10. November 2017, 20:15 Uhr Slowenische Literaturwoche auf der Buch Wien 2017 Literaturhaus Wien, Seidengasse 13, 1070 Wien

Die Grenzgänger Aleš Šteger und Ilija Trojanow stellen ihre jüngsten Werke vor. In seinem „Logbuch der Gegenwart“ führt uns Aleš Šteger hautnah an Brennpunkte des Weltgeschehens. Ilija Trojanow erzählt in „Nach der Flucht“ von seiner eigenen prägenden Fluchterfahrung. Und er stellt die Frage, ob so etwas wie transnationale Existenz möglich ist.

Aleš Šteger, geboren 1973, ist der bekannteste slowenische Autor seiner Generation. Er studierte Vergleichende Literaturwissenschaft und Germanistik in Ljubljana und veröffentlichte bislang fünf Lyrik- sowie mehrere Prosabände. Für seine Werke erhielt Šteger zahlreiche Auszeichnungen. Außerdem übersetzt er aus dem Deutschen, Englischen und Spanischen, u. a. Werke von Gottfried Benn, Peter Huchel und Ingeborg Bachmann.

Ilija Trojanow, geboren 1965 in Sofia, floh mit seiner Familie 1971 über Jugoslawien und Italien nach Deutschland, wo sie politisches Asyl erhielt. 1972 zog die Familie weiter nach Kenia. Unterbrochen von einem vierjährigen Deutschlandaufenthalt lebte Ilija Trojanow bis 1984 in Nairobi. Danach folgte ein Aufenthalt in Paris. Von 1984 bis 1989 studierte Trojanow Rechtswissenschaften und Ethnologie in München. Dort gründete er den Kyrill & Method Verlag und den Marino Verlag. 1998 zog Trojanow nach Mumbai, 2003 nach Kapstadt, heute lebt er, wenn er nicht reist, in Wien. Seine bekannten Romane wie z.B. "Die Welt ist groß und Rettung lauert überall", "Der Weltensammler" und "Eistau" sowie seine Reisereportagen wie "An den inneren Ufern Indiens" sind gefeierte Bestseller und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Moderation: Kristina Pfoser, Radio Ö1


Foto: JAK RS

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