20. Januar bis 28. Februar 2021 Zeitgenössisches Design aus Slowenien designforum Wien, Quartier 21, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Von 20. Januar bis 28. Februar 2021 präsentiert das designforum Wien zeitgenössisches Produktdesign aus Slowenien. Zu sehen ist eine Auswahl von nachhaltigen, aus lokalen Rohstoffen produzierten Objekten der Bereiche Wohnen, Freizeit und Lifestyle. Die Produkte vereinen Kreativität und Wirtschaftlichkeit. Erzählt werden auch die Geschichten kleiner, regionaler Marken, die für Funktionalität, Lebensfreude und die Liebe zur Natur stehen und nach innovativen Nutzmöglichkeiten für lokale Rohstoffe – insbesondere Holz – Ausschau halten. Neue Produktionsmethoden stützen sich auf regionales Handwerk, aber auch auf zukunftsweisende, umweltverträgliche Technologien.

Die 85 in den vergangenen zwei Jahren entstandenen Produkte der Schau haben allesamt das Qualitätssiegel »Made in Slovenia« erhalten, das auf eine Initiative des Center za kreativnost – des Zentrums für Kreativität –, angesiedelt im Museum für Architektur und Design in Ljubljana, zurückgeht. Ziel ist die Förderung der Kreativindustrie und des Kultursektors Sloweniens und die bessere Vernetzung mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungswesen. Die ausgewählten Objekte wenden sich an eine neue Generation von VerbraucherInnen, der es um einen verantwortungsvollen Einsatz von Ressourcen, Produktionsmethoden und Arbeitskräften geht.

Die Stühle »Nico Less« und »Collodi« bestehen beispielsweise aus einem Filzmaterial, das zum Großteil aus recycelten Plastikflaschen hergestellt ist. Der Stoff ist ein Industrieprodukt, der ansonsten bei akustischen Isolierungen zum Einsatz kommt. Das Lichtsystem »Stellar« wurde mit Blick auf die Gegenwart gestaltet: Standardisierung ist nicht mehr gefragt, stattdessen sind Flexibilität und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten gefordert. Das modulare Design bietet zudem zwei Arten von LED-Beleuchtung: direkte Spotlights und kugelförmige, weiches Licht abgebende Glasschirme. Ungewöhnlich ist das Vasenmodul, das die Einbindung von Pflanzen ermöglicht. Auf der Suche nach einer Optimierung von Musikgenuss ist man bei der Gestaltung des Plattenspielers »MAG-LEV Audio ML1« an die Grenzen der Audiotechnologie gegangen. Formal wird das Gefühl vermittelt, als wäre die Schwerkraft aufgehoben. Inspiriert vom Kabinettschrank der Renaissance, in dem Humanisten ihre Preziosen verwahrten, ist der Weinschrank »Vulgaris Wine Studiolo« aus slowenischem Kirschholz. Eine bosnische Architektin und eine slowenische Designerin sind die Gründerinnen einer Teppichmanufaktur, mit der sie die Liebe zu schönen Dingen, Qualität und traditionelle Handwerkstechniken pflegen und damit billigen Massenprodukten entgegentreten. Ihre Kelmis aus der Wolle heimischer Schafe wärmen als Teppich, Decke, Bett- oder Sofaüberwurf, Wand- oder Fensterbehang und entstehen in Zusammenarbeit mit bosnischen Weberinnen.

Dies sind nur einige Geschichten, denen BesucherInnen beim Rundgang durch die Ausstellung begegnen. Diese ist eine Kooperation zwischen dem Center za kreativnost, dem slowenischen Kulturinformationszentrum SKICA und der Botschaft der Republik Slowenien in Wien.


Sonstiges_deu_Die_Zukunft_des_Wohnens_Zeitgenössisches_Design_aus_Slowenien