7. November 2019, 19:00 Uhr Slowenische Literaturwoche auf der Buch Wien 2019 Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5, 1010 Wien
  • Aleš Šteger: Logbuch der Gegenwart – Aufbrechen
  • Im Rahmen der Slowenischen Literaturwoche auf der Buch Wien
  • 19:00, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Herrengasse 5
  • Lesung und Gespräch mit dem Autor Aleš Šteger, moderiert von Ronald Pohl (Der Standard). Deutsche Stimme: Aimie Rehburg.


Aleš Šteger, geboren 1973 in Ptuj, ist ein slowenischer Dichter, Schriftsteller und Lektor. Er veröffentlichte bislang sechs Lyrik- sowie mehrere Prosabände, zuletzt seinen ersten Roman Archiv der toten Seelen (2016). Für seine Gedichte und Essays, die in viele Sprachen übersetzt und weltweit in über 200 Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht wurden, erhielt er zahlreiche Preise, darunter 1998 den Veronika-Preis, 2008 den Rožanc-Preis, 2011 den Best Translated Book Award für seinen Gedichtband Buch der Dinge, zuletzt 2016 den Horst-Bienek-Preis. Zudem übersetzt er aus dem Deutschen, Englischen und Spanischen, u. a. Werke von Gottfried Benn, Peter Huchel und Ingeborg Bachmann. 2016 erschien Logbuch der Gegenwart: Taumeln (aus dem Slowenischen von Matthias Göritz) bei Haymon, der erste Band zu seinem hochaktuellen Logbuch der Gegenwart-Projekt – hochbrisante Themen, Schauplätze und Schicksale unserer Zeit durch die Augen des Dichters. 2019 erschien der zweite Band Aufbrechen.


Logbuch der Gegenwart: Aufbrechen (Haymon Verlag, 2019, übersetzt von Matthias Göritz)

Vier Städte und Landschaften, die teils fernab unserer Lebenswelt liegen und dennoch die Probleme unserer gemeinsamen Gegenwart offenbaren: Aleš Šteger reist an faszinierende Orte abseits der Touristenpfade, wirft sich ins Getümmel hektischer Metropolen und begegnet berührenden menschlichen Schicksalen. Aus Shanghai berichtet der slowenische Schriftsteller vom Alltag unter Überwachung durch Künstliche Intelligenz. Mit den russischen Solowezki-Inseln betritt er heiligen Boden mit traumatischer Gulag-Vergangenheit. Im sächsischen Bautzen besucht er ein ehemaliges Stasi-Gefängnis und wird mit dem Rechtsruck in Politik und Gesellschaft konfrontiert. Ein weiteres Ziel ist das südindische Kochi. Mit wachem Geist und spitzem Stift, den Finger allzeit bereit am Auslöser, zieht Aleš Šteger hinein in den Moment und in den Ort. In seinen präzisen Beobachtungen verdichtet er das Wesentliche unserer Zeit und lässt in bildkräftiger und unmittelbarer Sprache die ganz spezielle Atmosphäre der besuchten Landschaften und Städte auferstehen. Mit einem Vorwort von Alberto Manguel und zahlreichen Farbfotografien des Autors.



Foto: www.fotowerk-aichner.at

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