Luka Juhart widmet sich schon seit einigen Jahren der Zusammenarbeit mit" > Luka Juhart widmet sich schon seit einigen Jahren der Zusammenarbeit mit" >


1. bis 29. Februar 2016

Luka Juhart widmet sich schon seit einigen Jahren der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten, bestellt bei ihnen neue Werke, tritt mit ihnen in schöpferische Dialoge und bereitete bis jetzt auf diese Weise allein oder in verschiedenen Besetzungen mindestens 40 Uraufführungen von neuen Werken. Er arbeitet regelmäßig mit Uroš Rojko zusammen, mit dem er auch im Trio Quo Vadis spielt, und ist ferner mit Vinko Globokar in permanentem schöpferischem Kontakt. Unter anderem trat er als Solist in zwei seiner Monumentalwerke auf, im Werk Radiographie d’un roman mit dem SWR Sinfonieorchester in Donaueschingen, noch davor aber im Werk Der Engel der Geschichte mit der Slowenischen Philharmonie.  Luka Juhart arbeitet oft noch mit Thomas Larcher, Claus-Steffen Mahnkopf, Eduard Demetz, Klaus Huber, Bojana Šaljić Podešva, Vito Žuraj, Matej Bonin, Volker Heyn, Arturo Fuentes und zahlreichen anderen Komponisten zusammen. Diese klanglichen Treffen sind auf Tonträgern heute bereits gut dokumentiert. Beim Institut Zavod Sploh und dem Verlag L` innomable gab er die solistische CD Dialog und deconstructing accordion heraus, seine Aufführungen wurden aber auch bei den Verlagen NEOS, Transit und ORF herausgegeben.

Es geht bei alledem jedoch nicht schlechthin um eine Spezialisierung. Die Vertiefung in die zeitgenössische Klangfülle ist bei Juhart mehr als lediglich die Suche nach der Repertoire – Nische und deren Ausfüllen. So nahm er während seines Studiums am Unterricht und an Meisterklassenseminaren bei Spezialisten für alte Musik, Cembalisten, Organisten, Gamben-Spielern und Dirigenten teil und spielt diese Musik auch jetzt regelmäßig unter anderem mit der Camerata Zürich, mit Thomas und Patrick Demenga, Christoph Bossert und Volker Jacobsen.

Seine Einstellung zu zeitgenössischer Musik geht weit über konventionelle Ansichten hinaus, denn der Akkordeonist bewegt sich bei seiner Arbeit nicht allein in dem dem Musiker von der Institution der mitteleuropäischen Musiktradition zugemessenen Bereich. So betrat Luka Juhart bereits den Bereich der freien Improvisation, der Austritt aus der musikalischen Spezialisierung ist aber auch sein Interesse für das Komponieren, aus dem sich im Jahr 2013 das Werk hrUP für Akkordeon entwickelte. Er tritt bei angesehenen Festivals wie Londoner BBC Proms, Klangspuren Schwaz, Warschauer Herbst, Transit im belgischen Leuven, November Music im niederländischen `s-Hertogenbosch, The Chamber Music Society of Lincoln Centre New York auf. Hier gibt es ferner Zusammenarbeiten mit Orchestern  neben den bereits erwähnten spielte er noch mit dem Sinfonieorchester des BBC aus Schottland, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Münchener Kammerorchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, Mozarteumorchester Salzburg, Badische Staatskapelle Karlsruhe und dem Ensemble Windkraft. Darüber hinaus hält Luka Juhart Vorträge für Komponisten und Akkordeonstudierende: er leitete europaweit Workshops an Konservatorien und Akademien. Seit 2012 ist er an der Musikakademie in Ljubljana tätig.

Nach dem Abitur bei Andrej Lorber am Musischen Gymnasium in Maribor studierte Juhart an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen in der Klasse von Prof. Hugo Noth. Sein Meisterklassenstudium bei Prof. Stefan Hussong an der Hochschule für Musik Würzburg absolvierte er im Jahr 2008.

Foto © Luka Juhart

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