekt beschäftigt sich mit Menschen, die einen alternativen Lebensweg eingeschlagen haben und führt uns in eine Welt, die von Kommunalismus und Individualismus gleichermaßen erzählt. Der slowenische Künstler Tobias Putrih verlegt in „Routine Inspection“ die prähistorische Höhle Potočka Zijalka aus den Karawanken in das ZOLLAMT – ehemaliger österreichisch-slowenischer Grenzposten in Bad Radkersburg, damals eine vermeintliche Trennung Mitteleuropas vom Balkans, heute ein Ort der Kunst. Tobias Putrih spielt mit der Idee der Grenze – anhand von Artefakten, Zeichnungen und Filmen – auch wenn sie als solche heute nicht mehr existiert.

  • Heidrun Holzfeind – Never Neverland
  • www.steirischerherbst.at/Never_Neverland
  • herbst-Ausstellung
  • 28/09 – 27/10
  • Pavelhaus / Pavlova hiša, Laafeld
  • Di – Fr 13.30 – 18.30,
  • Sa 13.30 – 20.00 & So 11.00 – 16.00

Informationen und Karten:

Shuttle Service:

  • Wien – Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Wien
  • Sa 27/09
  • Abfahrtszeit
  • 8.00 Haltestelle 59A / Opernring 1 /1010 Wien

Anmeldung bis Do 25/09: tickets@steirischerherbst.at

  • Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Graz
  • So 28/09
  • 13.00 Schaumbad – Freies Atelierhaus Graz (Straßenbahnlinie 5, Dornschneidergasse)
  • 15.00 Schauplatz Kornberg im Meierhof zu Kornberg
  • 16.45 Pavelhaus / Pavlova hiša
  • 20.00 Zollamt
  • Anmeldung bis Do 25/09: tickets@steirischerherbst.at
  • Kostenlos
  • Linz – Graz – Kornberg – Laafeld – Bad Radkersburg – Linz
  • Sa 27/09
  • Abfahrtszeit
  • 7.00 Kunstuniversität Linz
  • Hauptplatz 8 / 4020 Linz

www.steirischerherbst.at

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4. April bis 30. November 2014 Wien, Ljubljana, Maribor, Laafeld/Potrna, Koper

Sledi/Spuren ist eine Reiseausstellung entlang der Südbahnstrecke von Wien nach Venedig. Anlässlich des Jubiläumsjahres 2014 werden die europäischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre reflektiert, sowie Identität und Rolle als Kulturschaffende in deren Bildung. Das erinnern an die gemeinsamen Geschichte, sowie der Zerwürfnisse, der Grenz- und Nationenbildungen steht im Vordergrund.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Ausstellungsreihe ist das Miteinander von Künstler_innen aus beiden Ländern, die grenzenübergreifende Kollaboration und der permanente und intensive Austausch mit den Nachbar_innen.

Die Verbindungslinie durch die Eisenbahn von Wien zum Meer und damit dem dort gelegenen Hafen war eine Art Hauptschlagader der Habsburgermonarchie. Die Beiträge der Künstler_innen beziehen sich thematisch auf diesen Transportweg, auf Verwirklichung und Zerstörung von Identitäten, auf Vorfahren und Dinge die noch kommen.

  • Ausstellende Künstler_innen:
  • Gino Alberti, Svetlana Jakimovska, Gani Llalloshi, Lorena Matic, Goran Medjugorac, Andrew M. Mezvinsky, Katja Oblak & Julij Borštnik, Eva Petri, Tiberius Stanciu, Anja Šmajdek, Franz Wassermann und Letizia Werth

Kuratoren: Denise Parizek und Vasja Nagy

Zu einigen Ausstellungen werden von den Galerien ART-TALKS bzw. LECTURES mit Gästen aus Kunst, Wissenschaft und Medien veranstaltet. Die Gespräche, Videos und Fotos der Ausstellungen werden über die Webpage und Social Media verbreitet.

SLEDI/SPUREN auf Facebook und Twitter folgen.

Die Ausstellung in der Galleria A+A in Venedig musste leider abgesagt werden.

Aktuelle Ausstellungsorte:

  • Laafeld/Potrna
  • Pavelhaus/Pavlova hiša
  • 27.6. - 6.9.2014
  • Öffnungszeiten: Di.-Sa. 13.30 – 18.30 h
  • www.pavelhaus.at
  • Koper
  • Obalne galerije Piran
  • Galerija Loža
  • Titov trg 1
  • 18. 09. – 30.11.2014
  • Öffnungszeiten: Die.-Sa. 11 – 18 Uhr
  • So. 11 – 16 Uhr
  • www.obalne-galerije.si

Vergangene Ausstellungsorte:

  • Wien
  • Schleifmühlgasse 12-14
  • 4.4. - 30.4.2014
  • 1040 Wien
  • Öffnungszeiten: Do. + Fr. 14-19 Uhr, Sa. 10-15 Uhr
  • www.12-14.org
  • Ljubljana
  • ZRC SAZU
  • 8.5. – 28.5.2014
  • Novi trg 2, Ljubljana 
  • www.zrc-sazu.si
  • SLEDI/SPUREN ist grenzenlos.
  • SLEDI/SPUREN hat eine enorme Reichweite im Kontext zeitgenössischer europäischer Kunst.
  • 6 Städte, 3 Länder, 12 Künstler_innen. Gebündelte Energien für eine große Sache.
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16. August bis 6. September 2014

16.08.2014: Rdeča Raketa spielt beim Hotel Pupik Festival in Schrattenberg, NÖ, und am 22.08.2014 in Gallneukirchen, OÖ, am Klangfestival #7.

Reheat Festival am 23.08.2014 in Kleylehof, Bgld: Josef Novotny/Heimo Wallner: below low

Broken:Concert: Im Rahmen der ZOOM! Festival Jazzwerkstatt sind PLENUM & Katharina Ernst am 04.09.2014 im Porgy&Bess, Wien, zu sehen.

05.09.2014 & 06.09.2014: Das Rock Is Hell Festival findet in Judenburg, Stmk, mit Majas Listening Session und Broken.Heart.Collector statt.

Zu Maja Osojniks Website.

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25. Juni bis 3. September 2014 Bildraum 07, Burggasse 7-9, 1070 Wien

Eva Petrič, die spartenübergreifend und konzeptionell arbeitet, setzte sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema Organtransplantation auseinander. Die meterhohen Rauminstallationen in der Ausstellung "21. Century Angel" sind am 3. September ein letztes Mal im Bildraum 07 zu sehen.

Im Rahmen der Finissage findet die Performance TRAVELLING*HEART um 21 Uhr statt.

  • Tanz: Kanako Sako
  • Kontrabass: Matija Schellander
  • Kostüm: Devi Saha
  • E-Sounddesign: Oliver Maklott
  • Konzeption, Choreografie: Bert Gstettner / Tanz*Hotel

Travelling*Heart ist eine Kooperation von Tanz*Hotel, Eva Petrič und der Bildrecht GmbH.

Wandeln Engel unter uns und wenn ja, wie sehen diese Engel aus? Diese Fragen richtet Eva Petrič an die Besucher der Ausstellung „21. Century Angel“ im Bildraum 07 und gibt eine mögliche Antwort.

Für die in Slowenien geborene Künstlerin, die spartenübergreifend in den Bereichen Installation, Fotografie, Video, Film und Malerei arbeitet, ist unser aller Schutzengel das körpereigene Immunsystem. Bei Petrič tritt es in einer Doppelrolle auf, die in Rauminstallationen und von Fotoserien reflektiert wird. Das Immunsystem, nicht ertastbar oder sichtbar, dennoch aber von überlebensnotwenigem Schutz vor Krankheitserregern, freien Radikalen, oder den Pollen des Birkenbaumes in Nachbars Garten, wird bei Petrič zu einem Inbegriff des einerseits Guten, das gepflegt und geachtet, schützend seine Flügel über uns breitet.

Doch ähnlich unserer Atmung agiert das Immunsystem in Eigenregie, wir können es weder steuern, noch seine Effektivität einfordern. Nicht nur in der Weltauffassung des frühen Christentums versagt das Gute dann und wann und fällt, vom Göttlichen verstoßen, einem harten Aufprall entgegen. Was passiert nun wenn uns unser Immunsystem kündigt, wenn der Körper den Körper verstößt? In den Fotografien aus der Serie „AngelHound“ wird die Künstlerin selbst zum gefallenen Engel, zur Autoimmunerkrankung, zur Rebellin gegen sich selbst.

In Wechselwirkung mit den Fotoserien setzen sich Eva Petričs Installationen „The Giver“ und „The Keeper“, sowie das Lichtobjekt „Soul“, mit dem Thema Organtransplantation auseinander. Die beiden Installationen aus der Serie „Hematoma“, aus Häkeldecken zusammengefügt, repräsentieren organisches Gewebe, Nervenbahnen und Blutgerinnsel. Sie symbolisieren Ende und Anfang, Stillstand und pulsierendes Leben. „21. Century Angel“ spannt einen Bogen zur Geschichte der Organtransplantation und den damit verbundenen Fortschritten in der medizinischen Forschung. Das Jahr 2014 markiert das 60. Jubiläum der ersten erfolgreichen Nierentransplantation, durchgeführt in Boston an einem Zwillingspaar von dem späteren Nobelpreisträger Dr. Joseph Murray. Zuvor scheiterten weltweit Wissenschaftler und Ärzte an der Abstoßung des eingepflanzten Gewebes. Als Grund dafür wurde ein aktiver Immunisierungsmechanismus erkannt. So kam es, neben der Gefäßchirurgie, auf dem Fachgebiet der Immunologie zu einem Wissenssprung von dem heute eine breite Masse an Patienten profitiert.

Der für Petrič charakteristische Einsatz von Garn als leicht transparentes Trägermaterial ihrer jüngsten Rauminstallationen, sowie die Komplementierung der Ausstellung durch Fotografien, dienen der Erweiterung des bestehenden Raumes um einen imaginären und metaphorischen Raum. Unweigerlich begegnen rund um das Thema Organspende und Transplantation tiefere Sinn,- und Existenzfragen: Wo im Körper befindet sich meine Seele? Welcher Teil vom Ich wird zum Du, welcher Teil vom Du zum Ich, wenn mein Herz in deiner Brust weiter schlägt? Das sogenannte Leib-Seele-Problem, über die Zeit mehrfach diskutiert von Größen wie Aristoteles, Seneca, Descartes, Hobbes und Brentano, zählt zu den wichtigsten philosophischen und religiösen Fragen der Menschheit. Als möglicher Sitz der Seele nannte eine Vielzahl europäischer Gelehrter das Herz, für Vertreter der traditionellen chinesischen Medizin ist es die Leber, und die Lunge, als Flügel der Seele bezeichnet, spielte eine tragende Rolle im Altertum.

Auch in der Ausstellung „21. Century Angel“ wird der Diskurs nach dem Verbleib der Seele wiederbelebt. Besonders die auf einen Lichtkubus aus Plexiglas angebrachte Fotografie „Soul“ nennt die Thematik beim Namen. Eva Petrič konzentriert die Momentaufnahme auf den unmittelbaren Akt der Organentnahme und auf die Anordnung der Chirurgenhände. Rohheit, Brutalität, aber auch Effizienz, beschreiben in „Soul“ den Akt der Schöpfung, wie auch jenen der Zerstörung. Durch die Überlagerung mehrerer Bilder entstehen verschiedene Ebenen, die einen Blick auf unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit zulassen. Schemenhaft begegnet dem Betrachter eine Schattenfigur - vielleicht ein Engel, vielleicht die Seele, wie sie der klaffenden Wunde entsteigt, während der Operation selbst neu geboren wird.

  • Eröffnung: Dienstag, 24. Juni um 19 Uhr
  • Begrüßung: Mag. Günter Schönberger, Bildrecht
  • Zur Ausstellung: Prof. Joachim-Lothar Gartner, Bildender Künstler
  • Zur Thematik: Prof. Dr. Andreas Zuckermann, Leiter der Transplantationsambulanz, AKH Wien
  • u.A.w.g.: anmeldung@bildrecht.at, T +43 1 8152691

Im Rahmen der Ausstellung ist in Kooperation mit Tanz*Hotel Wien eine Performancereihe unter der choreografischen Leitung von Bert Gstettner an drei Abenden im Bildraum 07 zu sehen sein.

  • Titelmotiv: Eva Petrič. The Giver, Hematoma Serie, 2013
  • Häkelgarn und Videoloop. © Bildrecht, Wien 2014
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1. August bis 7. September 2014 Künstlerhaus, Obergeschoß, 1010 Wien

Die Eröffnung zur Ausstellung Melange, an der sechs KünstlerInnen der Münchner Secession sowie sechs KünstlerInnen des Wiener Künstlerhauses, darunter die gebürtige Slowenin Eva Petrič, teilnehmen werden, findet am Donnerstag, 31. Juli, um 19 Uhr statt.

Historisch bestehen zwischen der Münchener Secession und dem Künstlerhaus in Wien interessante Beziehungen: Als Gustav Klimt nach München reiste, um bei der Münchner Secession zu studieren, wie die nationale verkrustete Kunstauffassung aufzubrechen wäre, war eine der Folgen die Gründung der Wiener Secession, dies wiederum in Zusammenhang stehend mit Klimts Austritt aus dem Wiener Künstlerhaus.

Die Münchener Secession mit Sitz im Haus der Kunst widmet sich aktuell ausschließlich überregionalen und internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Sie hat zurzeit 78 Mitglieder in Deutschland, Österreich, Frankreich und Luxemburg, die in verschiedenen künstlerischen Disziplinen arbeiten. Die Ausstellungsprojekte werden von den Mitgliedern der Münchener Secession in unterschiedlicher Zusammensetzung nach ausschließlich künstlerischen Gesichtspunkten bestimmt und an verschiedenen Orten gezeigt.

In ähnlicher Zielsetzung versteht sich das Künstlerhaus, 1868 errichtet und bis heute im Besitz der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs, als Plattform für nationale und internationale Kooperationen in allen Bereichen der aktuellen bildenden Kunst.  Beiden Vereinen in Wien und München ist die Intention gemeinsam, als eigenständige, unabhängige KünstlerInnenvereine mit eigener Programmatik für die Kunstschaffenden eine internationale Plattform der Präsentation ihrer Werke zu schaffen.

Die Austauschaustellungen dieser München-Wien Melange – die erste fand 2012 in der whiteBOX in München statt – begreifen sich als Schritt zu einer „Internationalen der Kunstschaffenden“ auf europäischer Ebene, als kunstpolitisches Programm, das alle KünstlerInnen auffordert, in diesem Sinne für sich und ihre Anliegen tätig zu werden. Das MELANGE-Projekt will einen Beitrag dazu leisten, die Kräfte der wenigen freien KünstlerInnenvereine international zu bündeln, um den uniformen Mechanismen des Kunstmarktes die vielfältigen Aktivitäten der ProduzentInnen von Kunst koordiniert entgegenzusetzen. Vielleicht gelingt es auf dem Wege die faktische Ausgrenzung und Unterordnung der KünstlerInnenverbände unter externe Marktgesetze ein wenig in Frage zu stellen, dann wäre Klimt damals nicht umsonst verreist…

  • Teilnehmende KünstlerInnen:
  • Michael von Cube
  • Lucia Dellefant
  • Joachim Lothar Gartner
  • F. Jörg Haberland
  • King Kong Kunstkabinett
  • Georg Lebzelter
  • Hannes Mlenek
  • Eva Petrič
  • Dieter Rehm
  • Timm Ulrichs
  • Walter Weer
  • Robert Zahornicky

Foto: © Eva Petrič, Light station no.7, Human organ Constellation