13. Dezember 2018, 19:00 Uhr Preisträger/innen-Lesung & Buchpräsentation mit Musik Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

Bereits zum 22. Mal vergibt der verein exil (Link) die exil-literatur-preise zur „förderung der literatur von autor/innen, die aus einer anderen kultur und erstsprache kommen und in deutscher sprache schreiben“.

Zur Präsentation der Anthologie preistexte 18 (edition exil, 2018) lesen die Preisträger/innen Kaska Bryla, Pyotr Magnus Nedov, Aleksandra Kalischek, Mercedes Spannagel, Uroš Prah, Alexandra Pâzgu, Julia Lückl, Sophia Felsinger, Sahel Rustami und Schüler/innen der Öko-NMS/WMS in Wien 23 betreut von Gundi Haigner.

  • Moderation: Christa Stippinger (Herausgeberin der Anthologie und Leiterin der edition exil)
  • Musik: Milos Todorovski (Akkordeon) & Andrej Prozorov (Saxofon)

(Eine Veranstaltung der edition exil in Kooperation mit dem Literaturhaus Wien (Link) und mit freundlicher Unterstützung vom Amerlingbeisl)


Der Exil-Lyrikpreis 2018 dotiert mit Euro 1.500,- und finanziert von der Kulturkommission des 7. bezirks ging an Uroš Prah für „Nostra Silva“.

  • Die Jurybegründung:
  • "Schauplatz Wald: Hier rauschen keine alten Bäume, hier jaulen die Motorsägen eines international tätigen Holzunternehmens mit Sitz in Österreich, der in großem Stil schützenswerte Wälder in den Karpaten abholzt. Uroš Prah stellt in seinem bemerkenswert-kargen Text – in den er mit uneleganter Eleganz Zitate und Zahlen real existierender Unternehmen und Organisationen einwebt - fragwürdige kapitalistische Praktiken und Korruption an den Pranger und das ganze ohne pädagogischen Pathos. Überhaupt zeigt sich hier Prah als ein Meister des Nicht-Pathos, der Lyrisches im traditionell als anti-lyrisch Wahrgenommenen zum Leben zu erwecken versucht. (Barbara Zwiefelhofer/Katja Gasser)


Uroš Prah (1988, Maribor, Slowenien) ist Lyriker, Redakteur, Übersetzer und Publizist. Bisher erschienen zwei seiner Gedichtbände: Čezse polzeči (CSK 2012), der 2018 auch in Kroatisch erscheinte (Biakova, Zagreb), und Tišima (CSK 2015), der es 2016 auf die Short-Listen der zwei wichtigsten Lyrikpreise Sloweniens schaffte: den Simon Jenko Preis und den Veronika Preis. 2017 erhielt er das Autorenstipendium der Slowenischen Buchagentur. Übersetzungen seiner Texte wurden bisher in Deutschland, Österreich, Kroatien, Serbien, Montenegro, Italien, Rumänien, Argentinien und der Tschechischen Republik veröffentlicht. Er war Mitbegründer und langjähriger Chefredakteur der Literaturzeitschrift IDIOT (2009−2016), Programmleiter des Internationalen Festivals für Literatur in Entwicklung Literodrom (2015−2016) und Mitbegründer des Museums des Wahnsinns, Trate. Seit 2017 lebt er in Wien.


Foto: Janez Klenovšek, Exil

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