Akkordeon1.jpg
1. März 2015, 20:00 Uhr Rabenhof, Rabengasse 3, 1030 Wien
  • Igmar Jenner: Violine
  • Borut Mori: Akkordeon
  • 2010 gewannen sie den Austrian World Music Award, heute stellen Igmar Jenner und Borut Mori ihr zweites Album vor, den Nachfolger des Debüts “Perunika”. Über die Jahre ist das Zusammenspiel der beiden Musiker noch inniger geworden, besiedeln sie mit kraftvollem, doch nie vordergründigem Spiel Klanginseln zwischen Jazz und Weltmusik. Auf diesen lassen sie mit spielerischer Virtuosität bunte (Klang-)Bilder in den Köpfen ihrer Zuhörer_innen entstehen, beherrschen feine Nuancen ebenso wie fröhlich zupackendes Musikantentum.
  • www.duojm.com

Infos und Tickets

brdar.jpg
28. Februar bis 4. April 2015 Eröffnung am 28. Februar um 13 Uhr Landhaushof Graz

Seit letzten Sommer wachten „Sie“ und „Er“ auf der Schutzmauer der Piraner Mole. Der „Gekreuzigte“ indes schwebte in der Kirche „Maria Gesundheit“ in Punta, draußen auf der Landzunge der schmucken slowenischen Hafenstadt. In Kürze sind die jeweils rund drei Meter großen Bronzeskulpturen von Jakov Brdar bis Ostern im Grazer Landhaushof zu sehen.

Musik:
Karlheinz Miklin (Saxophon)

  • Es sprechen:
  • 
Landtagspräsident Franz Majcen
  • Sloweniens Kulturministerin Julijana Bizjak Mlakar
  • Dichter und Kurator Andrej Medved
  • Organisator Michael Tschida

Jakov Brdar studierte Bildhauerei an der Kunstakademie in Ljubljana und setzte seine Kunststudien anschließend in Paris und Berlin fort. Der 65-Jährige, heute der berühmteste zeitgenössische Bildhauer in Slowenien, lebt und arbeitet in Ljubljana.

ONA IN ON IN KRIŽANI Od poletja 2014 sta bronasta kipa „Ona“ (visoka 2,8 metra) in „On“ (visok 2,65 metra) krasila zid piranskega varovalnega pomola. Skulptura „Križanega“ (3,7 metrov) je bila razstavljena v piranski cerkvi Marija Zdravja na Punti. Do Velike noči bodo bronasti kipi kiparja Jakova Brdarja na ogled na dvorišču graške Deželne hiše. Jakov Brdar, rojen leta 1949, je študiral kiparstvo na ljubljanski Akademiji za likovno umetnost, kjer je leta 1975 diplomiral. Leta 1979 je opravil še specialistični študij. Študijsko se je izpopolnjeval v Parizu in Berlinu. Živi in ustvarja v Ljubljani.

Anja_G.jpg
5. März 2015, 19:00 Uhr OEGL, Herrengasse 5, 1010 Wien
  • Anja Golob: ab und zu neigungen
  • hochroth, Wien, 2015
  • poetry collection

hochroth Wien versteht sich als Modellprojekt zur alternativen Verlagsszene: hochroth veröffentlicht Lyrik, Kurzprosa und Essays in bibliophilen Ausgaben. Das Programm richtet sich dezidiert nicht nach den Anforderungen von Marktkonjunkturen und auch in der Produktion werden neue Wege beschritten. So werden die Bücher in einer Mischung aus handgemachter und professioneller Fertigung hergestellt und weitgehend über den Direktvertrieb verkauft, großer Wert liegt auch auf der Buchgestaltung. hochroth Wien ist ein Teil des europaweiten Verlagsnetzwerks hochroth, dessen Programm aus den vielen regionalen Zugriffen ausladende Großzügigkeit erlangt.(www.hochroth.at)

  • Es lesen:
  • Anja Golob
  • Udo Kawasser (liest Francisco Ruiz Udiel)
  • Martin Trimmel

Anja Golob, geboren 1976, studierte Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft in Ljubljana. Auf Slowenisch erschienen zwei Gedichtbände, ab und zu neigungen ist das erste Buch in deutscher Sprache.

Francisco Ruiz Udiel / Udo Kawasser: Francisco Ruiz Udiel, 1977-2010, ist ein nicaraguanischer Lyriker. Die Gedichte in dem Band 'Jemand sieht mich weinen im Traum' ('Alguien me ve llorar en un sueño') hat der Wiener Dichter und Übersetzer Udo Kawasser ins Deutsche übertragen.

Martin Trimmel, geb. 1982 in Wiener Neustadt, studierte Philosophie in Wien. 'Lizzie' ist seine erste selbstständige Veröffentlichung.

Zu Anja Golobs Website

Akkordeon2.jpg
13. März 2015, 20:00 Uhr Ehrbar Saal, 1040 Wien, Mühlgasse 30
  • Janez Dovč: Akkordeon
  • Goran Krmac: Tuba
  • Nino Mureškič: Perkussion
  • Diese drei erfahrenen und versierten slowenischen Musiker um den Akkordeonisten, Multiinstrumentalisten und Komponisten Janez Dovč (Ex-Terrafolk) gestalten mit ihrem nicht alltäglichen Instrumentarium eine ganz besondere Musik. Mit Elementen aus Jazz, Folk, afrikanischer, indischer und lateinamerikanischer Musik kommen bei ihren Eigenkompositionen – zu hören im Konzert und auf der CD „Baraka“ (2013) – sowohl die individuellen künstlerischen Identitäten der Beteiligten, als auch ihre (Wahl-)Gemeinsamkeiten zur Geltung, wie drei Säulen, die zusammen ein Dach tragen.
  • janezdovc.com

Infos und Tickets

Akkordeon3.jpg
14. März 2015, 21:00 Uhr Café Mocca, Gersthofer Straße 2a, 1180 Wien
  • Matija Solce: Akkordeon
  • Hermann Härtel: Kontrabass, Geige
  • Johanna Kugler: Geige, Kontrabass

Wenn diese Weltenbummler_innen, Lebenskünstler-innen und wandelnde Jukeboxes zusammenkommen, wird nicht geprobt oder arrangiert, sondern drauflos gespielt. Lieder erzählen lebensnahe Geschichten und das Trio spielt sich auch über den Tellerrand…

Eintritt frei! Spenden erbeten!

Akkordeon Festival.jpg
22. März 2015, 21:00 Uhr Metropol, Hernalser Hauptstraße 55, 1170 Wien

Otto Lechner, Bratko Bibic, Walter Czipke, Atanas Dinovski, Janiz Doz, Maria Düchler, Ingrid Eder, Sigrid Gerlach-Waltenberger, Heidelinde Gratzl, Franz Haselsteiner, Franziska Hatz, Tino Klissenbauer, Johannes Münzner, Paul Schuberth, Christian Selinger, Maria Stattin, Johannes Steiner: Akkordeon

Bei seinem Vorwort erspart Ihnen Friedl Preisl netter Weise Zahlenspiele, jetzt, kurz vor Schluss ereignen sich doch noch welche. Letztes Jahr konnte Otto Lechner erst auf den letzten Drücker musikalisch ins Festivalgeschehen eingreifen, mit dem Ziehharmonischen Orchester Wien bei der Abschlussgala. Das Ziehharmonische Orchester Wien und Otto Lechner tun das heuer wieder, ohne letzten Drücker. Schön ist, dass dieses Orchester dabei von 15 auf 17 Musiker_innen (!!!) angewachsen ist und von diesen 17 Musiker_innen 11 schon 2014 dabei waren. Was in einer komplizierten Welt wie der unseren sensationell ist. Und dafür spricht, wie spannend und künstlerisch lohnend Das Ziehharmonische Orchester Wien nicht zuletzt für die Beteiligten selbst ist. Das Wort hat Orchester-Leiter Otto Lechner: “So sollen die Möglichkeiten eines Akkordeonensembles neu ausgelotet werden – eine neue zieh-harmonische Wirklichkeit? Denn das Akkordeon ist weit herumgekommen und atmet den Duft der großen Welt. Da braucht nicht alles sauber zu sein, nur langweilig darfs nicht werden.”

Infos und Tickets

29. Januar bis 14. März 2015 Kunsthalle Exnergasse, 1090 Wien

Eröffnung der Ausstellung: 28. Jänner 2015, 19 Uhr

  • Teilnehmende KünstlerInnen:
  • Aeron Bergman und Alejandra Salinas , Eva Engelbert, Fokus Grupa, Claire Fontaine, Maja Hodošček, Amalia Pica, Pilvi Takala

Kuratiert von Irena Borić, Kurator in Residence von Bundeskanzleramt und KulturKontakt Austria

Die Ausstellung Pipe Dream (Luftschloss, Hirngespinst) beschäftigt sich mit den ambivalenten Möglichkeiten, das Politische mit den Mitteln der Kunst zu verhandeln. Im Unterschied zu sozial engagierten künstlerisch-aktivistischen Praxen soll hier eröffnet werden, wie Politik im zeitgenössischen Kunstfeld „anders gedacht“ werden kann – Deutungen der gesellschaftspolitischen Verhältnisse mittels subtiler Gesten, unterschwelliger Zurückweisung oder fiktionaler Narration. Diese schwer greifbaren strategischen Schlupflöcher entwerfen ein neues Terrain zwischen den herrschenden Paradigmen, das einer „neuen Sprache“ des Widerstands Raum geben kann. Dennoch riskieren solch flüchtige Handlungsweisen, die sich nur den wissenden BeobachterInnen erschließen, dass deren eigentliches politisches Potential übersehen oder gar nur als leeres Signal wahrgenommen wird. Wird hier bewusst nur ein Luftschloss gebaut oder gibt es Hoffnung, dass jenes Scheinszenario auch Wirklichkeit wird? Doch für den/die ProtagonistIn selbst ist das scheinbar imaginäre Konstrukt ziemlich real – es sind gerade jene unscharfen Umrisse einer anderen Welt, einer anderen Sichtweise, die, mit den spezifischen Mitteln der Kunst, in bisher unbekannte Richtungen weisen.

Kunsthalle Exnergasse

Marija.jpg
28. Oktober 2014 bis 21. März 2015 MUSA Museum Startgalerie Artothek, 1010 Wien

KünstlerInnen: Tanja Boukal (A), Steven Cohen (ZA) & Marianne Greber (A), Marcell Esterházy (H), Anna Jermolaewa (RUS), Noro Knap (SK), Tatiana Lecomte (F), Andreas Mühe (D), Erwin Olaf (NL), Gábor Ősz (H), Marija Mojca Pungercar (SLO), Aura Rosenberg (USA), Lina Scheynius (S), Juraj Starovecký (SK) Kuratorin: Gunda Achleitner

Der „Europäische Monat der Fotografie“ feiert 2014 nicht nur sein zehnjähriges Bestehen sondern auch die Erweiterung seines Netzwerkes um einen neuen Partner, das Fotofestival Athen. Die Partnerstädte nehmen das diesjährige Gedenkjahr zum Anlass, sich in ihrer gemeinsamen Ausstellung auf 100 Jahre intensive Geschichte einzulassen.

Beladen mit einem schweren historischen Erbe (zwei Weltkriege, Zerfall in Ost und West, Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien …), setzen sich KünstlerInnen auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Vergangenheit ihrer Heimatländer auseinander, reflektieren subjektive Erfahrungen und machen so die offizielle Historie und deren Auswirkungen nachvollziehbar. Welche Bedeutung hat das fotografische Bild in Bezug auf die Konstruktion von Vergangenheit und Geschichte? Wie wird die Distanz zwischen damals und heute, zwischen aktuellen und vergangenen Lebensverhältnissen überwunden, welche „Wirklichkeit“ generiert sich hierbei? Gerade bei der Hinterfragung des bildlichen Gedächtnisses, beim Formulieren von Erinnerung zeigt sich die Herausforderung, die sowohl in der künstlerischen Gestaltung als auch in der Betrachtung liegt: Bilder, die an unser Erinnerungsvermögen appellieren, vergegenwärtigen das Vergangene, verlangen zugleich aber auch, dass wir uns in der Erinnerung daran der eigenen Gegenwart bewusst sind.

Die ausgewählten, oftmals sehr persönlichen Arbeiten verdeutlichen, dass Geschichte stets aus mehreren Komponenten besteht – dem Geschehenen an sich, seiner (Re-)Konstruktion und letztlich aus uns, die Vergangenes aus dem Heute zu verstehen versuchen.

Eröffnung: Montag, 27. Oktober um 19 Uhr

  • MUSA Museum Startgalerie Artothek
  • 1010 Wien, Felderstraße 6-8 (neben dem Rathaus)
  • Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr: 11.00 – 18.00 Uhr, Do: 11.00 – 20.00 Uhr, Sa: 11.00 – 16.00 Uhr
  • T: +43-(0)1-4000-8400, barrierefreier, kostenloser Eintritt!
  • musa@musa.at, www.musa.at

© Marija Mojca Pungercar, Brotherhood and Unity, 1, 2006, Fotos von Leopold Pungercar st. (1958) und Nada Zgank (2006)

Khauslogo.jpg
6. Februar bis 29. März 2015 Protagonisten der slowenischen Gegenwartskunst 1968 - 2013 Künstlerhaus, 1010 Wien

Eröffnung: 5. Februar 2015, 18 Uhr

Die Ausstellung umfasst in historischer Chronologie eine Auswahl von Kunstwerken slowenischer Maler, Bildhauer und Fotografen, die allesamt den slowenischen Kulturraum als einen der Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien prägten. Sie zeigt die Spezifik der modernistischen Praxis in den siebziger und achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, wie sie von Einzelnen aber auch als Gesamtpraxis ausgeübt wurde: die expressive neue figurative Kunst (die Neuen Wilden) und die Neokonstruktivisten.

Der Beginn des Postmodernismus Ende der achtziger Jahre und die beginnenden neunziger Jahre sind in der slowenischen Kunst von der Retro-Avantgarde und einer betont individualisierten Autorenpoetik geprägt, die im neuen, künstlerisch sehr vielfältigen Raum des selbständigen neuen Staates in den vergangenen 20 Jahren vorherrschen.

Unter den ausgewählten Künstlern, deren Arbeiten aus nationalen, Künstler- und Privatsammlungen stammen, sind Maler (53), Bildhauer (18), Grafiker (6) und Fotografen (19). Ihren Arbeiten, die in der Ausstellung zum Großteil durch Werke aus dem Anfang und dem Höhepunkt der Schaffensperiode in den einzelnen Jahrzehnten präsentiert werden, ist noch eine "Ausstellung in der Ausstellung" unter dem Namen "Landschaft als vorherrschendes Thema in der slowenischen Malerei und Fotografie" angeschlossen.

Kurator: Aleksander Bassin


Magija umetnosti. Protagonisti slovenske sodobne umetnosti 1968 - 2013

V galeriji Künstlerhaus na Dunaju bo 5. februarja 2015 ob 18. uri otvoritev razstave „Magija umetnosti. Protagonisti slovenske sodobne umetnosti 1968–2013“. Vse do 29. marca 2015 bo tako na ogled več kot 110 del sodobnih slovenskih umetnikov različnih umetniških zvrsti.

Na razstavi bodo predstavljena dela 53 slikarjev, 18 kiparjev, šestih grafikov in 19 fotografov, ki prihajajo iz nacionalnih, avtorskih in zasebnih zbirk. Kurator razstave Aleksander Bassin je v postavitev zajel posebnosti modernistične likovne prakse 70. in 80. let prejšnjega stoletja, ki se kaže kot ekspresivna nova figuralika in neokonstruktivizem, vstop v konec 80. in začetek 90. let pa v retroavantgardi in individualizirani avtorski poetiki. Poseben del razstave bo posvečen pokrajini in nosi naslov „Krajina kot tematska preokupacija v slovenskem slikarstvu in fotografiji“. Tukaj bo predstavljena slovenska specifika vizualnega ustvarjanja pri nas.

Na odprtju razstave, katere častni pokrovitelj je slovenski predsednik Borut Pahor, bodo nastopili ministrica za kulturo Julijana Bizjak Mlakar, slovenski veleposlanik na Dunaju Andrej Rahten, predsednik Künstlerhausa Michael Pilz in kurator razstave Aleksander Bassin.

Društvo Künstlerhaus združuje avstrijske likovne umetnike in je najstarejše tovrstno društvo v Avstriji. Njegovi začetki segajo v leto 1861, leta 1868 pa so dobili tudi svoje prostore v središču Dunaja. Društvo trenutno šteje okrog 500 članov in se zavzema za aktivno, živahno in tolerantno kulturno življenje, zato sodeluje z različnimi avstrijskimi in evropskimi institucijami.


www.k-haus.at

© Fotos ToneStojko

12. Februar bis 11. April 2015 Galerie Photon, Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien

Dario Belić (CR) / Aljaž Celarc (SI) / Martina Dinato (IT) / Lenka Đorojević (SI) / Jure Kastelic (SI) / Martin Stöbich (AT)

Eröffnung: 12. Februar um 19 Uhr

Die Ausstellung Copy Paste präsentiert eine internationale Gruppe von Autoren, die in ihren Werken gefundenes Bildmaterial durch Recycling benutzen. Ihr Ausdruck weiht weitgehend weg von den Konventionen der Fotografie aus den letzten 3 Jahrzehnten ab.

Die Gruppenausstellung Copy Paste konzentriert sich auf das zunehmend wichtige Phänomen im breiteren Bereich der zeitgenössischen Fotografie, weil es Autoren darstellt, die sich des Found Footage Materials für ihr Schaffen bedienen. Die Nutzung vorhandener und gefundener Bilder auf dem Gebiet der bildenden Kunst und Fotografie war eine ziemlich gängige Praxis, deren Entwicklung auf das frühe 20.Jahrhundert zurückzuführen ist. Zu dieser Zeit hat die Kunst schließlich und unwiderruflich die neuen Realitäten des industriellen Zeitalters angenommen und begann die allgemein zugänglichen Materialien der Massenproduktion zu verwenden. Collage, Fotomontage, Assemblage, „ready made“ etc. sind nur einige der Verfahren in den letzten hundert Jahren, die mehr oder weniger regelmäßig auf dem Gebiet der bildenden Kunst vorkommen.

In der heutigen Zeit, wo der öffentliche und private Raum durch optische Impulse übersättigt ist und jedermann ein potentieller Schöpfer der Bilder ist, wird die Notwendigkeit für die Schaffung neuer Fotos folglich weniger. Die Autoren, die im Bereich der zeitgenössischen Fotografie tätig sind, finden sich im postmodernen Geist immer öfter in der Rolle des Herausgebers des vorhandenen Bildmaterials anstatt als Schöpfer neuer Bilder. Die Ausstellung in der Galerie Photon bringt Autoren aus Mittel – Europa zusammen, die eine Vielzahl von Methoden der formalen und semantischen Recycling und Kontextualisierung gefundener Bilder verwenden. Die Bilder entnehmen die Künstler aus einem unendlichen Online-Archiv, aus Printmedien, Werbebotschaften oder Fotos aus persönlichen und Familienalben. Neben der klassischen »Appropriation«/"Aneignung" widmen sich die Künstler besonders der Zusammenstellung der gefundenen Bilder in völlig neuen semantischen Sets.

Dario Belić / Aljaž Celarc / Martina Dinato / Lenka Đorojević / Jure Kastelic / Martin Stöbich

  • Galerie Photon
  • Absberggasse 27/9/10, 1100 Wien
  • T: +43 (0) 19543588
  • E: info@photongallery.at 
  • www.photongallery.at
LangeNacht3.jpg
26. September 2014 bis 15. April 2015 Volkskundemuseum, 1080 Wien

Past Future Perfect bei der Lange Nacht der Museen.

  • Intention der Zusammenarbeit:
  • 1) Eine Intervention in die Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde mit ausgewählten Produkten des zeitgenössischen slowenischen Designs im Rahmen der Vienna Design Week
  • 2) Die Intervention beschäftigt sich mit dem Thema »Mauer, Mauerabriss«
  • Inhalt der Intervention:
  • In zwölf Schauräumen wird eine Verbindung zwischen zwei Produkten hergestellt. Das erste wird Teil der Schausammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde sein, das zweite ein Produkt zeitgenössischen slowenischen Designs. Das so geschaffene Paar hat seinen Ursprung in der Evolution und soll gleichzeitig Spannung erzeugen. Die Spannung, die auf der Logik der berühmter Kubrickschen Ellipse aus dem Film 2001: Odyssee im Weltraum (Sprung vom Knochen als Werkzeug bis zum Raumschiff in einem Schnitt) beruhen soll, wird durch eine Zeitmasche erzeugt werden. Im Schauraum werden zwei Produkte aufeinandertreffen, die sich nicht hätten treffen sollen bzw. nie aufeinandergetroffen wären, wenn es keine Museen gäbe. Um den gewählten evolutionären Sprung noch hervorzuheben, werden wir 12 Produkte aussuchen, die einen solchen Sprung vom Analogen zum Digitalen gemacht haben.

Mit Hilfe des formierten Paars wird gezeigt (in einem evolutionären Sprung, welcher den gegangenen Weg darstellt), wie man von dort (das Aufbewahren und Ausstellen im Museum) auf dem Weg der Entwicklung nach hier (die gewählte Intervention) gelangt ist. Der Hauptfokus beruht also auf der Evolution des Materiellen, die durch die bekannte Maxime ausgedrückt wird: Wir formen die Umwelt, die Umwelt umformt uns und beides zusammen schafft den Raum für den nächsten Schritt in der Umweltformungsevolution.

Wenn also die bereits vorhandene Ausstellung im Österreichischen Museum für Volkskunde durch die ausgewählten Produkte zeigt, wie wir gelebt haben, zeigen wir mit der Einbindung des zeitgenössischen Designs in die Schausammlung, wie wir heute leben, was sich verändert hat und vor allem, wohin wir gehen.

  • Kuratorinnen: Barbara Predan und Petra Černe Oven (Pekinpah Verein)
  • Gestaltung: Studio Miklavc
  • Organisation: SKICA

www.volkskundemuseum.at

www.viennadesignweek.at

Vlogo.jpg