11. Juni 2019 Zum siebzigsten Todestag Slowenisches Institut in Wien, Hanuschgasse 3, Stiege 4, 1. Stock, Top 1046, 1010 Wien

Oton Župančič (1878 – 1949) war ein maßgeblicher Dichter der slowenischen Moderne, er trat auch als Autor von Kinderbüchern, als Übersetzer, Essayist und als öffentliche Persönlichkeit hervor, die ihre Stimme in entscheidenden Momenten der slowenischen Zeitgeschichte erhob. Als Dramaturg und Theaterleiter war er eng mit dem Theatergeschehen in Ljubljana verbunden, er selbst übersetzte fast den gesamten Shakespeare und andere Klassiker der Weltliteratur ins Slowenische, sorgte u.a. aber auch für die Aufführung der Dramen Cankars. Mit seiner allseitigen Tätigkeit setzte er Standards für die slowenische Bühne. Nach dem Überfall Jugoslawiens durch die deutsche Wehrmacht 1941 schloss er sich der Befreiungsfront an, als öffentliche Figur war er der Verfolgung durch kollaborationstische Kräfte ausgesetzt. Nach dem Krieg und schon davor wurde Župančič mit zahlreichen Ausgaben seiner Werke und als herausragender slowenischer Kulturarbeiter geehrt. Als Dichter und Jugendautor schrieb sich Župančič in das kulturelle Gedächtnis der Slowenen ein.

Zum siebzigsten Todestag (11.6.1949) des Dichters und Dramatikers wird Erwin Köstler zur Person und zum Werk des Autors sprechen, aus seinem Werk werden Tamara Sommeregger und Stefan Oraže lesen. Testauswahl und Einstudierung: Nika Sommeregger.

Die Veranstaltung ist zweisprachig.

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